paPPa.com informiert:
1. Hilfe für
von Trennung und Scheidung betroffene Väter
(Väterberatung bei Problemen
mit Umgangs- und Sorgerecht)
Das Problem:
Jahr für Jahr verlieren ca. 150.000 Kinder den Kontakt zu ihrem Vater aufgrund von Trennung oder Scheidung. Unterstützungs- und Beratungsangebote für die zugrunde liegenden Krisensituationen speziell mit der Zielgruppe Väter existieren auch im Jahr 2005 so gut wie gar nicht in Deutschland. (Eine Internet-Recherche mit dem Stichwort "Väterberatung" ergibt nicht ein qualifiziertes Angebot von offiziellen Stellen, es finden sich allerdings einige wenige Selbsthilfegruppen wie z. B. der "Väteraufbruch für Kinder" mit diesem Angebot.)
Der öffentliche Diskurs geht immer noch davon aus, dass dieser Kontaktabbruch zu nahezu 100 % von den Vätern so gewollt ist. Ein Blick ins Internet zeigt aber, dass viele betroffene Väter verzweifelt um den Kontakterhalt "kämpfen", einige haben sich in Vereinen und Selbsthilfegruppen zusammengeschlossen.
Welche Informationen und Hilfen kann Mann und Vater bekommen ?
Internet-Foren:
Hier tauschen sich Betroffene (zumeist Väter, aber auch vermehrt Mütter) mit ihren Erfahrungen und Frustrationen aus. In vielen Fällen bekommt man Trost, aber auch wertvolle Tips - manchmal aber auch nur gut Gemeintes (bisweilen leider auch objektiv Falsches und Irreführendes), siehe Übersicht der Foren auf der paPPa.com-Linkseite
Es empfiehlt sich, bei Anfragen möglichst genau zu formulieren. Bitte keine persönlichen Daten nennen, die den Rückschluss auf konkrete Personen zulassen.
Selbsthilfegruppen:
Neben dem elektronischen Austausch empfiehlt sich unbedingt der persönliche Austausch mit anderen Betroffenen vor Ort. Eine aktuelle Adressliste (ohne Anspruch auf Vollständigkeit) findet man hier.
Sobald sich ein offizilles Verfahren nicht mehr vermeiden lässt, wird man dort auch Hinweise über die Arbeitsweise von Jugendämtern, Familienrichtern, Gutachtern und Rechtsanwälten bekommen.
Literatur und Berichte - im Internet:
Hier gibt es eine Fülle von Informationen. Speziell für den Bereich 1. und 2. Hilfe sind zu nennen:
Öffentliche Stellen:
Das Jugendamt: Eigentlich sind die Jugendämter gehalten und verpflichtet, bei auftretenden Problemen im Bereich Umgang und Sorge auch Väter zu beraten (§§ 17 und 18 des Kinder- und Jugendhilfegesetzes - KJHG). Meist gelingt es ihnen aber nicht, da das dortige Personal entweder nicht dafür ausgebildet ist, sich ideologisch vorrangig auf den Mutterschutz konzentriert oder beides zusammen. Seien Sie hier besonders vorsichtig !
Da das Jugendamt aber in den meisten offiziellen Auseinandersetzungen vom Familiengericht mit einbezogen wird, empfiehlt sich schon die Kontaktaufnahme zu dieser Stelle, erwarten Sie aber nicht von vorneherein, dass man Ihnen dort zu helfen gewillt ist. Vielleicht haben Sie aber auch Glück und Sie bekommen einen aufgeschlossenen Berater ... Zur Lektüre empfohlen werden die "Tips zum Umgang mit dem Jugendamt".
Daneben gibt es bei den meisten Jugendämtern angeschlossene "Erziehungsberatungsstellen" - diese sind zur Verschwiegenheit verpflichtet, es kann also kein Schaden entstehen, wenn Sie sich dorthin wenden. Einen Versuch ist es immer wert. Fragen Sie aber ausdrücklich nach, ob man das Gespräch tatsächlich vertraulich behandelt, denn es kommt immer wieder vor, dass man dort die gesetzlichen Bestimmungen nicht kennt bzw. bewußt ignoriert.
Freie Träger der Jugendhilfe: Hierzu gehören beispielhaft PRO FAMILIA, die Diakonie, der Deutsche Kinderschutzbund, die Cariatas und weitere regional unterschiedliche Stellen. Diese haben ebenfalls Erziehungsberatungsstellen und mitunter sind dort erfahrene Kräfte vorhanden. Auch hier kann man es versuchen. Die Adressen findet man im Telefonbuch, gefragt werden sollte speziell nach Väterberatung.
Literatur - Buchtitel:
Diese Buchtitel werden jedem betroffenen Vater besonders ans Herz gelegt - wenn Sie von auftretenden Problemen frisch (und nicht nur dann) betroffen sind, dann besorgen Sie sich am besten schon morgen:
Erfahrungsberichte im Internet
Zur vorläufigen Abrundung der Informationen sollte Mann sich auch die Erfahrungsberichte von Kindern und Vätern ansehen. Bitte nicht erschrecken, die meisten Berichte sind sehr deprimierend.
Für weitere Anregungen sind wir unseren Lesern dankbar, bitte per eMail an den webmaster@paPPa.com.
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© paPPa.com e.V. - Stand dieser Seite: Juni 2005 - Fundstelle: http://www.paPPa.com/1hilfe/1hilfe.htm