Bündnis für Kinder
und Menschenrechte -


    Aktionsprogramm 97

    Im Rahmen der Tagung "Eltern bleiben Eltern ... Familie in der Krise?" des Verbandes "Dialog zum Wohle des Kindes Ruhrgebiet e.V." am 3./4. Mai 1997 wurde das vorläufige Aktionsprogramm des Bündnisses beschlossen.

    Unter den Teilnehmern der Arbeitsgemeinschaft herrscht Einigkeit, daß der bisherige Stand der Reform (einschließlich der beiden Anhörungen vom Dezember 96 und Februar 97) im Wesentlichen nicht geeignet ist, die katastrophale Zahl der Trennungswaisen und Opfern unberechtigter Kindeswegnahme (ca. 150.000 jährlich) deutlich zu reduzieren. Politik, Justiz und Verwaltung lassen kaum positive Ansätze erkennen. Bereits im März 1997 hat die vorbereitende Sitzung für das Bündnis eine entsprechende Resolution verabschiedet.

    Folgende Aktionen sind geplant, um doch noch Einfluß auf den weiteren Gesetzgebungsprozeß zu nehmen:

  1. Fallsammlung + Forderungen nach Bonn (Rechtsausschuß) - auf Initiative des Väteraufbruch für Kinder e.V. und mit Unterstützung des „Bündnisses für Kinder und Menschenrechte - Parents Forever Germany“ wird kurzfristig zu ausgewählten Bereichen zur Einreichung von Fällen und einer zusammenfassenden Stellungnahme/Fordungskatalog zur aktuellen Situation aufgerufen.
    Ein entsprechender Fragebogen wurde bereits versandt und ist auch im Internet abrufbar, Rücksendung bis Ende Mai 1997. Aktuell: Wurde verlängert - Einsendung noch möglich.

    Die Fallsammlung+Forderungen der Verbände werden im Juni 1997 auf Diskette an alle Mitglieder des Deutschen Bundestages und die Presse versandt werden (Auflage ca. 1.000). Auf die Fallsammlung von SEM wird dabei Bezug genommen werden. Die AG empfiehlt die baldige Vernetzung der Informationen bei Beibehaltung der Vereinsautonomie.

    Ansprechpartner: Thomas Martin (Tel.+Fax 0221-837 01 55), Thomas Sochart


  2. P. Stoßhoff weist auf die Falldokumentation Kindeswegnahme von SEM hin, die in den nächsten Wochen in einer aktualisierten Form der Öffentlichkeit vorgestellt wird (mehr als 600 Fallbeispiele).

  3. Ausgewählte, aktuelle Fälle werden der UN nach Genf sowie dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte nach Straßburg, übergeben. Ansprechpartner: Thomas Sochart, Hilmar Stracke (Tel. + Fax 02541-554 2).

  4. Unterstützung der Vatertagsaktion des Väteraufbruch für Kinder e.V. am 8. Mai 1997, u.a. „999 Luftballons für Lenar“ in einigen Großstädten, bundesweit [inzwischen mit guter Resonanz durchgeführt].

  5. Einladung zu Informationsveranstaltungen für die Mitglieder des Deutschen Bundestages der einzelnen Bundesländer (siehe für Berlin + Brandenburg "mamapaPPa ist meins!" unter http://www.paPPa.com/veranst/pfgb0697.htm) Koordination über Geschäftsstelle des Bündnisses Buendnis@paPPa.com

  6. Aktion in Bonn, am Bundestag zur 3. Anhörung! Es kommt eine Wiederholung der Luftballonaktion (jeder Ballon ein „entsorgtes“ Kind) in Frage. Aktion macht nur Sinn als vereinsübergreifendes Projekt. Wird vom „Bündnis für Kinder und Menschenrechte - Parents Forever Germany“ Ende Mai 1997 offiziell vorgestellt werden; der genaue Termin ist noch offen.

  7. Zeitgleiche Protestaktion vor allen Oberlandesgerichten und Bundesobergerichten: Koordinator wollte Knud Petzel sein. Unabhängig davon fand ein Hungerstreik / eine Mahnwache vor dem Berliner Familiengericht statt, am 12.12.97 gibt es eine zentrale Aktion vor 25 Familiengerichten - "Schluß mit dem Umgangsboykott!"

  8. Veranstaltungsreihe: "Die Kindschaftsrechtsreform mit Leben füllen !" in Zusammenarbeit mit Politik und Verwaltung. (Siehe erste Veranstaltung in Berlin August 1997)

  9. Bündnis für Kinder unterstützt die folgenden Aktionen anderer Verbände:


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