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Presse-Resonanz auf die bundesweite Weihnachts-Aktion 1997
Schluß mit dem Umgangsboykott !
- Göttingen, Braunschweig, Hildesheim,
Düsseldorf, Gelsenkirchen, Münster -
Göttinger Anzeiger, 13.12.1997
Demonstration vor dem Göttinger
Familiengericht
Schlichten geht vor Richten
Göttingen - Zu einer bundesweiten Aktion vor deutschen Familiengerichten hatte für den 12. Dezember das Berliner "Bündnis für Kinder" aufgerufen. Auch in Göttingen demonstrierten am Freitag, 5 vor 12, ein Dutzend Väter, denen das Umgangsrecht mit ihren Kindern verwehrt beziehungsweise erschwert wird.
Unter dem Motto "Schlichten geht vor Richten" versuchten betroffene Väter des Arbeitskreises "Elterliche Sorge und Kindeswohl" auf ihre Situation aufmerksam zu machen.
In der Regel hätten sie nach Trennungs-, Scheidungs-, Sorge- und Unterhaltsrechtsverfahren bereits einen langen leidvollen Weg hinter sich. Neben hohen finanziellen Aufwendungen, die oftmals zum wirtschaftlichen Ruin führten, würde den Vätern entweder gerichtlich oder durch faktischen Entzug der Umgang mit ihren Kindern untersagt beziehungsweise unmöglich gemacht.
An diesem Tag ging es jedoch weniger um Einzelschicksale. "Wir fordern humanere Wege im Umgang mit Familienangelegenheiten. Die vor Gericht ausgetragenen Trennungen, oftmals durch die Anwälte der emotionsgeladenen Parteien noch richtig angeheizt, sind bezüglich des Kindeswohls keine Lösung", ereiferte sich der Vorsitzende des Arbeitskreises, Werner Korte. Juristen lebten nun einmal vom Streit und seien auch ausbildungsbedingt gar nicht in der Lage, eine gütliche Einigung mit allen Beteiligten voranzutreiben.
Unbestritten ginge ein Streitszenario auf Kosten der Kinder, erklärte Korte weiter. Vordringliche Forderung sei daher der Aufbau von Einrichtungen zur Beilegung - zumindest einer Schadedensbegrenzung - des familiären Dramas.
Bild: Transparent "Schlichten statt Richten"
Danke an Werner Korte, Tel.+Fax 0551-631 981, und den Eltern vom Arbeitskreis "Elterliche Sorge und Kindeswohl"
Berichterstattung Braunschweig steht noch aus.
Aktion in Hildesheim wurde verschoben auf den 19.12.1997
Düsseldorf
BILD - Düsseldorf
Protest gegen die Justiz in Düsseldorf
Demo der weinenden Väter - Wir wollen unsere Kinder sehen
Es sind gestandene Männer. Aber über ihre Gesichter laufen Tränen. Überall in Deutschland demonstrierten gestern (Tag der Menschenrechte) traurige Väter vor Familiengerichten: "Schluß mit dem Umgangsboykott!" Das Verbot, das eigene Kind zu sehen.
In Deutschland gibt es fünfmal mehr alleinerziehende Frauen als Männer. "Unfair" klagten die rund 30 Väter vorm Düsseldorfer Gericht in der Mühlenstraße. Organisator Pierre Sens (37): "Das Umgangsrecht mißachtet Menschenrechte! Kinder können nicht frei entscheiden, wir Väter werden gar nicht gefragt - im Zweifelsfall für die Mutter." Pierre Sens hat seinen Daniel (2) seit zehn Monaten nicht mehr gesehen. "Meine Ex-Partnerin erlaubt es nicht. Die Justiz pennt seit Februar."
Wenn Hubert Spitzner (49) von Tochter Alisha (9) spricht, hat er Tränen in den Augen: "Ich darf sie einmal im Monat sehen, aber meine Ex-Frau sagt einfach "nein". Soll ich das Mädchen etwa im Streifenwagen abholen lassen?"
Die tragische Geschichte von Manfred Rothaupt (34): Mitten im Scheidungskrieg behauptete seine Frau, er habe die beiden Töchter (7 und 9) mißbraucht. "Erst nach zwei Jahren konnte ich meine Unschuld beweisen. In der Zwischenzeit mußte ich jeden Kontakt abbrechen. Gerichte haben mich im Stich gelassen."
Weihnachten - für die Väter ein Fest der Einsamkeit. Darum hatten sie Geschenke für ihre Kids mitgebracht, wollten, daß die Familiengerichte die Pakete an die Sprößlinge weitergeben - aber niemand ließ sich bei der Demogruppe blicken. Gerichtssprecher Michael Schönauer: "Wir wollen uns auf keine Seite schlagen. Außerdem sind wir kein Postamt ...
Für diese Väter wird es ein einsames Weihnachtsfest. Familienrichter sollten die Geschenke an die Kinder überbringen - keiner nahm sie an.
WZ - Westdeutsche Zeitung, 13.12.1997
Elterndemonstration vor dem Amtsgericht
Weihnachten ohne Kinder hat für viele Elternteile einen traurigen Beigeschmack: "Papa - wo bist Du? Mama - wo bist Du? - Schluß mit dem Umgangsboykott" - so lautete das Motto auf der gestrigen Demonstration vor dem Amtsgericht.
"Entrechtete" Elternteile, denen der Umgang mit ihren Kindern von den Gerichten untersagt wurde, demonstrierten gestern auch in Düsseldorf.
Höhepunkt des Protests, der pünktlich um 11 Uhr begann, war eine symbolische Geschenkübergabe: Die vom Umgangsboykott betrofenen Elternteile forderten die hiesigen Familienrichter auf, die Weihnachtspäckchen an die Adressaten weiterzureichen.
(Bemerkung Pierre Sens: hier fehlt der Hinweis, daß diese es abgelehnt haben, die Geschenke anzunehmen)
Bericht Rheinische Post steht noch aus.
Vielen Dank an Pierre Sens und den anderen Eltern in Düsseldorf.
Gelsenkirchen
Ruhr Nachrichten vom 13.12.1997
(Großes Bild)
Schluß mit dem Umgangsboykott! fordert das "Bündnis für Kinder" mit einer bundesweiten Aktion, an der sich in rund 100 Städten mehr als 1.000 Eltern beteiligen, die ihre Kinder nicht sehen dürfen. In Gelsenkirchen rief der Verband "Dialog zum Wohle des Kindes Ruhrgebiet" gestern um 5 vor 12 am Amtsgericht Gelsenkirchen zu einer Mahnwache gegen den Umgangsboykott auf. Außerdem überreichten sie den Familienrichtern symbolisch Päckchen, die sen den eigenen Kindern zum Fest nicht schenken können. Die Veranstalter wiederholen die Aktion heute zur selben Zeit vor dem Hans-Sachs-Haus in der Ebertstraße.
Für Gelsenkirchen sind zwei Presse-Berichte
erschienen:
Ruhr-Nachrichten Bürsche-Zeitung gleiches Bild gleicher
Text. (siehe obens)
Im Radio REL und WDR 2 morgens ein Bericht mit kurzer Wiederholung über GE, dann Berichte von den Städten Essen, Duisburg, Duesseldorf und Vor-Ort-Berichte zwischen der Aktuellen-Stunde.....
Bundesweit 5 vor 12 - Weihnachtsbotschaft 97 - Nachlese - Presseerklärung DIALOG
Weihnachtsbotschaft Live ... erstmals in Gelsenkirchen - 5 vor 12
Dialog zum Wohle des Kindes Ruhrgebeit e.V. & T.S.B. PaMaDI NRW (Künstlerinitiative ) und 20 befreundete Organisationen folgten dem Aufruf von * Parents Forever Germany * der bundesweiten Aktion von Weihnachtsbotschaften von Trennungs-/Scheidungs-betroffenen Müttern & Vätern , die ihre Kinder lieben, aber zu Weihnachten nicht sehen dürfen in Form von Geschenkpaketen, die am 12.12.97 um 5 vor 12 die Familien aufzusuchen um Ihre Weihnachtsbotschaft an ihre Kinder zu übermitteln , wodurch sich durch die sehr starke Beteiligungsresonanz ein Medienspektakel in den beteiligten Städten entpuppte .
Die Resonanz der beteiligten Organisationen in Dresden, Leipzig, Berlin, Hamburg , Lübeck , Flensburg, Hildesheim, Bad Salzungen, Göttingen, Braunschweig, Düsseldorf, Gelsenkirchen, Münster, Coesfeld, Osnabrück, Köln, Aachen, Frankfurt, Darmstadt, Wiesbaden, Heidelberg, Stuttgart, München, Erlangen war überwältigend - zumal Eltern aus Hattingen, Dienslaken, Essen und Herten sich der GE Aktion angeschlossen hatten.
In Gelsenkirchen wurden die Mütter, Väter und Kids von der Gerichtsdirektorin empfangen, indess aber die Weihnachtsbotschaft in Form von Paketen Ihrerseits nicht angenommen wurde mit der Bitte um Weiterleitung durch die zuständigen Familiengerichte mit Begründung das das Gericht die Portokosten nicht übernehmen könne.
Am 2. Tage der Aktion wurde diese in Gelsenkirchen vor dem Hans-Sachs-Haus wiederholt, dieses aber auch mit einer Vorankündigung an die zuständigen Behörden, Parteien ... und mit Wissen des Kinderbeauftragten von GE, Herrn Berhard Müller .
Den Medien möchten wir für die hervorragende Unterstützung recht herzlich danken.
Ein besonderer Dank gilt dem Familien Report vom "Offener Kanal Braunschweig", der sich sehr intensiv mit den betroffenen Müttern und Vätern und deren Nöten beschäftigte.
Es hat sich gezeigt, daß wir unter dem Slogan * Parents Forever Germany * seit der Gründung 3./4.5.97 auf dem richtigen Wege sind , sprich das sich in unserem Kreise der Trennungs-/Scheidungs-betroffenen Mütter und Väter, aber vor vor allem bei den Kindern reichlich etwas bewegt, wenn man Sie unterstützt und veranlaßt, noch intensiver in der Öffentlichkeit präsent zu sein ... DIALOG begleitet Sie... und bietet... Hilfestellung zur Überwindung der wahnsinnigen Angst... die Schallmauer der Scham zu ... durchbrechen.
10 Jahre Dialog , ein runder Geburtstag in diesem Jahr... (Gründung 1987 in Bochum unter Wolfgang Schulz ) Dialog zum Wohle des Kindes Ruhrgebiet feiert ... 10 Jahre Lobbyarbeit für Kinder in Deutschland, 10 Jahre DIALOG Abeitskreise, 10 Jahre öffentliche DIALOG Vortragsveranstaltungen, 10 Jahre Dialog Fachtagungen, 10 Jahre Dialog Magazin, 10 Jahre Dialog Gesprächskreise, 10 Jahre Hilfe zur Selbsthilfe, Veranstaltungen von Benefiz Galas, kooperatives Mitglied der AWO und verbündet mit Parents Forever Germany.
Am 18.12.97 Anlaß gibt unsere Jahresabschlußfeier zu veredelt. Gefeiert wird im DGB-Haus der Jugend, Einlaß ab 17.00 Uhr , Kartenhotline 0209-14 23 00.
In diesem Sinne: Kinderseelen weinen Tränen, die man nicht sieht !
Dialog zum Wohle des
Kindes Ruhrgebiet e.V.
T.S.B. PaMaDi NRW
Vielen Dank an Manfred Swars und dem Dialog Ruhrgebiet und den anderen Eltern in Gelsenkirchen.
Münstersche Zeitung, Sa./So. - 13./14. Dez. 1997
"Väteraufbruch für Münster" protestierte
Kinderlose Väter im Regen stehen gelassen
Münster (VCB) - Vor Gericht sehen sie sich buchstäblich im Regen stehen gelassen - und dies nicht nur gestern bei naßkalter Witterung vor dem Amtsgericht Münster.
Denn die Mitglieder des Vereins "Väteraufbruch für Münster" verbindet das Verbot, ihre Kinder nicht sehen zu dürfen. Meistens in Folge einer Scheidung wird das gemeinsame Kind zum Zankapfel. Besuchszeit und -recht vor Gericht ausgefochten und im schlimmsten Fall ein völliges Kontaktverbot erlassen.
"Dabei entwickelt sich der Vorwurf des Kindesmißbrauchs immer stärker zu einem Totschlag- Argument," erklärte Christian Blümel, Mitglied im Bundesvorstand der Organisation. Auch gegen die Arbeit des Vereins werde immer wieder vorgebracht, daß Kinderschänder in seinen Reihen seien. "Das ist nicht wahr. Wir wenden uns ganz entschieden gegen jeden Kindesmißbrauch und würden keinen Täter im Verein dulden," unterstrich Blümel.
Zusammen mit anderen Vätern hatte er sich gestern zu einer kleinen Protestversammlung vor dem münsterschen Familiengericht versammelt. "Väter verarbeiten ihre Trennungssituation meistens ganz still", erläuterte er die geringe Teilnehmerzahl - obwohl der Verein allein in Münster 43 Mitglieder hat. Mit Flugblättern, Plakaten und einer Gartenschlauch-Trompete wollten die zwangsweise kinderlosen Väter auf ihre Aktion aufmerksam machen. "Schluß mit dem Umgangsboykott!" war ihre Botschaft an die vorübergehenden Passanten.
Auch im Internet ist der Verein vertreten, wobei Rainer Busch aus Lippstadt, selbst Betroffener, die Internetseiten betreut. "Ich darf meine Kinder seit fünf Jahren nicht mehr sehen", berichtet Manfred Kauling. Daher hat er ein Geschenk mitgebracht, das er beim Amtsgericht abgeben wollte - zur Weitergabe an sein Kind.
Doch der Pförtner des Amtsgerichtes schien von diesem Ansinnen wenig begeistert und beförderte das Päckchen vor die Tür - zu den durchgeregneten Vätern.
Bild: Gruppenfoto und Transparente, Unterschrift: Auf die Situation von Vätern, die per Gerichtsentscheid ihre Kinder nicht sehen dürfen, wollte gestern der Verein "Väteraufbruch für Kinder" vor dem Amtsgericht Münster aufmerksam machen.
Vielen Dank an Christian Blümel - Tel.+Fax 0251-263 96 95, und dem Väteraufbruch für Kinder - Bundesverband - und den anderen Eltern in Münster.