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Presse-Resonanz auf die bundesweite Weihnachts-Aktion
1997
Schluß mit dem Umgangsboykott !
- Frankfurt, Wiesbaden, Darmstadt, Stuttgart und München
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Frankfurt am Main
Veranstaltung fand stand, 10 Teilnehmer im OLG Frankfurt, keine Presseberichte.
Annahme der Geschenke wurde verweigert, sie werden jetzt an den obersten Dienstherrn, den hessischen Justizminister Ruppert von Plottniz geschickt mit der Bitte, die Geschenke zu verteilen - natürlich mit Information der Öffentlichkeit.
Interner Bericht auf Anfrage.
Danke an Michael Pyper, Väteraufbruch Frankfurt am Main, und den beteiligten Eltern.
Wiesbadener Tagblatt 12.12.97
Väteraufbruch
red. - „Wir müssen verhindern, daß viele alleinerziehende Mütter den gemeinsamen Kindern den Vater vorenthalten“ - mit diesem Ziel beschäftigt sich die Initiative „Väteraufbruch Wiesbaden“. Die Initiative plant den Zusammenschluß als Verein; am Freitag, 12. Dezember, will der "Väteraufbruch“ mit einem Informationsstand in der Webergasse / Ecke Langgasse von 11 bis 15Uhr auf die derzeitige Situation der Väter im Kindschaftsrecht informieren.
Wiesbadener Tagblatt, 13.12.1997, S. 14
Väter fordern mehr Rechte für die Kinder
tmb. – Mit einem Stand in der Langgasse machten gestern Mitglieder des Vereins "Väteraufbruch für Kinder“ auf die Neugestaltung des Sorgerechts aufmerksam. Wie David Albrecht von der Frankfurter Filiale des Vereins den Passanten erklärte, sei das neue Gesetz gut gemeint. Er befürchtete aber eine Umkehrung der löblichen Absichten ins Gegenteil. „Unser Gegner sind die Familienrichter,“ so Albrecht. Es werde auch weiterhin nach einer Scheidung so sein, daß die Väter nur unter größten Komplikationen, wenn überhaupt, ihre Kinder sehen könnten. Trotzdem werde aber eine pünktliche Unterhaltszahlung für die Mütter erwartet. Da stimme etwas nicht, so die Väter-Initiative.
Dem Verein gehe es in erster Linie um die Kinder, betonte Albrecht. Es könne nicht sein, daß die Konflikte zwischen den Eltern auf Kosten der Kleinen ausgetragen würden. Wer ohne Vater aufwachse laufe Gefahr, als Erwachsener eine ganze Reihe von Schwierigkeiten zu bekommen: Von Partnerschaftsproblemen bis zum Abgleiten in die Kriminalität reiche die Palette der möglichen Komplikationen.
Ein weiteres Anliegen der Organisation ist es, den nicht-ehelichen Kindern den Umgang mit ihren Vätern zu erleichtern und ihnen einLeben mit beiden Eltern zu gewähren.
Wiesbadener Kurier, 13.12.1997, S. 4
Väter demonstrierten für gemeinsames Sorgerecht
WIESBADEN (red) Auch in Wiesbaden gingen Väter am Freitag auf die Straße und demonstrierten für mehr Rechte in Sorgerechtsstreitigkeiten. Mit Kundgebungen vor Familiengerichten und Infoständen in Fußgängerzonen (unser Bild) wollten Vätervereine unter dem Motto "Schöne Bescherung" Mißstände anprangern. In 85 Prozent aller Scheidungsfälle werde das Sorgerecht nur einem Elternteil zugesprochen, fast immer der Mutter, sagte der Vorstandssprecher des Dachverbandes der Vätervereine "Bündnis für Kinder". Es gebe in Deutschland jährlich 200.000 Trennungswaisen. Im Interesse der Kinder müsse sich etwas ändern. Das neue Kindschaftsrecht, das im Juli in Kraft treten soll, sei ein Schritt in die richtige Richtung. Richter sollten aber auch per Gesetz verpflichtet werden, bei Scheidungen ein gemeinsames Sorgerecht zu verankern. Auch müßten Gerichte konsequenter gegen "Umgangsboykotte" durch Mütter vorgehen.
Foto: Vater mit Kind auf den Schultern, Luftballons
Danke an David Albrecht und Michael Schrohe und den beteiligten Eltern.
Darmstadt
Drei Teilnehmer, Besuch des OLG Darmstadt, Geschenke werden zurückgewiesen.
Nach dem Gespräch im OLG verteilten wir ca. 200 Flugblätter und etwa 10 Spiegel zum Thema: Vaterlose Gesellschaft, leider kein Presseecho.
Danke an Horst Schmeil
Stuttgarter Nachrichten, 13.12.1997
Proteste gegen alleiniges Sorgerecht
Väter und Mütter demonstrieren gegen den "Machtmißbrauch'' auf dem Rücken der Kinder
Ein "Bündnis für Kinder'' hat am Freitag bundesweit gegen das Sorgerecht für bei nur einem Elternteil lebende Kinder demonstriert. Vor das Stuttgarter Familiengericht legten Eltern symbolisch Weihnachtsgeschenke für ihre Kinder.
Es ist ein kleines Häuflein Männer und Frauen, das sich am Freitag mittag vor dem Amtsgericht an der Hauffstraße versammelt, doch ihre Forderung ist gewichtig "Wir wollen, daß die Latte für die Erteilung des alleinigen Sorge- und Umgangsrechtes höher gelegt wird'', sagt Thomas Sochart vom Verein Väteraufbruch. Sein Vorwurf: das geltende Familienrecht verführe, wenn sich die Eltern eines Kindes trennten, zum Machtmißbrauch - vor allem durch die Mütter: "Überspitzt gesagt ist das doch so: Postkarte genügt, und der Alte ist weg.''
Um gegen diese in den Augen des Väteraufbruchs "unwürdigen Zustände'' zu demonstrieren, gaben die Väter und Mütter symbolisch Weihnachtsgeschenke für ihre Kinder zur Weiterleitung ab. Der Leiter des Familiengerichtes, Christoph Strecker, nahm die Päckchen zwar nicht an, weil "wir nicht die richtige Adresse dafür sind und das nicht unsere Aufgabe ist'', ließ sich aber auf eine halbstündige Diskussion mit den Demonstrierenden ein. Dabei wies er deren Vorwürfe als pauschal und ungerechtfertigt zurück.
1996 wurden vor dem Amtsgericht Stuttgart 976 Ehen geschieden; in 545 Fällen wurde das Sorgerecht und in 44 Fällen das Umgangsrecht geregelt. In 70 Prozent dieser Fälle erhielt die Mutter das Sorgerecht, in 10 Prozent der Vater, in 20 Prozent der Fälle beide Eltern. "Der überwiegende Teil der Eltern'', sagt Richter Strecker, "trennt sich gütlich und findet eine Lösung beim Sorgerecht - ohne Gerichtsbeschluß.'' Es gebe diese Fälle, in denen "die Mutter ihr Kind als Geisel nimmt'', genauso wie diejenigen, bei denen "der Vater froh ist, sein Kind loszuwerden'' - aber dies sei die Ausnahme, keinesfalls die Regel.
Mit dem neuen Kindschaftsrecht, das zum 1. Juli kommenden Jahres in Kraft tritt, erhalten beide Eltern das gemeinsame Sorgerecht für ihr Kind, unabhängig davon, ob sie verheiratet sind oder nicht. Eine Prüfung durch Gerichte ist nur dann vorgesehen, wenn ein Elternteil die alleinige Sorge beansprucht. Das Kind erhält einen gesetzlich verbrieften Anspruch auf ein "Umgangsrecht'' mit Vater und Mutter. Michael Isenberg
Stuttgarter Zeitung, 13.12.1997
Demonstration des Vereins Väteraufbruch für Kinder Stuttgart e.V.
Väter demonstrieren gegen alleiniges Sorgerecht
Bundesweite Aktion in 25 Städten - Symbolisch Weihnachtsgeschenke im Hof des Amtsgerichts niedergelegt
Der Verein "Väteraufbruch für Kinder e. V.'' hat gestern Vormittag in 25 deutschen Städten gegen das alleinige Sorgerecht nach Scheidungen protestiert. In Stuttgart kamen rund 40 geschiedene Familienväter in den Innenhof des Stuttgarter Amtsgerichts an der Hauffstraße, um symbolisch Weihnachtsgeschenke an die Familienrichter zu übergeben.
Diese, so der Hintergrund der Aktion, sollten die Pakete an ihre Kinder weiterleiten, mit denen sie seit der Scheidung keinen Umgang mehr haben dürfen. Familienrichter Christoph Strecker nahm die Geschenke zwar nicht an, diskutierte jedoch mit den Demonstranten. "Das muß man ihm hoch anrechnen'', sagte Thomas Sochart, einer der Organisatoren der Stuttgarter Demonstration. "In anderen Städten haben es die Familienrichter vorgezogen, sich heute in den Urlaub zu begeben.'''
In Deutschland sei die Möglichkeit für einen Elternteil, nach Scheidung das alleinige Sorgerecht zu bekommen, zu leicht, sagte Sochart. "Wir fordern von der Regierung, daß die Normen, die eine solche Entscheidung rechtfertigen, differenzierter geregelt werden'', sagte Sochart und verwies auf Schwedem, wo der Anteil von Elternteilen, die das alleinige Sorgerecht für Kinder hätten, viel geringer sei als in Deutschland, Österreich oder der Schweiz. Für die normale Entwicklung von Kindern sei der Kontakt zu beiden Elternteilen notwendig. hsw
Danke an Thomas Sochart und Georg Nassos, Väteraufbruch für Kinder Stuttgart, und den anderen Eltern
München
Aktion unter dem Motto “Schluß mit dem Umgangsboykott - Papa wo bist Du/Mama wo bist du” ordnungsgemäß angemeldet und durchgeführt.
Am 12.12. "5 vor 12" wurde von 3 betroffenen Vätern versucht, dem Vormundschaftsgericht München Geschenke an ihre Kinder zu übergeben. Jeder Vater hatte einen vorbereiteten schriftliche Antrag auf einstweilige Verfügung in der Hand. Nach Rücksprache mit dem Gerichtspräsidenten wurde die Annahme verweigert..
Es wurden 800 Flugblätter und 10 Presskits verteilt.
Vielend Dank an Klaus Rosenauer und Klaus Weigelt vom Väteraufbruch für Kinder München und den anderen beteiligten Eltern.