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Ein zynischer Trend - Selbstverwirklichung durch Mutterschaft ... ???
Wenn es nach der derzeitigen Gesetzeslage in Deutschland geht, wird zunehmend ein Zustand beobachtet, der sich als "Geschäft" für eine wachsende Zahl von Frauen entwickelt. Das Schlagwort SdM - Selbstverwirklichung durch Mutterschaft wird juristisch bisher sehr stiefmütterlich behandelt.
Der Trick: Allein lebende Frauen interessieren sich zunehmend an erster Stelle für ein Kind, und wenn danach noch Interesse besteht, erst an 2. Stelle für den dazugehörigen Partner. Ein so "gehörnter Vater" hat dann im weiteren Verlauf des Erwachsenwerdens des Kindes nur noch eine Aufgabe: Zahle was das Zeug hält". In den partnerschaftlichen Beziehungen wird dem Vater oft vorgetäuscht, daß ein gemeinsames Familienleben von Seiten der Mutter geplant ist. Allerdings stellt sich nach der Geburt des Kindes oft schnell heraus, daß er, der zuküftige Vater, keine Zukunft mehr hat.
Der Vorteil für die Mutter: Sie kann sich auf das derzeit geltende Unterhaltsrecht berufen, so daß die Wahrscheinlichkeit derzeit sehr hoch liegt, daß sie den "ausgemobbten Vater" mit Unterhaltsklagen bombardieren kann, somit existenzbedrohliche Zustände für den Vater schaffen kann. Der Gesetzgeber unterscheidet nicht zwischen nichtehelichen Vätern, die aus einer ehemals intakten Beziehung kamen und denjenigen, die "über das Bett" gezogen wurden. Ein interessantes Zusammentreffen von "Vater Staat" und Müttern, die ein Hochpunkt im Zynismus darstellt.
Auswirkungen auf die Kinder: Die aus dieser Konstellation hervorgehenden Kinder kennen ihre Väter meist nicht. Sie geraten mit zunehmenden Alter in Identitätskrisen und Loyalitätskonflikte.
Kurt Szymanski, Berlin
Siehe auch: "Bislang kaum beachtetes Gesetz gewährt ledigen Müttern drei Jahre Unterhalt vom Vater: Die neue Babyfalle" (Focus 6/96)