paPPa.com trauert um Frank Dachtler und um Nicole Walter:
| Frank ist
tot
Am 13. Juni 2001 erreichte uns die Nachricht, dass unser Vereinsmitglied Frank Dachtler nicht mehr lebt. Die Bemühungen seit November 1998, seinen beiden Kindern weiterhin Vater sein zu dürfen, waren seit mehr als anderthalb Jahren durch jeglichen Kontaktabbruch gescheitert. Frank durfte seine geliebten Kinder nicht mehr sehen ... Jetzt konnte und wollte er nicht mehr, er sah keine Perspektive ... Ein weiterer Fall auch des Versagens von Jugendhilfe und Familiengerichtsbarkeit - der erneut sicherlich ohne Konsequenzen bleiben wird. Franks Kinder haben ihren Vater verloren, weitere zigtausende werden folgen. |
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Inhalt:
Date sent: Wed, 13 Jun 2001
Subject: Warum musste es so weit kommen?
Liebe Betreiber der Seite paPPa.com,
ich gehe einfach davon aus, dass Ihnen der Name "Frank Dachtler" ein Begriff ist. Leider muß ich Ihnen mitteilen, dass Frank nicht mehr unter uns ist. Er hat seine letzte Ruhe an der atlantischen Küste in Frankreich gefunden.
Er hat mir ein Schreiben mit folgendem Wortlaut hinterlassen:
"Hiermit teile ich Ihnen mit, dass Frank-Alexander Dachtler, Vater von Ann-Kathrin und Sarah-Victoria am ? (09. oder 10.06.01) gestorben ist."
Angesichts dessen, dass Frank für uns (meine Familie) mehr als ein Freund war, will ich hierzu Stellung nehmen!
Frank hat uns nicht aus Zufall verlassen. Er war ein liebevoller und sehr (vielleicht zu) gefühlvoller Mensch den wir schrecklich vermissen werden.
Durch seine familiären Probleme, genauer gesagt, durch die aus unserer Sicht mutwillige Trennung von seinen zwei Kindern wußte er keinen anderen Ausweg, als sein Leid zu beenden.
Meine Frau hat es wörtlich so formuliert: "Es hat ihm das Herz gebrochen!"
Wir hatten viele gemeinsame Monate mit Frank erlebt und wollen diese auch nie missen. In vielen Stunden hat er uns von seinen Problemen berichtet. Leider konnten auch wir ihm, wie es jetzt scheint, nicht wirklich helfen. Frank konnte das unendliche Warten auf seine Kinder - denken wir - einfach nicht mehr ertragen. Er hat alles mögliche getan, um seine Kinder zu sehen, was ihm später auch noch verwehrt wurde.
Ihm wurden Sachen zur Last gelegt (vom RA der geschiedenen Ehefrau), die wir als unwahr bestätigen können. Er war aus unserer Sicht eine starke Persönlichkeit die an ihrer Trauer und dem Schmerz zerbrochen ist.
Wie gerne würden wir die Uhr ein Stück zurück drehen, um ihn von dieser Tat abzuhalten! Wir werden (müssen) seine Entscheidung akzeptieren, werden sie in dieser Härte aber nie ganz verstehen können.
Traurige Grüsse von einem sehr guten Freund
Matthias L.
karin.jaeckel@t-online.de - 13 Jun 2001
Ich habe Frank Dachtler nur per eMail, jedoch schon seit der Zeit gekannt, als er seine Strafe erwartete, mit der er für das Kidnapping seiner Kinder zu rechnen hatte.
Eine seiner ersten eMails, die er mir schrieb, war ein Aufschrei aus tiefster Verzweiflung, zugleich aber immer noch von der Hoffnung erfüllt, dass die Mutter seiner Kinder doch nicht so gemein sein könne, ihn als Vater doch nicht einfach so ausradieren könne, doch irgendwie zur Vernunft kommen müsse, dass es doch um die Kinder ginge, die ja nichts dafür könnten, dass ihre Eltern sich nicht mehr lieben, dass die Richter dieses Spiel doch durchschauen müssten.
In der nachfolgenden Zeit erlebte ich mit, wie Frank Dachtler sich in diesem verzweifelten Kampf um die Kinder von einem leidenschaftlichen Hoffnungsträger mit großem Siegeswillen in einen vor Schmerz, Wut und unerträglicher Ohnmacht brüllenden Michael Kohlhaas verwandelte. Seine Trauer, sein Aufbegehren gegen den Verlust seiner Kinder, sein Widerstand gegen die Paragraphenklauberei der Justizbeamten und seine in glühende Wut umgeschlagene einstige Liebe zu der Mutter seiner Kinder erschienen mir elementar. Zwischen den oft radikal wirkenden Zeilen, die er mir schrieb, um wenigstens durch diese Wutattacken und Aufschreie ein wenig von dem Druck abzulassen, unter dem seine Persönlichkeit litt, schwang sehr deutlich die suizidale Gefährdung mit.
Obwohl ich keine Psychologin bin, war er für mich ein lehrbuchhaftes Beispiel dafür, wie ein Mensch unter dem Pressdruck eines unabänderlich immer unerträglicher werdenden, scheinbar auswegslosen Lebens zu der einzigen, letztmöglichen freien Entscheidung findet, mit der er sich selbst und der Aussenwelt ein letztes Mal beweisen kann, dass er nicht hilflos, nicht ohnmächtig, nicht für immer und ewig unterdrückt ist. Zweimal gelang es mir, ihn kurz vor dem letzten Schritt zum Innehalten zu bewegen.
Selbstmord ist ja selten das Zeichen dafür, dass ein Mensch keine Wünsche mehr an das Leben hat und wirklich nicht mehr leben will. Es ist vielmehr das Zeichen dafür, dass ein Mensch so nicht mehr leben will, wie er zu leben gezwungen ist. Sich selbst dieses Leben zu nehmen, heisst es aus eigenem Entschluss zu beenden und sich aus der Unerträglichkeit der erduldeten Fremdbestimmung zu befreien, indem ein allerletztes Mal eine selbstbestimmte Entscheidung getroffen und in einem allerletzten Kraftakt durchgeführt wird.
Für Frank Dachtler mag diese Entscheidung als der letztmögliche Schritt in die letztmögliche Freiheit erschienen sein. Für seine Kinder ist sein Schritt der erste Schritt in die lebenslange Qual der Warum-Fragen.
Warum-Fragen dieser Art habe ich hundertfach gehört, als ich meine Bücher "Der gebrauchte Mann", "Im Stich gelassen" und "Furcht vor dem Leben" recherchierte.
Warum-Fragen wie:
Fragen, die niemand mehr beantwortet. Fragen, die quälen und ängstigen, sich auswirken auf die Sicherheit der Kinder im Leben, auf ihre eigene Liebesbeziehung und später auf ihre eigenen Kinder. Der Suizid des Vaters (ebenso wie der Mutter) ist eine Erfahrung, die Vertrauen zerstört und eine Angst vor dem Leben erzeugt, die Kinder und Jugendliche nur allzu oft den Lebensmut und jede Zuversicht in die eigene Kraft verlieren lässt und alle Energie in eine Spirale aus verzweifelt machtloser Aggressionen verwandelt. Traurig oft richtet sich diese gegen sich selbst.
Für Frank Dachtler war dieser Tage der Moment des Loslassens gekommen. Ob seine Kinder diesen Moment auf de Suche nach dem Vater und der eigenen Identität jemals finden, bleibt fraglich. Und ob es das war, was der Vater sich ersehnte? Ich kann es nicht glauben.
Gewiss ist, Frank Dachtler war ein verzweifelter Mann. Am Ende aller Hoffnung. Fertig von diesem Leben und mit diesem Leben, am Ende eines schweren Kampfes, ohne Hoffnung auf Besserung. Er hat sich allen Fragen entzogen, um endlich Ruhe zu finden.
Die Mutter seiner Kinder ist es, die eines Tages auf dem Prüfstein stehen wird und sich von ihnen fragen lassen muss: "Mama, warum hat Papa das getan? Warum hast du ihm das angetan? Warum hast du es uns angetan? Warum hast du uns nicht mehr geliebt?" Ob die Mutter darauf überzeugende Antworten hat? Ich glaube es nicht.
Nur die Verantwortlichen in der Justiz und in den sozialen Diensten werden ihre Hände in Unschuld waschen. Die in der Justiz haben die Verantwortung an Gutachter und Jugendamtsamtsexperten abgegeben. Schliesslich haben sie vom obersten Gericht die Anweisung erhalten, keinen Schritt von der Expertise der psychologischen und sozialen Experten abzuweichen. Die Experten aber haben nur nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt und die Verantwortung an die Justiz abgegeben. Schliesslich ist ein Urteil zu fällen Sache des Gerichts. Die Schuld ist ein Chamäleon. Sie färbt sich passend zu jedem beliebigen Hintergrund um. Und wer gewohnt ist, über die Schuld der Anderen zu richten, vergisst leicht die eigene.
Mein Gedanke an Frank Dachtler, den ich leider nicht mehr lebend antraf, als ich aus Washington DC zurückkam, wo ich für das Recht aller Kinder auf ihre beiden Eltern gekämpft habe, ist ein kleines Wortbild, an das sein Name mich erinnert.
Dachtler, der Dochte Macher, dessen Docht heruntergebrannt und dessen Flamme erloschen ist. Im Geist werde ich ihm und meinen anderen Bekannten, die wie er an der Liebe gescheitert sind, manchmal, wenn ich spät nachts noch an meiner Arbeit sitze, eine Kerze anzünden.
Karin Jäckel
Junginger Ex-Ortsvorsteher wegen Kindesentziehung verurteilt
Aus Verzweiflung entführt - Zehn Monate Bewährungsstrafe
für Frank-Alexander Dachtler
Die Kurzschlusshandlung eines Verzweifelten - so hat der ehemalige Junginger Ortsvorsteher Dachtler die Entführung seiner Töchter nach Rumänien vor dem Amtsgericht Mannheim dargestellt. Der Richter verurteilte ihn zu einer Freiheitsstrafe von zehn Monaten auf Bewährung.
CIRIN KOLP
Frank-Alexander Dachtler will für seine beiden Töchter nur das Beste. Das versichert der ehemalige Junginger Ortsvorsteher ebenso eindringlich wie unermüdlich. Was das Beste für die mittlerweile zwei und drei Jahre alten Mädchen ist, glaubt der Vater ganz genau zu wissen - und zur Durchsetzung dessen hat er zu einem ungesetzlichen Mittel gegriffen: Am 27. März 1999 holte er seine Töchter in der Mannheimer Wohnung seiner von ihm getrennt lebenden Ehefrau ab, brachte sie aber nicht zum vereinbarten Zeitpunkt zurück, sondern flog mit ihnen nach Sibiu in Rumänien (wir berichteten). Zwei Monate blieben er und die Kinder spurlos verschwunden. Die Ehefrau, die nichts über den Verbleib ihrer Töchter wusste, schaltete Interpol ein. Dachtler stellte sich schließlich am 27. Mai im deutschen Generalkonsulat in Rumänien.
Seine Frau vernachlässige die Kinder, die sich zudem vor allem zu ihm als Vater hingezogen fühlten, deswegen habe er sich zu der - im Übrigen gut vorbereiteten - Entführung hinreißen lassen, argumentierte er vor dem Amtsgericht Mannheim, wo er gestern wegen Kindesentziehung angeklagt war. Seine Frau, die das alleinige Aufenthaltsbestimmungsrecht für die Kinder hatte, sei unzugänglich für seine Versuche gewesen, das Sorgerecht gemeinsam auszuüben, habe Termine platzen lassen und ihm auch sonst im Umgang mit den Mädchen allerhand Steine in den Weg gelegt. "Ich habe gedacht, wenn die Kinder mal weg sind, ist sie zum Einlenken bereit'', sagte er. Keinesfalls habe er aber endgültig mit den Töchtern untertauchen wollen. Er sei völlig verzweifelt gewesen, die Entführung mithin eine Kurzschlusshandlung.
Der Mutter hat er damit einen nachhaltigen Schrecken eingejagt. "Ich hatte wahnsinnige Angst, dass er den Kindern etwas antut'', sagte die 30-Jährige vor Gericht. Sie schilderte sich als treu sorgende Mutter und ihren Noch-Ehemann, von dem sie nur als "Herr Dachtler'' sprach, als Vater, dem sein Job als Ortsvorsteher weit wichtiger gewesen sei als seine Töchter. Nicht sie, sondern er sei schuld daran, dass die Ehe gescheitert und es nie zu einer einvernehmlichen Sorgerechtsvereinbarung gekommen ist.
Mit derlei Konflikten wollte sich der Strafrichter freilich nicht eingehend befassen. Diese schwierige Aufgabe fällt dem Familienrichter zu. An dessen Urteil solle sich Dachtler unbedingt halten, legte ihm der Amtsrichter nahe, "auch wenn Ihnen seine Entscheidung nicht gefällt''. Er jedenfalls verurteilte den 31-Jährigen, der inzwischen als kaufmännischer Angestellter arbeitet, zu zehn Monaten Freiheitsstrafe auf Bewährung. Er gestand dem Vater zu, selbst durchaus der Meinung gewesen zu sein, zum Wohl der Töchter zu handeln. Damit übernahm der Richter die Argumentation von Verteidiger Heinrich Borst. Die Liebe des Vaters zu seinen Kindern sei in diesem Fall aber zwiespältig, sagte der Richter: "Je emotionaler jemand handelt, desto schwieriger ist die Beurteilung, ob sich so etwas wiederholt.''
http://www.suedwestpresse.de/dc/html/news/news-ulm_ul/20010712ul_loka0033.htm
Donnerstag, 12. Juli 2001
Freitod - Frank Dachtler identifiziert
Der vor etwas mehr als drei Wochen an der Atlantikküste bei Brest gefundene Leichnam ist eindeutig als der von Frank-Alexander Dachtler identifiziert worden.
Eine rechtsmedizinische Untersuchung hat Klarheit gebracht: Bei dem an der bretonischen Atlantikküste gefundenen Leichnam handelt es sich um den des ehemaligen Ortsvorstehers von Jungingen, Frank Alexander Dachtler.
Wie ein Sprecher der Ravensburger Staatsanwaltschaft gestern auf Anfrage der SÜDWEST PRESSE mitteilte, hat sich der ehemalige Ortsvorsteher ganz offensichtlich mit Tabletten das Leben genommen. Fremdeinwirkung wird ausgeschlossen, Spuren äußerer Gewaltanwendung wurden nicht gefunden.
Noch steht ein abschließendes Gutachten aus. Aber alle bisher gewonnenen Erkenntnisse deuten auf eine Vergiftung durch eine Überdosis Medikamente hin. Ob Dachtler einen Abschiedsbrief hinterlassen und Gründe für seinen Freitod angegeben hat, wollte der Staatsanwalt nicht sagen. "Das geht doch zu sehr in die Privatsphäre der Familie."
Dachtler war nach seinem Ausscheiden aus dem öffentlichen Dienst in die Nähe von Ravensburg gezogen, wo er in der Firma eines Bekannten mitgearbeitet hat. Er ist 32 Jahre alt geworden und hinterlässt zwei Mädchen im Alter von drei und vier Jahren.
Wie berichtet, hatte er im März 1999 die getrennt von ihm lebenden Töchter der Mutter entzogen und war in Rumänien untergetaucht. Erst Wochen später hatte er sich freiwillig den deutschen Behörden gestellt und war zu zehn Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden. Das Sorgerecht bekam die Mutter zugesprochen, Dachtler durfte seine Töchter anfangs gar nicht und später nur stundenweise sehen und auch das nur unter Aufsicht.
HANS-ULI MAYR
Aus diesem Anlass erinnern wir an den zu frühen Tod von Gerhard Heilig im August 1998 und auch an den Selbstmord von Dr. Albrecht Schneider im Mai 1999 - beide Väter durften über Jahre ihre Kinder nicht sehen ...
Bereits am 9. April 2001 erreichte uns die Mitteilung von Bernd, Mitglied von paPPa.com:
Trauriger Anlaß - Ein trauriger Gruß an alle, die mich kennen.
Wir haben unseren Kampf gegen die Ämter und vor allem gegen die Drogen verloren: Unsere Tochter Nicole wurde am Mittwoch mit einer Überdosis tot aufgefunden; sie ist gerade mal 19 Jahre alt geworden!
Unsere Traueranzeige:
| Nach einem langen vergeblichen
Kampf gegen die Drogensucht verstarb am 4. April 2001 unsere geliebte Tochter,
Enkelin und Nichte Nicole Walter geboren am 14. Juli 1981 im Alter von
nur 19 Jahren an einer Überdosis.
Die, die ihr rechtzeitig hätten
helfen können, verweigerten die Hilfe. In tiefer Trauer gedenken ihrer ihre Mutter Isolde Wassermann und alle, die sie auch liebten. Wir werden Dich nicht vergessen! |
Es grüßt Euch voller Trauer und vor allem mit unglaublicher Wut im Bauch
Bernd
Am 14.3.2001 nahm sich Jana im Alter von 13 Jahren auf einer Kur das Leben.
Ich bin mir sicher, dass all die Zeilen und Worte, die sich hier versammeln
werden,
ein ewiges Andenken, das lebendiger nicht sein kann, ergeben werden.
Jochen Kröplin
Auszüge: " ... Letztendlich erhielt ich aber doch das Sorgerecht für Jana ... Es begann eine sehr glückliche Zeit mit Jana ...
Ein Jahr lang lebte Jana bei uns bis die ersten Probleme auftraten. ... Wir wissen es nicht exakt warum, jedoch kam Jana von einem Besuchswochenende bei Ihrer Mutter (April 2000) recht verändert zurück. Von da an überschlugen sich die Ereignisse. Jana lief von zuhause weg, behauptete wir würden sie schlagen (sogar hungern lassen) und äußerte den Wunsch zu ihrer Mutter nach Nürnberg zu ziehen. ... Jana wurde, während sie bei uns lebte niemals geschlagen. ...
Wir wissen heute aus handschriftlichen Notizen von Jana, dass ihr, bevor sie nach Nürnberg ging, ein Stichpunktzettel diktiert wurde, der Argumente gegen uns enthielt, die sie dem Familienrichter sagen sollte. Am 10. April "flüchtete" sich Jana in die Anwaltskanzlei meiner EX-Frau. Wir wissen heute ebenfalls, dass diese "Flucht" sehr gut vorbereitet wurde und wie Jana uns noch im Februar 2001 mitteilte, nur auf Drängen, tatsächlich durchgeführt wurde. ... Am 10.4.2000 zog Jana zu ihrer Mutter nach Nürnberg.
Dort schien es die ersten Wochen ganz gut zugehen, einen glücklichen Eindruck machte sie auf uns jedoch nicht. Das Verhältnis zwischen ihr und ihrer Mutter war nie ein Inniges gewesen. Schon im Juli 2000 gibt es erste massive Probleme mit ihr und ihrer Mutter, die sich im Laufe der folgenden Monate steigern. Gegen Ende des Jahres zeichnet sich immer mehr ab, das zwischen Mutter und Tochter ein psychischer Kleinkrieg geführt wird, der in vielen Telefonaten zwischen uns und einer total aufgelösten Jana versucht wird zu beenden. Janas Tagebucheinträge aus dieser Zeit sprechen eine deutliche Sprache. ... Jana ruft fast täglich bei uns an, oft weinend. Wir erleben teilweise Auseinandersetzungen direkt am Telefon mit.
Anfang Februar 2001 heißt es, Jana soll auf eine Kur Meine EX-Frau teilt uns mit, dass sie sich entschlossen hat, Jana auf eine psyochseumatische Kur zu geben, auf der das gespannte Verhältnis zwischen ihr und Jana untersucht wird. Als Kurklinik wird die Klinik Reinerzau in Alpirsbach genannt, wo Jana, die zwischenzeitlich 2 Suizidversuche hinter sich hat, angeblich in einer Art Wohngemeinschaft mit gleichaltrigen Kindern untergebracht wird. ...
... Der Klinikleitung war z.B. bekannt, dass Jana schon einen Tag vorher mit einem anderen Mädchen zusammen Selbstmord begehen wollte. Mir als sorgeberechtigter Vater wurde hierüber jedoch nichts mitgeteilt ! Wie auch ... Die Klinik hatte durch meine EX-Frau weder eine Telefonnummer noch eine Adresse von mir erhalten.
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Am 15.3.2001 gegen 14:00 Uhr erfuhren wir von Janas Tod. Seit 15.3.2001 sind wir stumm. - Seit 06.05.2001 gehen wir an die Öffentlichkeit |
Mehr Informationen zu Jana unter
Stand dieser Seite: 18.06.2001 - Fundstelle: http://www.paPPa.com/faelle/dachtler/frank-ist-tot.htm
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