Der schwierige Weg zur Wiederherstellung des Umgangs mit meinem Sohn

Was bisher geschah ...

Bemerkung:
Es geht hier nicht darum, die Mutter und die gesamte Problematik des Umgangs mit unserem nichtehelichen Sohn als "Schandfleck" unseres Gesellschafts- oder Rechtssystems darzustellen, sondern vielmehr für "Aufklärung" zu sorgen, damit  die öffentlichen Stellen/Behörden sich mal Gedanken machen, wie sie - trotz aller möglichen Konflikte zwischen den Eltern - es den Kindern ermöglichen können, den Kontakt zu beiden Elternteilen zu erhalten ...

Ich persönlich glaube, dass ich leider kein Einzelfall bin und möchte daher mit meiner, möglichst lückenlosen, Dokumentation anderen, betroffenen, Vätern Mut machen, sich für ihre Kinder und den Umgang mit ihnen weiterhin verstärkt einzusetzen. Schön wäre es sicherlich auch, wenn der ein oder andere Vater gemeinsam mit mir den Schritt in die Öffentlichkeit wagt und über sein persönliches Schicksal zu berichten weiß ...

Nur gemeinsam sind wir im Namen unserer Kinder stark! Lasst uns diese Aufgabe annehmen ...

Datum:

Ereignis:

Kommentar: 

 
Juli 1994 Kontaktanzeige von mir unter der Rubrik "Wahre Liebe" in einem Szenemagazin. "Tabaluga"=Konrad wagt einen neuen Versuch endlich seine "Minni"=große Liebe zu finden...  
Aug. 1994 Ich glaube es kaum - ist es wirklich wahr? Mehrere Treffen mit einer Frau, waren echt schön und sehr romantisch. Mehr habe ich nie gewollt, obwohl sie irgendwie in vielen Dingen anders ist. Ich habe für sie extra Sonnenblumen vom Feld eines Bauern geklaut und zu ihr auf die Arbeit gebracht... Sie ging mit mir nachts im See baden...  
Sep. 1994 Die Frau wird schwanger, hat, nach ihrem Handeln zu urteilen, schwere psychische Probleme und stellt unsere Beziehung in Frage... Ich versuche, sie zu verstehen. Die Frau wird zur Mutter (meines ?) Kindes  und will keine Familie? Ich begebe mich in eine Therapie, weil ich denke, ich bin schuld! Gleichzeitig erahne ich ihre schreckliche Vergangenheit.... Sie bricht den Kontakt ab!  
Okt. 1994 bis Mai 1995 Ich kämpfe mich durch eine Menge Literatur zum Thema "Missbrauch" hindurch. Weiterhin keinen Kontakt zur Mutter, Geburt eines Jungen Ende April 1995, erneuerter Kontaktaufbau zur Mutter meinerseits. Glück gehabt! Ich habe ihre neue Adresse und sehe den "mutmaßlichen" Sohn Ende Mai 1995 zum ersten Mal. Ich bin von ihm begeistert!!! Ich breche die Therapie ab.  
Juni 1995 bis Nov. 1995 Trotz "Nichtanerkennung des Kindes" und "Aufforderung zum gesetzlichem Vaterschaftstest" darf  ich (meinen ?) "Sohnemann" regelmäßig (alle 14 Tage ein Wochenende) sehen! Ich bin der Mutter sehr dankbar... Ende Nov. 1995 ist es amtlich: Der Junge ist unser Sohn! Ich bin überglücklich und erkenne ihn sofort (ohne Gerichtsverfahren) an. Es war sozusagen "meine" Geburt von unserem Sohn!!!  
Okt. 1995 bis  Mitte Feb. 96 Vielleicht ist es eine Fügung des Schicksals oder eine höhere Macht: Ich bin arbeitslos und kann unseren Sohn dadurch auch unter der Woche sehen. Ich bin fast häufiger bei der Mutter & dem Sohn, als zu Hause... Gleichzeitig gemeinsamer Versuch von der Mutter und mir die Beziehung neu aufzubauen.  Es ist ein wunderschönes Gefühl so einem kleinen Kerl zu helfen, die Welt zu entdecken. Ich lerne viel ueber Windelwickeln, die richtige Temperatur des Fläschens (nicht wie beim Bier ca. 8 C,  sondern handwarm!:-)) und des Badewassers. Die Vaterliebe hat mich voll in ihren Bann gezogen.  
Mitte Feb. 96 
bis April 1996
Es gibt für mich und meine kleine Familie vielleicht noch eine Hoffnung! Die Mutter und ich suchen gemeinsam  nach Möglichkeiten doch als Familie in eine Wohnung zu ziehen.  Dies und die Beziehung scheitert jedoch wiederholt an den unerfüllbaren Wünschen hinsichtlich (der Gestaltung) der Wohnung seitens der Mutter. Wenn ich mich recht erinnere: 
"Wir brauchen ein Zimmer für das Kind, eines für mich und eines für Dich, Konrad! Und das im Stadtgebiet von M.." 
(O-Ton d. Mutter) Überflüssig zu erwähnen, daß ich lieber nach dem tradionellen Konzept von Wohnung (Wohn-, Schlaf- und Kinderzimmer) und Beziehung gesucht habe! Auch wenn ich nachts schnarche :-)
 
Apr. 1996 bis März 1997 Ich sehe unseren Sohn weiterhin regelmässig, obwohl die Beziehung zur Mutter ein einziges "Auf und Ab" ist.  ( offensichtliche Selbstverletzungen der Mutter tun auch mir (und unserem Sohn?) seelisch weh!) 
Am 12.02.97 ist die Mutter; nach ihrer "Vorahnung" wieder in eine örtliche Nervenheilanstalt eingeliefert worden. Ich habe mir für den notwendigen Zeitraum Urlaub genommen und übernehme die Betreuung unseres gemeinsamen Sohnes.
Mir geht, trotz meiner guten Beziehung zu unserem  Sohn, in dieser Zeit vieles "an die Nieren" bzw. " schlägt mir auf den Magen". Ich erkläre mich gegenüber der Mutter bereit, die Kosten (ca. 4.000 DM) für die Fortsetzung ihrer Therapie für ein weiteres Jahr bei Nachweis ihrerseits zu übernehmen. Da sie diesen nicht erbringen will, führt dies jedoch zu konfliktreichen Dialogen mit der Mutter, trotzdem gebe ich ihr das o. g. Geld.  
April 1997 
bis 
Mai 1997
Die Mutter schlägt vor, gemeinsam in eine Eltern-/Paarberatung zu gehen, dies u. a. vor dem Hintergrund, dass ich versuche, eine neue Beziehung aufzubauen. Als Beratungsstelle schlägt sie den örtlichen Kinderschutzbund, bei dem sie seit ca. einem knappen Jahr in einer Eigenberatung ist, vor. Es finden insgesamt zwei Termine statt. Ein dritter Termin findet durch dringende Zahnarzttermine der Mutter nicht statt, eine Vereinbarung eines Ersatztermines durch mich scheitert an der mehrmaligen Nichtereichbarkeit des zuständigen Psychologen. In Übereinstimmung mit der Mutter setzen wir die Beratung nicht weiter fort. Meine neue Beziehung beende ich aus eigenem Entschluss. Kaum hatte ich der Mutter von meiner neuen Beziehung erzählt, begann sie mir u.a. eindeutige Angebote zu machen, die auf mich so wirkten, als wolle sie unserer Beziehung und unserer Familie noch einmal eine Chance geben... Dies führt bei mir zu Hoffnungen, doch noch einen gemeinsamen Weg zu finden und stürtzt mich gleichzeitig in einen Gewisssenskonflikt. Ich halte es gegenüber der neuen Partnerin füer faierer, diese neue Beziehung so schnell wie möglich zu beenden, was ich auch Ende April 1997 tue. Da ich keine weitere Notwendigkeit zu einer Eltern-/Paarberatung sehe, schlage ich der Mutter unter den gegebenen Umständen vor, diese nicht weiter zu forcieren. Ein regelmäßiger Umgang (alle 14 Tage ein Wochenende) mit unserem Sohn findet die ganze Zeit weiter statt und unser Sohn und ich können unsere gute Beziehung weiter ausbauen!!!  
Juni 1997 Kaum habe ich die neue Beziehung beendet, werden die Schwierigkeiten im Umgang mit der Mutter wieder groesser. Dies aeussert sich u. a. in einer immensen "Gefuehlskaelte" seitens der Mutter mir gegenueber. Ich gewinne den Eindruck, dass eine "normale" Beziehung mit der Mutter nicht moeglich ist, trotzdem realisiere ich zusammen mit unserem Sohn unsere regelmaessigen Treffen alle zwei Wochen. Ich bekenne der Mutter gegenueber wiederholt mein Interesse an unserem Sohn.  
Juli 1997 Das Drama beginnt: 

Die Mutter verwehrt mir Mitte Juli 97, trotz gegenseitiger Absprache, nach unseren endgültigen Trennung Anfang Juli 97, einen weiteren Umgangstermin mit unserem Sohn. Sie begründet dies mit der Behauptung, daß ich wiederholt die Grenzen unseres Sohnes und von ihr überschritten hätte, ohne dies allerdings genauer zu erklären! Statt dessen verweist sie auf einen gemeinsamen Termin Ende Juli 97 beim örtlichen Kinderschutzbund. 

Natuerlich nehme ich diesen Termin wahr, allerdings verläuft er für mich völlig ueberraschend: Bei diesem Termin wird von Seiten der Mutter, dem Vorschlag des beratenden Pyschologen doch wenigstens einen Tag pro Monat an Umgang und Telefongespraeche zwischen mir und unserem Sohn zu zulassen, entgegnet, dass sie das nicht will. 

O-Ton: "...Wenn ich nicht will, hast Du keine Chance, ich war schon bei meinem Anwalt..." Als Gründe für die Umgangsaussetzung nennt die Mutter in diesem Gespräch die Tatsache, daß ich unserem Sohn beim letzten Umgang das gemeinsame Bad in ihrer Wohnung versprochen hatte, ohne sie vorher um Erlaubnis zu bitten. 

Sie besteht auf der Aussetzung des Umgangs zwischen unserem Sohn und mir für ein ganzes Jahr! 

Ihr Argument: Bei der vorangegangen Paarberatung des Kinderschutzbundes wurde ihres Erachtens u. a. vereinbart, dass ich im Falle einer Trennung den gemeinsamen Sohn abhole und wieder zurückbringe, ohne die Wohnung von ihr zu betreten, usw. 

Tatsache ist: In keinem der gemeinsamen Gespräche im April 97 mit dem Kinderschutzbund wurde nachweislich über eine Art der Übergabe unseres Sohnes "verhandelt", geschweige denn eine Vereinbarung zwecks "Übergabe" getroffen. 

Mehr noch: Es gab seit der nachweislichen Aufnahme der Beratungen der Mutter durch den Kinderschutzbund im ca. Juli 96 nachweislich kein von mir geführtes Einzelgespräch mit dem zuständigen Psychologen.

Zu bemerken ist eher folgendes: Bei den Anfang Juli 1997 zwei vereinbarten Kontakten mit unserem Sohn, die ich, absprachegemäß, alleine wahrnahm, gibt es folgendes Ereignis: Die Mutter bittet mich in ihre Wohnung, nachdem ich den geplanten ersten Termin am Vormittag wegen einer "Internetsitzung" in der vorangegangenen Nacht erst am Nachmittag wahrnehmen kann und unser Sohn gerade erst von seinem Mittagsschlaf aufgestanden und damit noch nicht "übergabefähig" ist. Nach an dem letzten Termin auch gemeinsamen stattgefunden Bad von unserem Sohn und mir in der Wohnung der Mutter und dem jeweils gemeinsamen Abendessen zu dritt, bringe ich unseren Sohn dann mit der Mutter zusammen zu Bett und fahre dann wieder, absprachegemaess, nach Hause. 

In dem ganzen Gespräch beim Kinderschutzbund zeigt sich mir bei der Mutter ein unerklärliches "aggressives" Verhalten, auch die Erklärungen des zustaendigen Psychologen: "Herr Konrad, Sie müssten doch wissen, daß bei der Mutter JA eigentlich NEIN heißt und umgekehrt." helfen da nicht zu einem konstruktiven Dialog mit ihr und im Sinne unseres Sohnes und dem möglichen Umgang zwischen ihm und mir weiter.

 
Ende 
Juli 1997 
bis 
Ende Okt.1997
Seit Ende Juli 97 bis ca. Ende Oktober 97 gab es keinen Umgang zwischen unserem Sohn und mir, obwohl ich mich bereits Ende Juli 97, nach o. g. Gespräch beim Kinderschutzbund unmittelbar an den ASD zwecks Vermittlung mit der Mutter wende. 

Gleichzeitig beauftrage ich einen Anwalt, der Mutter vorab eine noch freundliche Aufforderung zur Aufhebung des Umgangsboykotts zukommen zu lassen, da ich ansonsten, im Interesse unseres Sohnes, nur noch einen Gang vor Gericht verantworten koenne. 

Parallel schreibe ich unserem Sohn und der Mutter versöhnliche Briefe, in denen ich einerseits den Wunsch nach der Wiederaufnahme des Umgangs mit unserem Sohn, andererseits auch Verständnis für die Belastungen der Mutter in der momentanen Situation (Trennung) äußere. In allen Briefen bitte ich die Mutter im Interesse aller Beteiligten um eine friedliche (ohne Gericht) Lösung!!! Kopien davon gehen allerdings an den ASD und meinen Anwalt. 

Als vorläufigen Lösungsansatz schlage ich ihr einen begleiteten Umgang beim "Väteraufbruch e.V." zwecks pädagogischer Unterstützung bei der Wiederaufnahme des Umganges zwischen unserem Sohn und mir vor! 

Diesen Vorschlag nimmt die Mutter Ende September durch ihren Anwalt auf, allerdings ist sie nur bereit einen begleiteten Umgang von max. 4 Stunden, bzw. 2 * 2 Stunden monatlich, zu zulassen. Allerdings schlägt sie einen anderen Verein (I. e.V.) zur Gestaltung des Umgangs vor, den ich genauso bedingungslos akzeptiere. 

Verunsichert durch das Gespräch beim Kinderschutzbund setzte ich mich Ende Juli 97 mit dem Verein "Väteraufbruch e. V." in Verbindung und beantragte die Mitgliedschaft! Dieser Verein hilft mir bei der Bestätigung meines Gefühls, den Umgang mit unserem Sohn in seinem Interesse weiter suchen und sich dafür meinerseits einzusetzen zu wollen! 

Eines meiner aufwendigsten Projekte wird im September 97 fertig: 
Durch den "Väteraufbruch e. V." angeregt nehme ich für unseren Sohn eine 90 minütige Audiocassette auf , die ich mit selbst vorgelesenen Märchen (z. T. mit verteilten Rollen - dank meiner Schwester!) und Kinderliedern von CD bestücke! Ein selbstgestaltetes Cover ist das "Sahnehäubchen"... Diese Cassette geht unserem Sohn noch im September 97 per Post zu. Leider hat unser Sohn, lt. Aussagen der Mutter, diese Cassette bis heute (Mai 98) noch nicht hören dürfen!!! 

Ein zusaetzliches Projekt starte ich im Oktober 97:
Den Aufbau einer Homepage im Internet, auf der ich u.a. alle meine Erfahrungen in meinem persoenlichen Fall in anonymisierter Form berichten und zu einer vielschichtigen Diskussion auf allen Ebenen anregen will. Dies scheint zum heutigen Zeitpunkt (Mai/Juni 98) im Ansatz wohl auch gelungen zu sein, hat doch diese, sehr private, Seite ca. 4 Hits/Tag. 

Viele Info's (leider auch beunruhigende) erhalte ich u. a. durch meinen Link zu "PAPPA.com", ein Grund jedoch mehr im Interesse unseres Sohnes "am Ball" zu bleiben...

 
Nov. 1997 bis 
Maerz 1998
Ich stellte ca. Ende November 1997 einen Antrag auf ein Verfahren bzgl. des Umgangs mit unserem Sohn beim Vormundschaftsgericht, nachdem ein Ersatztermin beim I. e.V. für den, aus nachweislich beruflichen Gründen meinerseits, ausgefallenen Termin am 11.11.97 von der Kindesmutter nicht gewährt wurde. 

Beim I. e.V. (wohlgemerkt, dieser Verein hat den Segen des ASD) fand dann alle 14 Tage, bis Ende 97 während meiner Arbeitszeit, ab Januar bis Mitte März 98 am Samstag, ein begleiteter Umgang für 2 * 2 Std./Monat statt, den unser Sohn und ich mit großer Freude nachweislich sehr genossen haben! 

Aussage der zustaendigen Pädogogen/Psychologen: "Der Vater hat das beste aus der bestehenden Situation gemacht..."

Der Anwalt der Mutter lässt in seinem Schreiben vom 28.11.97 einen erweiterten Umgang von 2 * 4 Std. pro Monat zu, allerdings widerruft dies die Mutter später telefonisch als Schreibfehler seinerseits nachweislich gegenüber der zuständigen Pädagogin vom I. e.V., womit der Umgang zwischen unserem Sohn und mir weiterhin auf 2 * 2 Std. pro Monat beim I. e.V. beschränkt bleibt. 

Diese Maßnahme der Mutter und die nachweislichen anderen, völlig unsachlichen, Vorwürfe der Mutter über ihren Anwalt verschärfen den Konflikt auf das "Unnötigste" und ich muss reagieren... 

Obwohl ich das hasse, nehme ich trotzdem über meinen Anwalt zu diesen Vorwürfen Stellung...

 
Maerz 1998 
bis 
Mai 1998
in Bearbeitung... 

soviel vorab: 
Die Mutter und unser gemeinsamer Sohn ziehen Ende März nach Norddeutschland. Ich erfahre diesen Umstand ca. 14 Tage vorher und kann mich von unserem gemeinsamen Sohn nicht persönlich "verabschieden".

in Bearbeitung... 

soviel vorab: 
Diese neue Situation verlangt von mir eine Menge an Kraft, Energie und Geld - und dies sicherlich auch in der Zukunft!

 
Ende 2/3 Mai 1998 1. Termin im Umgangsrechtsverfahren für unseren Sohn! 
Ich fordere, stellvertretend für unseren Sohn, ein 14 tägiges (bzw. nach finanziellen Möglichkeiten meinerseits abgestimmtes) bis 3-wöchiges Umgangsrecht inkl. Übernachtung & den, innerhalb der Ferien zur Hälfte (nach zeitlichen Möglichkeiten meinerseits), Aufenthalt unseres Sohnes bei meiner Familie und mir!
Die Voraussetzungen waren nicht einfach! Viele Aufgaben & Fragen hierzu haben mich im vergangenen Jahr eine Menge an Kraft, Zeit und Geld gekostet, hoffentlich macht es Sinn!? Trotzdem bin ich (& mein Anwalt) guter Dinge... Das Ergebnis werde ich in anonymisierter Form hier auf dieser Seite bekannt geben! Vielen Dank fuer Eure bisherige Unterstuetzung...  
Mai 1998 bis 
Aug. 1998
Die Ereignisse überschlagen sich, es ist sehr schwierig, diese in eine objektive Form zu bringen... Ich versuche die Ergebnisse der Beratung in Zusammenarbeit mit dem "neuen" Jugendamt/ASD, dem örtlichen Kinderschutzzentrum und dem VAMV e.V., der den Umgang begeleitet, in Einklang zu bringen.  
       

Nachtrag März 1999:

Da ich seit der Verschärfung des Konfliktes im Juli 1997 sehr eng mit dem I. e.V. in M - der inzwischen eine anerkannte (wird von der Stadt gefördert und wurde vom ASD empfohlen!), objektive und bundesweit bekannte Größe im "gleichberechtigten" Beratungsumfeld von Eltern in Trennung oder Scheidung darstellt - zusammenarbeite, stellt sich für mich jetzt die Frage: "Warum setzt sich diese Erkenntnis bei solchen Fällen nicht bei allen Beteiligten (Jugendämtern, Gerichten, allen Beratungstellen etc.) im Beratungsprozeß so maßgeblich durch, daß in solchen Fällen die (Kindheits-)Geschichte der Eltern nicht kritischer hinterfragt wird?"

Im Gegenteil, ich mußte jetzt erleben, dass Beratungsstellen, wie zum Beispiel der Kinderschutzbund/Kinderschutzzentrum in einer norddeutschen Hansestadt, immer noch in den "antiken" Beratungs-/Aufklärungsmustern verharren und versuchen, mir (trotz oder wegen einer selbst nachweislich als problematisch erlebten Kindheit, d. h. mein Vater prügelte meine (unsichere ?) Mutter, bzw. mich stellvertretend als ältestes Kind von zweien, hatte sehr wahrscheinlich ein Alkoholproblem etc.) ein "Täterprofil überzustülpen", dem ich, nach eigener Therapieerfahrung und Aussagen der professionellen beteiligten Fachkräfte, nun wirklich nicht entspreche.

Ich gebe zu, daß meine "Verbissenheit" meinem Sohn ein "besserer" Vater als der meinige für mich zu sein, sicherlich auf meine Kindheitserfahrung zurückzuführen ist und dies jeden "antik" denkenden Beteiligten im Beratungsprozeß in's Grübeln kommen läßt, aber diese Menschen lassen damit leicht jeden Hintergrund der Mutter unseres gemeinsamen Sohnes in Vergessenheit geraten, bzw. berücksichtigen diesen wiederum nicht ausreichend!

Dies ist umso bedauerlicher, als daß ich, nach umfangreichem Studium und innerer Selbstreifung im Rahmen meiner Therapie, doch eigentlich nur versuche, eines zu erreichen: Eine möglichst "gleichwertige" Elternbeziehung unseres gemeinsamen Sohnes zu uns Eltern, ohne "Loyalitätskonflikte" und/oder ohne "PAS"!

Ich würde wirklich alles dafür tuen, daß unser gemeinsamer Sohn (jetzt ca. 4 Jahre) die entsprechenden Möglichkeiten dazu erhält, nur nimmt man/frau mich als nichtehelicher Vater bei den betroffenen Beratungsstellen nicht "ernst" genug, schließlich habe ich kein Sorgerecht und soll zufrieden sein, wenn
unser gemeinsame Sohn und ich bei einem Umgang aller 3 Wochen für ein Wochenende (welchen ich leider nur auf dem harten Wege erreichen konnte und in kürzeren Abständen durch einen Umzug der Mutter und Sohn 700km weiter nicht möglich ist) versuchen dürfen, eine "Vater-Kind-Beziehung" mit echten Inhalten zu füllen. Das dies nicht möglich ist, ggf. durch das Verhalten der Mutter (welches durch ihre Kindheit ebenfalls verständlich ist) noch unterwandert (keine Ferien, bzw. Feiertagsregelung, evtl. Gehirnwäsche des gemeinsamen Sohnes etc.) wird, wird von den beteiligten Beratungskräften nur schwer, wenn überhaupt, gesehen!

Hier liegt ein großes Defizit in allen Bereichen des gesamten "Systems": Die Hintergründe der Eltern und ihre tatsächliche Aufarbeitung der persönlichen Vergangenheit im Interesse der "neuen" gemeinsamen Kinder wird mehrheitlich nicht ausreichend genug beachtet, oder wenn, dann nur einseitig im Verständnis der "antiken" Beratungspolitik ("in dubio pro mater")!

Hier, d. h. in der Umsetzung des neuen "Kindschaftsrechts", im Steuerrecht und in vielen Bereichen mehr, gibt es einen enormen "Nachholfbedarf" an Fachwissen, will man/frau das neue Kindschaftsrecht vom 01.07.98 (d. h. die Rechte der Kinder auf beide Eltern) mit wirklichem (Er-) Leben für die Kinder füllen ...

Ich für meinen Teil habe jedenfalls den ganz persönlichen Schluß gezogen, der da heißt, daß ich sehr wohl "gleichberechtigt" für die Entwicklung unseres gemeinsamen Sohnes verantwortlich bin und dafür (auch ohne Sorgerecht), genau wie die Mutter, die Sorge zu tragen habe, daß unser gemeinsamer Sohn eine möglichst "gleichwertige" Elternbeziehung im Interesse seiner Zukunft aufbauen kann. Dafür werde ich mich auch weiterhin in Zukunft mit all meiner Kraft einsetzen!