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Weihnachten 1999: Was Kindern fehlt ...
Weihnachtswunsch: Die Eltern öfter sehen
STUTTGART (lsw). Kinder haben sehr viele verschiedene Weihnachtswünsche, aber an der Spitze steht eine rein menschliche Hoffnung: 94 Prozent der Acht- bis Zwölfjährigen möchten ihre Eltern öfter sehen. Dies ergab eine gestern veröffentlichte bundesweite Repräsentativumfrage des Stuttgarter Egmont Ehapa Verlages unter 760 Jungen und Mädchen.
Jungen wählten aus einer fertigen Liste besonders oft Bargeld, Spielzeug sowie Computer- und Videospiele. Mädchen hatten das größte Interesse an CD und MC, Bekleidung, Büchern, Haustieren und Walkmen. Kaum gefragt sind zum diesjährigen Weihnachtsfest Schulgeschenke, Puppen, Spielfiguren und das Tamagotchi, das vor zwei Jahren noch ein Hit war. 37 Prozent der Kinder wünschen sich einen eigenen Fernseher, 34 Prozent einen Walkman; ein eigenes Handy folgt mit 31 Prozent dicht dahinter.
Siehe auch: "STERN-Jugendumfrage: Was deutschen Teenagern wichtig ist"
ISUV-Presseerklärung: Weihnachten 1999 - Umgangsrecht und Geschenke
"Ihr Kinderlein kommet, oh kommet doch all ..." oder eher "Alle Jahre wieder ..." ???
Auszug: "Der Interessenverband Unterhalt und Familienrecht (ISUV) weist darauf hin, daß nach wie vor bei weitem nicht alle Kinder an Weihnachten den nichtsorgeberechtigten Elternteil sehen oder die Geschenke von ihm persönlich in Empfang nehmen dürfen. ..." Weiter hier.
Mahnwachen für Kinder - zeitgemäß?
Mahnwache am 24.12.99 um 17:45 h vor der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche
in Berlin:
"Oh du fröhliche ... ???"
Viele Außenstehende kennen die dramatische Situation vieler Scheidungskinder zu wenig. Erst unmittelbar Betroffene erleben, welche Katastrophe es ist, wenn nach einer Trennung der Kontakt zwischen Kindern und Vätern verlorengeht. Darauf machen betroffene Berliner Väter in einer Mahnwache am 24.12.99 um 17:45 vor der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche aufmerksam.
Der Bundesverein "Väteraufbruch für Kinder" und viele weitere lokale Vätergruppen erklären sich solidarisch. So wie es Vätern im Berliner Ortsverein des Väteraufbruchs ergeht, können viele Kinder und Väter in anderen Regionen Deutschlands nicht einmal Weihnachten Kontakt miteinander halten. Hintergrund ist, daß die Trennung der Eltern eine Verständigung oft schwer oder unmöglich macht, Jugendämter und Familiengerichte reagieren meist eher hilflos, obwohl der Gesetzgeber einen klaren Auftrag hierzu erteilt hat. Leider ist es noch immer Realität: "Wenn die Mutter nicht will, bleibt Papa weg".
"Es ist erschreckend, daß 2 Jahre nach Verabschiedung des neuen Kindschaftsrechts noch immer jedes 2. Kind den Kontakt zu seinem Vater verliert" erklärt Claus Springwald von der Väterhilfe Rostock. "Das neue Kindschaftsrecht bietet viele positive Aspekte, die gemeinsame Elternschaft auch nach einer Trennung zu erreichen. Solange dieser Geist jedoch nicht von den Jugendämtern und Familiengerichten mitgetragen wird, hilft das beste Gesetz sehr wenig" meint Rüdiger Meyer-Spelbrink von der Vätergruppe "Vater sein trotz Trennung", Kassel. Thomas Schröder von der Gruppe "Männer & Scheidung" in Stade fordert: "Ziel muß es sein, Kindern gerade nach einer Trennung einen Umgang mit dem getrennlebenden Elternteil zu sichern". Viele weitere Initiativen, wie das Internetprojekt paPPa.com, unterstützen die Mahnwache ebenfalls.
Alle an der Mahnwache beteiligten Väter geben Interessierten Auskunft über die Probleme von Scheidungswaisen und Trennungsvätern. Viele Väter aus nahezu 100 lokalen Kontaktstellen und Ortsgruppen des Väteraufbruchs im ganzen Bundesgbiet verfolgen mit Interesse und Zustimmung die Aktivitäten in Berlin. Sie hoffen, daß sich nun nicht nur das Jahrtausend ändert, sondern auch ihre persönliche Situation. Interessierte und Betroffene können sich unter der bundesweiten Väter-Hotline 01805-120 120 näher informieren.
Kontakt zum Väteraufbruch in Berlin: Tel. 030 612 86 950 Fax 030 618 25 64
Siehe hierzu schon die Berliner Weihnachts-Mahnwache 1998: "Weihnachten ohne Papa . . . ! Können Sie sich das vorstellen ? Für über eine Million deutsche Kinder ist dies traurige Realität !"
Weihnachts-Pressemitteilung vom Bundesverband Väteraufbruch für Kinder
Das Fest mit Mama reicht völlig aus !?
Fröhliche Weihnachten bei beiden Eltern - für Scheidungskinder
oft Fehlanzeige !
Auch Weihnachten 99 werden viele Kinder durch Trennung/Scheidung ihrer Eltern den Vater gar nicht oder nur wenige Stunden sehen dürfen. Kinder sind der zerstrittenen Situation der Eltern hilflos ausgesetzt. Dies ergab eine telefonische Blitzumfrage des "Väteraufbruch für Kinder e.V." unter betroffenen Eltern im gesamten Bundesgebiet.
Auffallend ist auch, daß es regional große Unterschiede gibt. "Wo sich Jugendamt und Familiengericht für die Fortsetzung der gemeinsamen elterliche Sorge auch nach Trennung/Scheidung engagieren und in die Weiterbildung der Mitarbeiter investieren, gibt es erheblich weniger Probleme" stellt Holger Danzebrink, stellv. Bundesvorsitzender des Väteraufbruchs, fest.
Jedes zweite Scheidungskind hat ein Jahr nach der Trennung seiner Eltern keinen Kontakt mehr zum getrennt lebenden Elternteil - meist dem Vater. Sei es, weil der Kontakt vom anderen Elternteil abgelehnt oder als störend empfunden wird. "Diese Eltern müssen endlich umdenken! Vielen Trennungspaaren fällt es schwer, die Beziehungsebene von der Elternrolle zu unterscheiden. Konfliktberuhigende Hilfestellungen durch Beratungseinrichtungen sind bislang noch sehr dürftig", so Holger Danzebrink weiter. Bei manchen Jugendämtern entsteht der Eindruck, sie sehen der Dramatik eher hilflos zu. Wissenschaftlich belegt und allgemein unbestritten ist, daß Scheidungskinder stärker als andere Kinder anfällig sind für Risiken, wie Schulproblemen, Gewalt und Drogen. Besonders diesen Kindern muß daher eine stabile Beziehung zu beiden Elternteilen gewährleistet werden. Anstelle die Weihnachtszeit besonders intensiv für mehr Zuwendung für diese Kinder zu nutzen, geschieht häufig genau das Gegenteil: Weihnachten bricht der Machtkampf um die Kinder aus, dem getrenntlebenden Elternteil wird mitunter keine Stunde gegönnt. Besonders erschwert wird dies dadurch, daß Beratungsstellen und Jugendämter häufig weder vorbeugend noch zwischen den Jahren kurzfristig in der Lage sind, für Abhilfe zu sorgen.
Der Väteraufbruch möchte alle getrenntlebenden Eltern ermutigen, sich intensiv um einen Kontakt zu ihren Kindern zu bemühen und diesen langfristig zu pflegen. Er appelliert weiter eindringlich an die ablehnenden Elternteile, ihre Zurückhaltung aufzugeben und den Kindern Umgang mit Vater UND Mutter zu ermöglichen. Auch in diesem Jahr ist die Väter-Hotline des bundesweiten Vereins "Väteraufbruch für Kinder" unter der Nummer 01805 - 12 01 20 über die Feiertage rund um die Uhr besetzt und informiert u.a. über Möglichkeiten, Konflikte zu lösen. Dort kann man auch erfragen, wo sich alleinfeiernde Eltern zum gemeinsamen Austausch treffen.
Der Väteraufbruch ist seit über 10 Jahren als Interessenvertretung und Selbsthilfegruppe für Eltern und Kinder tätig. Über ihn kommen über 5.000 betroffene Väter in knapp 100 lokalen Kontaktstellen und Ortsgruppen zusammen.
Braunschweiger Zeitung 11.12.99
Nach Trennung: trauriger Heiligabend ohne
Kinder - Neue Partnerinnen leiden mit
Kein Platz für Papa unterm Christbaum
Von Eva Walitzeck-Schmidtko
Dem Heiligen Abend sieht Thomas mit gemischten Gefühlen entgegen. Zum ersten Mal muss er das Fest ohne seine Kinder feiern. Seit der Trennung von seiner Frau lebt er alleine, seine beiden Söhne sind bei ihrer Mutter. Erst am zweiten Weihnachtstag werden Sven und Lars ihren Vater besuchen.
Wie Thomas geht es vielen Vätern. Die meisten Kinder feiern den Heiligen Abend da, wo sie im Alltag leben - das ist in der Regel, trotz gemeinsamen Sorgerechts, bei den Müttern. Denn Weihnachten ist das Familienfest. Daran, unter welchem Baum man den Heiligen Abend feiert, zeigt sich, zu wem man gehört und zu wem nicht. Für viele Väter ist nach der Trennung oft kein Platz mehr, weder unterm Christbaum noch in der Familie. Dass sie nicht nur von der gemeinsamen Feier ausgeschlossen sind, sondern dass sie im Leben ihrer Kinder nur noch Zaungäste sind, empfinden geschiedene Väter am Heiligen Abend besonders deutlich.
Wie zu keiner anderen Zeit des Jahres wird in der Weihnachtszeit die heile Familie als Ideal gefeiert. Das weckt bei denen, die keine mehr haben, weil sie geschieden sind oder nicht mehr mit Frau und Kindern zusammen leben, Schuldgefühle. Ihr schlechtes Gewissen versuchen Väter oft durch besonders üppige Geschenke wettzumachen. Auf diese Weise wollen sie ihren Kindern zeigen, dass sie sie immer noch lieben. Weil Geschenke als Symbole der Liebe gelten, tobt zwischen getrennten Eltern mitunter ein erbitterter Konkurrenzkampf um die schönsten und teuersten Geschenke.
Betroffen sind nicht nur die geschiedenen Väter selbst, sondern auch ihre neuen Partnerinnen. Unbeschwert sind die Feiertage kaum, wenn der Mann zu Hause sitzt, "und sich die Augen aus dem Kopf weint, weil er nun Briefe schreiben muss, um den Kontakt zu den Kindern aufrecht zu erhalten", wie Beatrix berichtet. Die neuen Partnerinnen helfen ihren Männern, mit ihren Gefühlen fertig zu werden. Doch auch für sie sind die Weihnachtstage eine schwierige Zeit.
So verbrachte Bianca den Heiligen Abend in den ersten Jahren ihrer Beziehung immer ohne ihren Freund Georg. Der feierte mit seiner früheren Lebensgefährtin und der gemeinsamen Tochter, während Bianca auf ihren Freund wartete. Das änderte sich erst, als Georg seine Freundin heiratete und mit ihr zusammenzog. Georg wurde für den Heiligen Abend ausgeladen. "Es war für ihn schwierig, so ganz ohne Kind", erklärte Bianca. Eine Feier mit Freunden und Verwandten half Georg ein wenig über die Enttäuschung, seine Tochter erst am ersten Weihnachtsfeiertag zu sehen, hinweg.
Dass es auch anders geht, weiß Harald: Seine drei Töchter feiern seit der Scheidung den Heiligen Abend nacheinander mit beiden Elternteilen. Wer wann wo feiert, haben Harald und seine Ex-Frau Angelika miteinander abgesprochen. Seit Harald wieder verheiratet ist und mit seiner zweiten Frau vier Kinder hat, findet die erste Bescherung beim Vater und der neuen Familie statt; dann feiern die Mädchen mit ihrer Mutter.
Zu hohe Weihnachtserwartungen führen zu Streit
Landsberg (smi). Alle Jahre wieder gibt`s Stress unterm Weihnachtsbaum. Wenn es besonders traut und heimelig sein soll, brechen oft unterschwellige Konflikte auf. Ein Thema, das auch die Familienexperten bei der SOS-Beratungsstelle und beim Jugendamt in Landsberg kennen.
Die Erwartungen sind hoch: Sehnsucht nach Harmonie und Geborgenheit kommt auch bei denen auf, denen Religion und Kirche wenig bedeuten. Kindheitserinnerungen werden glorifiziert, wollen wiedererlebt werden. Dann sind alle um den Familientisch versammelt, unterschiedliche Erwartungen prallen aufeinander und werden enttäuscht. Das mehrtägige Fest lässt keine Möglichkeit, einander aus dem Weg zu gehen. Weihnachten gehört der Familie, weder Freunde noch Vereinsbesuche oder Arbeit bieten Ablenkung.
So negativ will Ilse Zimmermann von der SOS-Erziehungsberatungsstelle die Weihnachtsbetrachtungen nicht stehen lassen. Die Feiertage würden etwas bieten, was selten sei: "Zeit haben füreinander". Sie schlägt vor, diese Zeit miteinander gezielt und bewusst zu nutzen. Wobei auch Ilse Zimmermann und der Leiter der SOS-Beratungsstelle Franz Xaver Müller nicht verhehlen, dass die Weihnachtszeit Zündstoff in sich birgt. Das Fest werde mit Erwartungen überfrachtet.
Auszeichnung für Kinder
Über die Arbeitsverteilung vor und während der Feiertage solle gesprochen werden. Wobei ruhig auch ältere Kinder miteinbezogen werden können, ohne dass vom Mysterium der Heiligen Nacht etwas verloren geht, wie die Berater meinen. Müller erinnert sich an die eigene Kindheit, wie stolz er war, als er als Bub beim Krippen aufbauen mithelfen durfte: "Das war eine Auszeichnung". Wer darf beim Weihnachtsbaum schmücken helfen, wer beim Krippenaufbauen? Wer kümmert sich um`s Essen? Abmachungen treffen, die Stunden vor der Bescherung gemeinsam verbringen, zusammen Geschenke basteln, gemeinsam zur weihnachtlichen Stimmung beitragen, dies ist der Vorschlag der Familienberater. Als Ilse Zimmermann Kind war, durfte sie erst in die weihnachtliche Stube, wenn mit einem Glöckchen geläutet wurde. Derartige Rituale können etwas Verbindendes sein. Manch einer erinnert sich, wie der Christbaum geholt wurde oder die Kinderschar mit Vater oder Mutter spazierenging, derweilen zu Hause ein guter Geist alles schmückte.
Spaziergang statt Essen
Die Familien sollten sich jedoch auch die Freiheit nehmen, etwas im Ablauf zu verändern, nicht an Konventionen kleben, die als einengend empfunden werden, meint Zimmermann. Wer es wenig schätzt, vom Frühstücksbuffet fast nahtlos beim Mittagsbraten und nach Kaffee und Kuchen beim Abendbrot zu landen, der soll die Kette durchbrechen. Warum nicht einen Spaziergang einschieben, zum Rodeln gehen oder ein Brettspiel auspacken? Gerade für die Kinder sei es schwer, wenn sie die Feiertage nicht aus dem Haus kämen, meinen die Berater.
In der SOS-Beratungsstelle erleben die Mitarbeiter vor Weihnachten häufig Diskussionen um das Umgangsrecht bei geschiedenen Paaren. Wer feiert mit den Kindern? Wie findet sich eine Lösung, mit der alle leben können? bei diesen Fragen versuchen die Berater in der Adventszeit zu helfen.
Wer feiert mit Eltern?
Einen sprunghaften Anstieg von Familiendramen gibt es in der Weihnachtszeit Gott sei Dank nicht, wie von Günther Bartl, Sozialpädagoge beim Jugendamt, zu erfahren ist. Aber auch er kennt die Schwierigkeiten bezüglich des Umgangsrechts: "Weihnachten rückt näher und die Betroffenen kommen zum Jugendamt und bitten um Vermittlung.
Über die Feiertage wird oft zu viel getrunken, der Alkohol lockert die Zungen für Bartl ein Grund, warum Konflikte in der Familien aufbrechen, Streit sich hochschaukeln kann. Auch er gibt den Rat, die gemeinsame Zeit bewusst zu planen, die Hausfrau auf deren Schultern meist die ganze Arbeit liege, zu entlasten und sich sinnvolle Zielpunkte für Aktivitäten an den freien Tagen zu suchen.
Dann kann eigentlich nichts mehr schief gehen und Weihnachten wird wirklich das, was es sein soll, ein Fest der Liebe.
Weihnachtsdepression: Psychologische Hilfe im Internet von Dr-Nexus.com
Wien (ots) - Weihnachten ist nicht für alle ein Fest der Freude. Zur bei vielen Menschen an den dunkelsten Tagen des Jahres ohnehin schlechten Grundstimmung kommt rund um den Heiligen Abend bei vielen die Einsamkeit.
Verluste und Trennungen werden oft gerade um diese Zeit so richtig spürbar, schwelende Konflikte innerhalb der Familien brechen oft unter dem Christbaum auf, das Freizeitangebot, mit dem man sich über die "stillste Zeit im Jahr" retten könnte ist spärlich. Laut Schätzungen leiden bis zu zehn Prozent der Bevölkerung rund um Weihnachten unter Depressionen, die Zahl der Selbstmorde ist jedes Jahr erschreckend hoch.
Für alle, die sich zu Weihnachten traurig und alleine fühlen, oder gar in einer echten psychischen Krisensituation befinden, bietet Dr-Nexus.com als erstes deutschsprachiges Internetportal einen Weihnachtschat. Das besondere dabei: Zwischen 24.12., 08.00 Uhr bis 27.12., 02.00 Uhr und rund um Sylvester von 31.12., 08.00 bis 1.1., 20.00 Uhr werden in der Telefonseelsorge erfahrene und speziell geschulte Mitarbeiter psychologische Hilfe online anbieten. Die Teilnahme am Chat ist kostenlos, die Aktion wird freundlicherweise von Pharmacia&Upjohn gesponsert. Neben der Betreuung durch die Mitarbeiter von Dr-Nexus besteht für die Teilnehmer am Chat selbstverständlich auch die Möglichkeit, mit anderen Betroffenen Gedanken und Erfahrungen auszutauschen.
ots Originaltext: Dr-Nexus.com
Anfragen: Dr-Nexus.com, Mag. Alexander Leiningen-Westerburg, Tel. 01/532 54 00 13; Fax 01/532 54 00 20; Email: leiningen@dr-nexus.com - http://www.dr-nexus.com
STERN-Jugendumfrage: Was deutschen Teenagern wichtig ist
STERN-Titel
Heft 52/1999: Coole Sehnsucht nach Geborgenheit
Frisst die elektronische Revolution unsere Kinder? Wächst
eine Generation von aggressiven und verhaltensgestörten Cyber-Zombies
heran? Eine STERN-Studie kommt zu ganz anderen Ergebnissen: Familien
sind in und die deutschen Teenager unheimlich normal
Zusammenfassung durch eine ots-Meldung vom 21.12.1999:
Hamburg (ots) - Abwesenheit der Eltern, verbunden mit fehlendem Verständnis und Beziehungslosigkeit kennzeichnen angeblich die Verhältnisse in den bundesdeutschen Familien. Eine repräsentative Studie im Auftrag des Hamburger Magazins STERN kommt zu ganz anderen Ergebnissen. Eine Befragung von 807 Jugendlichen zwischen 12 und 13 sowie 17 und 18 Jahren belegt, dass die Familie bei den deutschen Teenagern hoch im Kurs steht. Für die Jüngeren führt sie mit 98 Prozent unangefochten die Hitliste der wichtigsten Dinge im Leben an, und bei den älteren wird sie mit 94 Prozent nur von "Freunden" geschlagen, die Heranwachsenden noch etwas wichtiger sind.
Auch für die Eltern, die in der STERN-Studie mitbefragt wurden, stehen die Sorge um Familie und Kinder ganz oben. Fast die Hälfte der Jugendlichen zwischen 12 und 13 Jahren ist nach der Schule so gut wie nie ohne Mutter oder Vater. Nur sechs Prozent sind pro Tag mehr als drei Stunden allein. Werktags ab 18 Uhr sind durchschnittlich 80 Prozent der Familien komplett und zu Hause.
Auf die Frage, wem sie vertrauen und auf wen sie hören, nannten 85 Prozent der Jüngeren und 77 Prozent der Älteren Vater/Mutter. Allerdings werden Vater und Mutter höchst unterschiedlich wahrgenommen. 67 Prozent der Jüngeren gaben an, dass sie mit Problemen lieber zur ihrer Mutter gingen als zum Vater (7 Prozent). Bei den 17 bis 18-Jährigen entscheiden sich 36 Prozent für die Mutter und 8 Prozent für den Vater. In dieser Altersgruppe wenden sich 49 Prozent bei Sorgen zunächst an die Freundin oder den Freund.
Auf die Frage nach ihren Problemen antworteten 52 Prozent der Jüngeren und 60 Prozent der Älteren, dass sie Sorgen in Schule und Beruf hätten - Stress mit Lehrern, Sorge um die Zukunft. Dennoch sehen zwei Drittel der Ältern die eigene Zukunft "eher zuversichtlich". In der Gruppe der 12- bis 13-Jährigen blicken 86 Prozent mit Optimismus nach vorn. Zum Realismus der Jugendlichen zählt auch die nüchterne Einschätzung von Computer und Internet, die nicht die Bedeutung haben, die viele Erwachsene fürchten. 43 Prozent der Älteren und 34 Prozent der Jüngeren haben einen PC und rund die Hälfte sitzt pro Tag bis zu einer halben Stunde davor. Bei den Jüngeren kommt die Beschäftigung mit dem Computer erst an dritter Stelle - nach Sport und Kontakten mit Freunden. Bei den Älteren sind Kino- und Kneipenbesuch, Sport und Entspannung die Topwünsche. Das Internet, so ein Ergebnis der STERN-Studie, spielt bei den Jugendlichen eine marginale Rolle.
ots Originaltext: STERN
Stand dieser Seite: 24.12.1999
Fundstelle: http://www.paPPa.com/familie/Weihnachten99.htm
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