paPPa.com informiert:
Familien mit Grün-Rot am Ende !?
Regierungserklärung des Bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Edmund Stoiber vor dem Bayerischen Landtag am 29. Oktober 1998 - Stoiber zu Ehe und Familie:
Rot-Grün wertet beliebige Lebensgemeinschaften auf und wertet damit Ehe und Familie ab
Wir verteidigen Ehe und Familie nicht nur, weil sie christlichen Wertvorstellungen entsprechen, sondern weil sie nach wie vor der verläßlichste Rahmen für lebenslange Partnerschaft und Fürsorge sowie für verantwortliche Zuwendung und Erziehung von Kindern sind. Jeder kann selbstverständlich nach seiner Façon leben. Aber Schwächere - und das sind in der Regel Kinder - brauchen Verläßlichkeit und Verantwortung. Die Entwertung von Ehe und Familie ist der Schlußpunkt einer Geisteshaltung, die die persönliche Verantwortung weitgehend verdrängt und alles den gesellschaftlichen Verhältnissen zuschreibt.
Berlin. Die katholischen Bischöfe haben die Familien zum aktiven Widerstand gegen Benachteiligungen in der Gesellschaft aufgerufen. Zugleich würdigen sie die eheliche Treue als geschichtlichen Beitrag des Christentums und lehnen eine Gleichstellung der Ehe mit anderen partnerschaftlichen Lebensformen weiter ab.
Die Bischöfe fordern die Politiker auf, den Lebensbedingungen von Familien die gleiche Aufmerksamkeit wie den Standortbedingungen der Wirtschaft zu schenken.
Sie beklagen, daß wirtschaftliche und soziale Benachteiligungen Familien das Leben erschwerten und sprechen von "strukturellen Rücksichtslosigkeiten". Die Bedürfnisse der Arbeitswelt würden über die Belange von Ehe und Familie gestellt. Vor allem kinderreiche Familien würden zunehmend benachteiligt.
In einem Wort über "Ehe und Familie - in guter Gesellschaft", das vom Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz Karl Lehmann (Mainz) und dem Berliner Erzbischof Georg Kardinal Sterzinsky vorgestellt wurde, heißt es, Familie sei Ort der Menschlichkeit und Grundlage der Gesellschaft. Familie baue auf der Ehe auf. Daher halte die Kirche auch heute an der Fähigkeit des Menschen zu lebenslanger Liebe und Treue fest.
Sterzinsky warnte davor, undifferenziert vom Zerfall der Familie zu sprechen. "Andererseits werden Schattenseiten wahrgenommen: die Zahl der Geburten sinkt deutlich, die Scheidungszahlen wachsen an, nichteheliche Lebensformen nehmen zu, und es gibt in Ehe und Familie auch Gewalt und sexuellen Mißbrauch."
Die Zahl der Familien in Armut nehme zu. Viele junge Menschen hätten aufgrund schlimmer Erfahrungen in der eigenen Familie eine fundamentale Abneigung gegen die Ehe hätten.
CDU-Fraktionschef Wolfgang Schäuble und die CDU-Generalsekretärin Angela Merkel begrüßten "die klaren und deutlichen Worte". Die Grüne Christa Nickels meinte, die Kirche müsse das pastorale Handeln an den gesellschaftlichen Gegebenheiten ausrichten. Es sei nicht verständlich, warum das Rechtsinstitut der eingetragenen Lebenspartnerschaft Schwulen und Lesben verwehrt werden solle. Auch mute es lebensfremd an, wenn die Bischöfe ausgerechnet in Berlin von einer "kleinen, aber wachsenden Zahl von Menschen" in anderen Lebensgemeinschaften als der Ehe sprechen. Allein in Berlin gebe es über 125 000 uneheliche Lebensgemeinschaften, über 136 000 Alleinerziehende und etwa 820 000 Single-Haushalte.
Das Wort der Bischöfe zu Ehe und Familie soll am Familiensonntag 1999 am 17. Januar in den Gottesdiensten verlesen werden.
Kommentar auf der CDU-Hompage zur Abschaffung des Ehegattensplittings
"Eine Familienministerin, die gegen Familie ist - etwas ganz Neues"
Ehegattensplitting muß bleiben (November 1998) - Zum Vorhaben der Bundesfamilienministerin - von Hannelore Rönsch MdB
Ausgerechnet die Bundesfamilienministerin machte sich in der Anhörung zum rot-grünen sogenannten Steuerentlastungsgesetz für die Abschaffung des Ehegattensplittings stark. Frau Bergmann hat offensichtlich ein einseitiges Frauenbild, das der erwerbstätigen Frau. Die Abschaffung des Ehegattensplittings trifft aber all jene Frauen oder Männer, die auf eine eigene Karriere verzichten oder verzichtet haben, um ihre Kinder selbst groß zu ziehen. Diese Frauen oder Männer sollen jetzt für ihre Leistungen in der Familie finanziell bestraft werden.
Eine Familienministerin, die gegen Familie ist - etwas ganz Neues. Wir brauchen weiterhin Konzepte und Maßnahmen für erwerbstätige Frauen und für Frauen oder Männer, die in der Familie ihre Arbeit leisten. Wenn ein Partner zugunsten der Familie die Erwerbstätigkeit ganz oder vorübergehend aufgibt, dürfen diese Familien keine Benachteiligungen erfahren, die mit der Kappung bzw. Abschaffung des Ehegattensplittings entstehen würden. Die Ehepartner sollen auch künftig frei - ohne finanzielle Einbußen - entscheiden können, wie sie ihre Beziehung gestalten.
Wir wollen Wahlfreiheit der Partner und hierfür optimale Voraussetzungen. Alle Versuche, das Ehegattensplitting abzuschaffen, sind bisher aus verfassungsrechtlichen Gründen gescheitert. Wir werden einer Verfassungsänderung nicht zustimmen. Die Familienministerin sollte den Rotstift woanders ansetzen, das Ehegattensplitting eignet sich dafür nicht.
[Hannelore Rönsch ist Stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion]
Braunschweiger Zeitung 24.2.99
In Deutschland:
Immer mehr Eltern alleinerziehend
Jedes siebte Kind im Gebiet der alten Bundesrepublik wächst bei einem alleinerziehenden Elternteil auf. In den neuen Ländern ist es jedes vierte. Das berichtet der Bundesverband alleinerziehender Mütter und Väter in Bonn unter Berufung auf Zahlen des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden und eigene Berechnungen.
Da die Familienformen in ständigem Wandel begriffen seien, könne davon ausgegangen werden, daß in Zukunft noch mehr Kinder die Erfahrung einer sogenannten Ein-Elternfamilie machen. Nach Angaben des Verbandes wuchs 1975 im früheren Bundesgebiet nur jedes 14. Kind bei nur einem Elternteil auf. Zwischen 1991 und 1997 hat sich die Zahl der in Ein-Elternfamilien lebenden Kinder danach um fast 600 000 auf rund 2,6 Millionen erhöht. In diesem Wert seien aus statistischen Gründen nichteheliche Gemeinschaften eingerechnet. Unter den alleinerziehenden Eltern lag der Anteil der Männer bei 15,7 Prozent, 1991 waren es noch 13,2 Prozent. gms
Kommentar paPPa.com: Mann beachte! Diese Zahlen erfassen nicht diejenigen Kinder, die von einem Elternteil getrennt wurden und bei denen inzwischen ein neuer Partner im Haushalt wohnt. Entsprechend gibt es - bewusst? - keine Zahlen darüber, wieviele Kinder nicht mehr bei ihren leiblichen Eltern aufwachsen. Schätzungen gehen von rund einem Drittel aus ...
Siehe auch Der Tagesspiegel 10.5.99: Jedes dritte Kind wächst bei Alleinerziehenden auf - Die Familie wird zum "Auslaufmodell"
Dialog aus der Newsgroup de.soc.vaeter - April 99:
Gibt es überhaupt noch Familien ?
Meine Tochter ( 8J.) sagt mir gestern im Auto , dass ihre Klassenkameraden-innen ganz neidisch auf sie wären weil Ihr Pappa direkt gegenüber wohnt. Alle anderen Pappas würden nämlich weiter weg wohnen.
Auf meine Frage ob es Kinder gebe, die noch mit Pappa und Mamma zusammen wohnen wusste sie nur zwei - und nach einer Bedenkzeit noch ein Kind, das noch in einer Familie lebt. ????????
Was Zeiten ...
Antwort:
Es lebe die "Einelternfamilie", mit Mama und Kind. So wollen es offenbar nicht nur die Mamas, sondern zunehmend auch Politiker und Richter. Da wächst eine ganze Generation von Kindern heran, der die "heile Familie", das tägliche Miteinander mit Mama und Papa unbekannt sind. Mit den entsprechenden Auswirkungen, fehlende Bindungstoleranz, Kriminalität usw.
Wir können nur versuchen dagegen zu kämpfen, für unsere Kinder, denn die haben dieses nicht verdient.
Ich habe meine Tochter, damals etwa im gleichen Alter, im Hort besucht. Im Nu hatte ich viele Kinder, die mit mir reden und mich anfassen wollten. Der Hortleiter erklärte mir, die Kinder (80 % alleinerziehend) würden überhaupt keinen Vater kennen. Ich wäre so etwas wie ein Tier im Zoo. Sollte man auch mal drüber nachdenken ...