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Frauenpower von ihrer "schönsten Seite":
Gewalt in Familien - Gewaltanwendung durch Frauen

Der Spiegel Nr 7/15.2.99, S. 111

GESCHLECHTERKAMPF Progressive Prügel
Der dänische Männerforscher Hans Bonde, 40, über prügelnde Frauen, ratsuchende Männer und die Kehrseite der Emanzipation

SPIEGEL: Herr Bonde, Sie befassen sich für die Universität Odense mit Männern, die schon mindestens einmal von ihren Ehefrauen oder Freundinnen geschlagen wurden. Sitzt bei Däninnen die Faust besonders locker?
Bonde: Ich glaube kaum, daß sie schneller zuschlagen als deutsche Frauen. Unser Umfrageergebnis, dem zufolge 30 Prozent der Männer schon einmal Prügel von ihren Frauen eingesteckt haben, fiele wohl auch in Deutschland nicht anders aus. Interessant ist der gesellschaftliche Stellenwert solcher Gewalt.

SPIEGEL: Ist der nach Ländern unterschiedlich?
Bonde: Ja. In Ländern, in denen die Emanzipation vorangeschritten ist, begegnet man der Gewalt von Frauen nachsichtiger. Es gilt als progressiv, wenn eine Frau mit Fäusten argumentiert, ein prügelnder Mann ist reaktionär.

SPIEGEL: Zu welchen Waffen greifen die Frauen mit Vorliebe?
Bonde: Sie setzen Füße und Fäuste ein. Ich behaupte: Frauen schlagen heute so oft wie Männer.

SPIEGEL: Wehren sich die Männer?
Bonde: Sie versuchen meist, es zu verdrängen. Von seiner Frau verprügelt zu werden, empfindet der Mann als peinlich. Darüber spricht er nicht.

SPIEGEL Wie erfahren Sie es denn überhaupt, wenn ein Mann von seiner Frau geprügelt wurde?
Bonde: Die geschlagenen Männer wenden sich ausgerechnet an jene Krisen- und Beratungszentren, die für gewalttätige Männer geschaffen wurden. Sie sehen sonst keinen Ansprechpartner.


F.A.Z., 6.1.99, S. 4

Studie: Viele Dänen werden von ihren Frauen geschlagen

KOPENHAGEN, 5. Januar (AFP). In Dänemark werden einer Studie zufolge viele Männer von ihren Frauen geschlagen. Fast ein Drittel von 100 befragten Männer habe angegeben, diese Art von Gewalt zu kennen, berichtete die Zeitung “Berlingske Tidende” am Dienstag. Bei der Untersuchung der Vereinigung “Far” zur Verteidigung der Interessen von Vätern sei jeder zweite der Betroffenen schon zwischen fünf und neun Mal geschlagen worden. Jeder vierte habe angegeben, seine Partnerin sei regelmäßig gewalttätig.

Nach Ansicht des Wissenschaftlers Hans Bonde ist diese Art von Gewalt jedoch ein tabuisiertes Thema. Die Männer schämten sich und seien zu stolz, darüber zu sprechen. Deshalb tauche das Problem auch in den Statistiken nicht auf. Daß Frauen immer als das schwache und Männer als das starke Geschlecht gelten, sei ein Vorurteil.


Zur Fragestellung der Gewalt in Familien erreichte paPPa.com auch folgendes Untersuchungsergebnis aus Dänemark:
 

VIOLENCE IN FAMILIES

by Torsten Nørgaard, LL.B., B.Com., M.Sc. - (address: Bakkevej 37 B, DK-2830 Virum, Denmark)

There are several publications which say that the frequency of wife-to-husband violence and the frequency of husband-to-wife violence are almost the same. This has, e.g., been shown in a paper by Merlin B. Brinkerhoff and Eugen Lupri, Department of Sociology, University of Calgary, Canada. The paper appears in Canadian Journal of Sociology 13(4), 1988, 407-434. The paper is based upon a survey of interspousal violence from 562 couples where both partners were questioned and interviewed. A more recent publication - with the same result - was published by professor John Archer, Lancashire University, Great Britain, in 1998 at a meeting for the Society for Research on Aggression.

The general opinion among Danes is that often husbands are violent against their wives whereas wives are almost never violent against their husband. Many organizations in Denmark fighting for women's rights are publicly and currently strongly supporting this erroneously opinion.

As a consequence of this erroneously opinion, it often happens that during a case between divorced parents about how often each of the parents can be together with their children, the wife claims that the husband is violent, e.g. against the wife (or against their child). Since the officials who have to make a decision about the frequency of being together with the child knows or believes that it is usual that husbands are violent to wives, they do not question whether it is correct that the husband is violent or not. As a consequence of this erroneously conclusion, the child will usually get a restricted or even no being together with his father. Of course, by this procedure the Danish authorities are violating UN's Convention on the Rights of the Child. Even though Denmark has ratified this convention, Denmark does currently not comply with the Convention.

In the opposite case, where a husband claims that his wife is violent against him or against their child, the officials will, usually, not take this into consideration. Probably, the reason for this is that the officials doesn't believe that the wife is violent, since this is the official opinion. In case the wife is violent against the child, the Danish authorities will again violate UN's Convention on the Rights of the Child. The general procedure in Denmark is that if there is a conflict between the interests of a child and the interests of the parents, the authorities will usually find a solution which is acceptable to the parents or at least to one of the parents and the authorities will not protect or help the child.

As a consequence of this, the Danish private and voluntary organization "Foreningen Far til Støtte for Børn og Forældre" (Association Fathers for the Protection of Children and Parents) decided to perform an investigation in Denmark. A questionnaire which was send to a department of the Danish Ministry of Justice for comments, was used. The questionnaire was filled in by parents who contacted the above association in Copenhagen in order to, anonymously, get advice about custody, being together or the like. The questionnaire was answered by parents who were married, separated, divorced, or who had simply lived together with the other parent. The result was as follows:

The ratio between families with or without violence is as follows:

Violence between the parents: 32 %
No violence between the parents: 68 %

The number of families where the wife (or the woman who the man had lived together with) had been violent against the husband (or the man who the woman had lived together with), with the proviso that he had newer previously been violent against her, is as follows:

She starts the violence 51 %
He starts the violence: 49 % 

In those families where she has been violent against him, with the proviso that he has never been violent against her, the number of violent situations is as follows:

She had been violent 2-4 times - 25%
She had been violent 5-9 times - 49%
She had been violent more than 10 times - 26%

In those families where both parents have been violent against the other, the frequency of violence is as follows:

Both parents are just as violent 12%
He is most violent 25%
She is most violent 63%

The result of the above investigation will be published in the Danish magazine "Samvaer & Foraeldremyndighed" 1999 (2).

15 February 1999

Gewalt in Familien

von Torsten Nørgaard, LL.B., B.Com., M.Sc. - Addresse: Bakkevej 37 B, DK-2830 Virum, Denmark)

Es gibt eine Reihe von Publikationen, die besagen, dass die Häufigkeit von Gewaltanwendung zwischen Ehefrau und -mann fast gleich verteilt ist. Dieses wird z.B. in einem Papier von Merlin B. Brinkerhoff und Eugen Lupri, Abteilung Soziologie, Universität von Calgary, Kanada gezeigt (erschienen im kanadischen Journal für Soziologie 13(4), 1988, 407-434). Diese Studie basiert auf einer Untersuchung von interpersonaler Gewalttätigkeit von 562 Paaren, bei der beide Partner gefragt und interviewt wurden. Eine neuere Publikation - mit dem gleichen Resultat - wurde von Professor John Archer, Universität Lancashire, Großbritannien, 1998 bei einem Treffen der Gesellschaft für Agressionsforschung veröffentlicht.

Allgemeine Meinung unter Dänen ist, dass häufig Ehemänner gegenüber ihren Frauen gewalttätig, Ehefrauen aber ihren Ehemännern gegenüber fast nie gewalttätig sind. Viele Organisationen in Dänemark, die für die Rechte der Frauen kämpfen, unterstützen öffentlich und laufend vehement diese irrige Meinung.

Als Folge dieser irrige Meinung werfen Ehefrauen bei Umgangsstreitigkeiten im Scheidungsfall den Ehemännern häufig vor, gewalttätig gegen sie (oder das Kind) zu sein. Da auch die über Umgangshäufigkeit mit Kindern entscheidenden Personen wissen oder glauben, daß gewöhnlich Gewalt von Ehemännern gegen Ehefrauen ausgeht, hinterfragen sie den Gewaltvorwurf nicht. Als Konsequenz dieser irrigen Folgerung ergibt sich üblicherweise ein nur begrenztes Umgangsrecht des Kindes mit dem Vater oder es darf überhaupt nicht mit dem Vater zusammen sein. Selbstverständlich verletzen dänische Behörden mit dieser Prozedur die UN-Kinderrechtskonvention. Obwohl Dänemark die Konvention ratifiziert hat, wird sie jedoch nicht wirklich angewendet.

Im entgegengesetzten Fall, wenn der Ehemann behauptet die Ehefrau sei ihm oder dem Kind gegenüber gewalttätig geworden, berücksichtigen die Behörden dies üblicherweise nicht. Wahrscheinlich ist die offizielle Meinung der Grund dafür, daß Behörden nicht glauben können, daß Ehefrauen gewalttätig sein können. Im Fall von Gewalttätigkeit der Frau gegen das Kind verstoßen dänische Behörden wiederum gegen die UN-Kinderrechtskonvention. Im Falle eines Interessenkonfliktes zwischen dem Kind einerseits und den Eltern andererseits wird in Dänemark im Allgemeinen versucht, eine akzeptable Lösung für die Eltern zu finden oder zumindest für ein Elternteil; die Behörden schützen oder helfen jedoch nicht dem Kind.

Deshalb entschied sich die private dänische Organisation "Foreningen Far til Støtte for Børn og Forældre" (Vätervereinigung zum Schutz von Kindern und Eltern) eine Untersuchung in Dänemark durchzuführen. Es wurde ein Fragebogen an die Abteilung Erhebung des dänischen Justizministeriums zur Stellungnahme geschickt.

Der Fragebogen wurde von Eltern ausgefüllt, die die obengenannte Organisation in Kopenhagen anonym um Rat in Sorgerechtsfragen oder Ähnlichem aufsuchten. Er wurde von verheirateten, getrennten, geschiedenen oder nur zusammenlebenden Eltern beantwortet. Das Ergebnis war wie folgt:

Das Verhältnis zwischen Familien mit oder ohne Gewalttätigkeit ist wie folgt: 

Gewalttätigkeit zwischen den Eltern: 32%
Keine Gewalttätigkeit zwischen den Eltern: 68%

Anzahl der Familien, in denen die Ehefrau (oder die Frau, mit der der Mann zusammengelebt hatte), gegen den Ehemann (oder den Mann, mit dem die Frau zusammengelebt hatte) gewalttätig gewesen war unter der Voraussetzung, daß er zuvor nie gewalttätig gegen sie war, ist wie folgt

Sie beginnt die Gewalttätigkeit : 51%
Er beginnt die Gewalttätigkeit: 49%

Anzahl der gewalttätigen Situationen, in den Familien, in denen sie gegen ihn gewalttätig ist unter der Vorraussetzung, daß er nie zuvor gewalttätig gegen sie war.

Sie war gewalttätig 2-4 mal - 25%
Sie war gewalttätig 5-9 mal - 49%
Sie war gewalttätig öfter als 10 mal - 26%

Die Häufigkeit von Gewalt in den Familien, in denen beide Eltern gegen den jeweils Anderen gewalttätig waren ist wie folgt:

Beide Eltern sind gleich gewalttätig: 12%
Er ist meistens gewalttätig: 25%
Sie ist meistens gewalttätig: 63%

Die Ergebnisse der oben genannten Untersuchung werden in der dänischen Zeitschrift "Samvaer u. Foraeldremyndighed" 1999 (2) veröffentlicht.

15. Februar 1999

Vergleiche zum Thema Gewalt in Familien - Gewaltanwendung durch Frauen u.a.:

  1. 1999 Family Violence report von Sam & Bunny Sewell - A report from: Family Resources & Research
  2. Die Nachweise in "Die vaterlose Gesellschaft" von Matthias Matussek, Kapitel III. 5. "Die Gewaltlüge"
  3. Family Violence Index von Walter H. Schneider mit vielen weiteren Nachweisen
  4. "Knocked for six: the myth of a nation of wife-batterers" by Neil Lyndon and Paul Ashton (The Sunday Times of London 29/01/95)

Was sagt unsere Fraueministerin Christine Bergmann dazu? "Männer schämt Euch ! Jede 3. Frau wird geschlagen !"

AKTUELL im März 2000: paPPa.com fragt alle Abgeordneten des Deutschen Bundestages:
"Schlagen Sie Ihre Frau ?"


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Stand dieser Seite: 21.03.2000 (letzte Änderung)
Fundstelle: http://www.paPPa.com/familie/gewaltf.htm

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