| paPPa.com informiert: Kinder schreiben über ihre Erfahrungen bei Trennung ihrer Eltern: "Hört auf die Kinder und laßt sie mitreden!" |
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Fundstellen im Internet http://www.alpenland.com/programs/kinder.zip und http://www.paPPa.com/kinder/kind_aus.rtf (Download-Textdatei, 93 kB - gesamt 28 Texte)
Eine Auswahl:
Jessica aus Schöningen, 16 Jahre
Viele Kinder werden bei der Scheidung zum Streitpunkt der Eltern. Beide Partner kämpfen um das Sorgerecht des gemeinsamen Kindes, wobei es meist weniger darumgeht, ob es das Kind bei ihm oder ihr besser hat, als darum ein persönliches Erfolgserlebnis gegenüber seinem Partner zu erlangen.
Dabei wird kaum bedacht, daß das bei dem Kind schwerwiegende Konsequenzen haben kann. Sie merken, daß die Eltern sich um es streiten und glauben nun, daß sie an der Trennung der Eltern schuld sind. Sie haben Angst einen Elternteil zu verlieren und klammern sich noch enger an sie.
Es ist heutzutage leider so, daß bei der Scheidung der Eltern die Kinder nicht zu Wort kommen und sie über ihren Kopf hinweg einem Elternteil zugesprochen werden. Es wird somit vor vollendete Tatsachen gestellt und hat keine Möglichkeit sich zu wehren.
Man sollte deshalb vielmehr die persönliche Meinung des Kindes in den Mittelpunkt stellen, denn es geht ja schließlich um ihr Wohl. Sie sollten selbst entscheiden bei wem sie wohnen wollen. Schon 2 - 3 jährige Kinder haben das Gefühl dafür bei wem sie sich wohler fühlen und sollten deshalb zu Wort kommen.
Warum meinen die Erwachsenen nur sie wüßten immer alles besser? Manchmal sollte man nach dem Herzen gehen und nicht nach dem Verstand. Es handelt sich nämlich um keinen Kleiderschrank oder ein Bett, nein es geht hier um ein menschliches Wesen, das Liebe und Geborgenheit braucht. Es ist ihr Leben, das in die Hände der Juristen und Richter gegeben wird und ich bin der Meinung, sie sollten ruhig ein Wörtchen mitzureden haben.
Also: "Hört auf die Kinder und laßt sie mitreden!"
Helen aus Ettlingen, 11 Jahre
Die Probleme bei der Scheidung
Ich heiße Karin und bin 7 Jahre alt. Meine große Schwester heist Nina und ist jetzt 13 Jahre alt. Heute bin ich allein zu Hause, weil meine Mutter und mein Vater geschieden sind. Meine Mutter ist einkaufen und meine große Schwester auch. Manchmal fürchte ich mich allein, das geht mir meistens so, doch wenn ich an Paps denke ... der ist immer allein zu Hause.
Endlich kommt Mama, ich will sie heute fragen wann wir wieder zu Paps gehen. "Mama wann gehen wir wieder mal nach Frankreich?" Ich frage sie nie offen ob wir zu Paps gehen, denn sie will nichts von ihm wissen.
Meine Mutter ja könnt nächsten Samstag fahren. Da gehe ich nämlich mit Hans-Thomas aus." Hans-Thomas ist ihr Freund. "Ich finde ihn blöd." Wenn ich mich entscheiden dürfte, würde ich zu Paps gehen, er hat eine viel nettere Freundin. Ja und er ist auch nicht so streng wie Mama. Doch leider war ich erst 5 Jahre alt und dann konnte ich mich nicht entscheiden - ich hatte einfach geweint.
Der Richter hatte nein gesagt als ich ihn gefragt habe. Er meinte das Mama nicht arbeitet und trotzdem Geld von Oma bekommt, aber Paps der muß arbeiten und sonst wäre ich immer bis 15 Uhr allein zu Hause. "Vielleicht", denke ich manchmal "kann ich mit 12 dann zu Paps nach Paris ziehen.