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Mein Kind ist kaputt ...
Niemand hat geholfen !
- Oder: Wie die deutsche Justiz ihrem "Wächteramt"
für Kinder nachkommt ... - Fall 2
Aktualisierung zum PAS-Fall "Mutter ohne Sohn" aus: Matthias Matussek, Die vaterlose Gesellschaft - Briefe, Berichte, Essays, Rowohlt, 1999 - gleichzeitig paPPa.com-Fallsammlung - Nr. 53 - Wenn die Mutter entzogen wird.
Zuschrift von Monika V., 15. Jan. 2001:
2000 war für mich das allerschlimmste Jahr.
Mein Sohn stand von Heute auf Morgen vor der Tür (mit 15 1/2 Jahren) und ist geblieben.
Das Problem ist nur - er ist völlig kaputt.
Wenn ich sage kaputt, dann meine ich auch kaputt - schulunfähig, lernunfähig, sowieso arbeitsunfähig, gruppenunfähig, sozial unfähig - Drogen, Diebstähle, lügen, weglaufen, intrigieren, räuberische Erpressung, illegaler Waffenbesitz, Randgruppen - die ganze Palette.
Er übernachtet zur Zeit ab und zu in einer Notunterkunft für Minderjährige, haut von dort ab wann er will und wird erst nach der x-ten Vermisstenanzeige irgendwo völlig fertig aufgefunden (auch im Ausland).
Natürlich kümmere ich mich um ihm - aber es sieht anders aus als im Normalfall. Ich habe dafür gesorgt dass für ihn gesorgt wird. Ich schreie, ich tobe, ich lasse nicht locker - beim Jugendamt, in der psychiatrische Klinik, bei den Sozialarbeitern, in dieser Jugendschutzstelle, täglich Trara mit Polizei, auch mitten in der Nacht - ich vermeide unnötige Anzeigen, ich erkläre, ich schütze, ich verstehe.
So kommt es dass, gestern aufgrund eines psychologischen Gutachten und Empfehlung der Jugendpsychiatrie, vom Jugendamt die Entscheidung getroffen ist: Er darf demnächst teilnehmen an einem sozialpädagogisches Projekt im Ausland und zwar auf einer total intensiven Basis: 1 Betreuer und mein Sohn sind dann alleine unterwegs für mehrere Monate. In der Zeit soll er wieder zu sich kommen und lernen Vertrauen zu fassen. Danach kann er hoffentlich in einer betreuten Wohngemeinschaft leben und irgend einen Schulabschluss nachholen. (Er hat gar nichts in der Hinsicht.)
Der Arsch, sein Vater, hat mir nicht nur das Kind entfremdet, er hat jahrelang auf alle meine Anfragen behauptet, ich wäre wahnsinnig, gestört, drogen- oder tablettensüchtig, schizophren, asozial, chaotisch, psychotisch und er hat mir permanent mit Sorgerechtsentzug (haha) und Geldstrafen bedroht - sollte ich mich länger in seine Angelegenheiten einmischen und ihn und das Kind belästigen in dem ich mich nach dem Wohl des Kindes erkundige und einfach nur behaupten würde, das Kind bräuchte Hilfe, bzw. psychologische Hilfe.
Es gäbe keine Hilfe, und diese wäre auch nicht vonnöten - ich würde dringend psychiatrische Hilfe benötigen und solle mich entsprechend behandeln lassen.
Auf meine Hinweise auf PAS, antwortete er, er würde sich auch mit PAS auskennen, und in keinster Weise PAS ausüben , und auch das hätte er im Griff. Ich solle doch bitte meinen nächsten Gehaltsnachweis vorlegen um zu prüfen ob meine Unterhaltszahlungen nicht schon wieder längst viel zu niedrig seien.
Vor einigen Wochen habe ich zu diesem Kerl geschrieben, dass er ein Psychopath ist (ich glaube, das kann jeder verstehen). Der Arsch will jetzt Schmerzensgeld und er will auch, dass ich seinen Anwalt bezahle.
Ich denke nicht daran.
Aber ich denke daran ihm anzuzeigen wegen PAS. Er hat jahrelang unbestraft PAS ausgeübt - keine der Behörden hat je auf mich gehört. Ich hatte mich immer um Hilfe erkundigt. Und er war nie so dass ich das Kind alleine gelassen hatte oder nicht fähig gewesen wäre es zu erziehen. Er hatte uns - weil der Ehe überdrüssig - uns (beide Töchter aus erster Ehe) von heute auf morgen völlig mittellos vor die Tür gesetzt.
Es ist niemals irgendeine gerechte Regelung gefunden worden. Alle haben mich völlig alleine gelassen. Ich habe niemals Drogen eingenommen, ich rauche noch nicht einmal Zigaretten. Aber er, der Arsch , ist schon seit 20 Jahre Alkoholiker und gewalttätig. Kannst Du Dir vorstellen, wie ich koche vor Wut?
Ich will ihn anzeigen wegen PAS. Aber ich will, dass es dieses Mal gelingt. Und ich will, dass es auch ein Beispiel wird für andere Kinder. Mein Sohn ist ein Opfer. Er ist kaputt. Wir haben den Beweis (leider) Sie brauchen alle Beweise, diese Behörden. Jetzt haben wir ihn.
(Ich werde mein Kind da raus holen. Ich weiss nicht wie und ich weiss nicht wann: aber er ist auch mein Kind - er wird mich erkennen.) --- Trotzdem - ich will auch dass der Arsch für seine Verbrechen bestraft wird. PAS ist viel zu schlimm, als dass es einfach so hingenommen werden kann.
Vielleicht kannst Du mir einen Rat geben, wie man so etwas macht, an wen man sich wenden soll. Und ob ich eine Chance habe damit durchzukommen. Wie und ob ich die ganze Sache dokumentieren kann/soll. Ich habe schon gedacht an Anwalt X. Ich kenne ihm, ich war schon einmal bei ihm deswegen - aber der ist wahnsinnig teuer. Vielleicht soll ich ihn fragen, ob nicht der Arsch bezahlen muss.
Auf die Dauer werden die Menschen krank - unerklärliche Schmerzen, Psychopharmaka, Schlaflosigkeit, Asthma ... (habe ich alles, mein Asthma ist mir geblieben, die brutale unerklärlichen Unterleibsschmerzen, die ich das letzte Jahr über jedes Wochenende hatte und nur mit schwersten suchtmachenden Medikamenten zu lindern waren, verschwanden von heute auf Morgen an dem Tag, an dem mein Sohn vor meine Türe stand. Heute haben wir ein anderes Problem. Mein Sohn ist kaputt.
Aber irgendwie ist die Situation trotzdem ehrlich. Sie hat einen Namen. Man weiss, was man tun kann. Er spürt, dass etwas getan wird. Er darf mich beim Namen nennen. Er darf mich auch beschimpfen. Irgendwie ist ein echtes "Kaputtsein" besser als eine falsche "Deine Mutter/Dein Vater ist das Allerletzte"-Aussage. Ich weiss, das werden wieder nur die verstehen, die genauso mittendrin sind. Alle anderen, die, die nichts haben, auch wenn sie mit einem falschen "Deine Mutter/Dein Vater ist das Allerletzte"-Aussage leben, die können das nicht so sehen. Die Aussage ist dermaßen falsch ... die wissen es noch nicht einmal. schliesslich hat man nur einen Vater und eine Mutter. Man kann diese Verlusterfahrung nur einmal machen. Wer nicht weiss, was er verloren hat, ist zweimal betrogen worden.
[Die Vorgeschichte: Mutter ohne Sohn - Auszüge aus Matussek, Mai 1999]
Fall 1: "Heute ist nun die Anklageschrift gegen meine Tochter gekommen. Mehrfache gemeinschaftliche schwere Körperverletzung. Ich habe dazu mit dem folgenden Schreiben reagiert. Ich gebe es bewusst so offen raus. Es soll eine Mahnung, eine Warnung sein. Kinder brauchen beide Eltern."
Siehe auch: Kinder in Angst und Schrecken
Stand dieser Seite: 18.02.2001 - Fundstelle: http://www.paPPa.com/kinder/monikaV-101.htm
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