Protokoll der Angst
Ohne Kommentar veröffentlich "ex" nachfolgend Auszüge aus einem Polizeiprotokoll. Die Beamten mußten eine total verängstigten Jungen mit Gewalt aus der Wohnung des Vaters holen - nur weil die Mutter auf dem Sorgerecht bestand. Das Einsatzprotokoll (einer Polizeimeisterin) spricht für sich.
"Am 20.5. gegen 18.15 Uhr teilte Herr X telefonisch dem Polizeirevier mit, daß er seinen Sohn Klaus an seine geschiedene Frau übergeben müsse, der Junge aber nicht zu seiner Mutter wolle.
Kurze Zeit später rief Frau X an und teilte mit, daß ihr Ehemann den gemeinsamen Sohn nicht herausgeben würde. Vor Ort erklärte uns Frau X, daß ihr das Sorgerecht für den Jungen zugesprochen wurde.
Klaus saß spielend im Wohnzimmer und wir erklärten ihm, daß er jetzt nach Hause zu seiner Mutter müßte. Klaus sagte jedoch wörtlich: "Nein, ich will nicht, die schlägt mich." ... Räumlich etwas abseits wurde Klaus noch einmal befragt, ob er jetzt zu seiner Mutter mitkommt, jedoch weigerte er sich weiterhin. Ich fragte den Jungen noch einmal, ob er denn wirklich geschlagen wird: "Ja, die hat Stöcke zu Hause und schlägt mich, ich will nicht."
Wir baten dann Klaus, doch wenigstens mit seiner Mutter zu sprechen. Doch auch dieses wollte er nicht. Ich versprach ihm daraufhin, bei ihm zu bleiben und er brauche nur mit seiner Mutter zu sprechen. Klaus kam dann mit zur Haustür. Herr X blieb im Wohnzimmer. Klaus versteckte sich hinter mir und zitterte am ganzen Körper und wir hatten deutlich den Eindruck, daß Klaus Angst vor seiner Mutter hatte.
Frau X nahm Klaus dann in den Arm und fragte ihn, was das denn solle. Klaus fing an zu weinen und sagte zu ihr, du schlägst mich. Der Junge wehrte sich dann gegen die Umarmung und stieß seine Mutter zurück und lief ins Wohnzimmer. Ich machte dann den Vorschlag, doch den Jungen noch die eine Nacht beim Vater zu lassen, damit er sich beruhigen konnte.
Darauf ging Frau X nicht ein, sie wollte ihr Sorgerecht durchsetzen. Daraufhin telefonierte ich mit dem richterlichen Eildienst. (Der Richter) erklärte mir, daß Frau X notfalls das Kind mit Gewalt zu sich holen kann.
Klaus wurde dann von POM ... zur Tür getragen, dabei begann er sich zu wehren und schrie, ich will nicht, ich will nicht. Er fing an zu weinen und klammerte sich an seine Schwester.
An der Haustür wurde Klaus dann schreien an seine Mutter übergeben und Frau X umklammerte den Brustkorb von hinten, um Klaus zu tragen. Sie zerrte (ihn) vom Haus weg, wobei Klaus sich heftig wehrte. Frau X zerrte dann Klaus in Richtung Fahrzeug, doch der Junge strampelte heftig. Frau X versuchte, Klaus in das Fahrzeug zu setzen, was ihr nicht gelang, da Klaus sich mit Händen und Füßen gegen den Einstieg stemmte.
Frau X gelang es nur, den Jungen ins Fahrzeug zu bekommen, indem sie sich selbst auf die Rückbank setzte und Klaus hinter sich her, weiter umklammert, in den Wagen zog. Frau X konnte durch ihre körperliche Überlegenheit den Widerstand von Klaus brechen.
Am 21.5. rief dann Frau X nochmals beim Polizeirevier an, um mir mitzuteilen, daß Klaus sich während der Fahrt, die ja nur 3 Minuten dauert, bereits wieder beruhigt hatte und noch nicht mal mit seiner Schwester sprechen wollte, jedoch ist sie immer noch der Meinung, das Richtige getan zu haben. Sie mußte ihrer Meinung nach schnellstens den Jungen vom negativen Einfluß ihres Exehemanns wegholen."