Leserbrief zum 3. Freispruch:
Skandale ohne Ende
Der 3. Freispruch in Mainz zeigt nur die Spitze des Eisbergs: Ist der Ausgang des Montessori-Prozesses schon wieder vergessen? Es gibt so viele Parallelen zum Mainzer Mammutprozeß ... Und wer spricht davon, daß zwischen 1990 und 1995 die Fremdunterbringungen von Kindern von 100.000 auf 150.000 gestiegen sind, in den meisten Fällen begründet mit "Verdacht auf sexuellen Mißbrauch"? Seit drei Jahren ist bekannt, daß in nahezu jedem zweiten streitigen Sorge- und Umgangsrechtsverfahren der Vorwurf (meist von den Müttern mit Unterstützung von Organisationen wie Wildwasser, Zartbitter, Cobra etc.) erhoben wird, so die Aussage von Prof. Willutzki, Präsident des Deutschen Familiengerichtstags.
Und der Skandal von Mainz geht noch weiter:
Ein Blick in die USA würde weiterhelfen. Dort gibt es inzwischen eine ganze Reihe von Gesetzen, die genau vorsehen, wie man bei Verdacht auf Mißbrauch zu verfahren hat. Und: Bei fahrlässigem oder willkürlichem Vorwurf werden Menschen wie die Mitarbeiterin von Wildwasser haftbar gemacht. Vor all diesen Dingen verschließt man in Deutschland die Augen.
So schlimm und grausam Gewalt gegen Kinder in Form des sexuellen Mißbrauchs ist: Wer sagt uns eigentlich, daß die Zahl der Kinder, die unter dem Mißbrauch mit dem Mißbrauch zu leiden haben, inzwischen nicht größer ist, als die Zahl, die tatsächlich mißbraucht wurden?
(Eine Dokumentation dieser Probleme findet man unter http://www.paPPa.com/mmdm)
Leserbrief ging an: