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  • Frauenministerin Nolte gegen Mißbrauch und für Mißbrauch mit dem Mißbrauch ?

    Erinnert sei an die Worte des Vorsitzende Richters zum Abschluß der Wormser Prozesse - ankündigt als der "Größte Kinderschänderprozeß in der Geschichte Deutschlands": "Wenn man sich die Werbung dieser Kinderschutzdienste ansieht, dann werden wir noch viele Verfahren dieser Art haben. Denn danach ist jedes dritte Kind ein mißbrauchtes Kind."

    Das war am 17. Juni diesen Jahres. Keine sechs Wochen später stellt Claudia Nolte, Bonn, ein Aktionsprogramm gegen den Kindesmißbrauch vor - und als einzige namentlich genannte Stellen, mit denen man zusammenarbeiten will, werden "Zartbitter" und die Dokumentationsstelle "Deutsche Referenzbibliothek" von Professor Tilman Fürniss angeführt. Gerade diese arbeiten nach dem gleichen Konzept wie "Wildwasser", deren Mitarbeiterin in Worms/Mainz den Justizskandal der Mainzer Prozesse ermöglichte: parteilich-feministisch. Zartbitter war beteiligt an einem anderen skandalösen Vorgang, dem Montessori-Prozeß.

    Jetzt erhält diese "verdienstvolle Arbeit" erneut die höheren Weihen aus Bonn. Der Skandal wird noch einmal erweitert und fortgeführt, damit sichergestellt ist, daß die Hexenjagd weitergeht, potenziert durch neue "Aufdeckerprogramme", mit gestärkten Kräften, flächendeckend, bundesweit, unter Federführung von Dilletanten aus dem parteilich-feministischen Psycho-Lager ?

    paPPa.com erspart sich für heute jeden weiteren Kommentar - bittet aber gleichzeitig die Leser, eventuell zur Verfügung stehende Informationen zu Zartbitter und Deutsche Referenzbibliothek an uns zu übersenden: webmaster@paPPa.com.

    Zur weiteren Information siehe u.a.

  • Der Widerstand gegen die „parteiliche" Verdachtsaufklärung vieler Beratungsstellen wächst
  • Presseschau zum Mißbrauch mit dem Mißbrauch
  • Es geht um's Geld. Aus einem Brief von Ursula Enders, Zartbitter Köln sowie
  • "Kot mit Ketchup", Presseberichte zum Stichwort "Zartbitter" und "Tilman Fürniss".
  • "Absurd und gefährlich" Familienministerium fördert dubiose Kinderschutzorganisationen
  • Es folgen einige Auszüge aus Presseberichten vom 30. Juli 1997 sowie ein Brief von der Initiative Jugendamts-Geschädigte Stuttgart:


    Neuen Westfälischen Rundschau, 30. Juli 1997:

    Nolte stellt Programm gegen Kindesmißbrauch vor

    Sexuelle Gewalt ist Mord an Kinderseelen

    Bonn (ap). Das Bundeskriminalamt will eine zentrale E-Mail-Adresse zur Anzeige von Kinderpornographie im Internet einrichten. Dies ist Teil des Arbeitsprogramms der Bundesregierung gegen Kindesmißbrauch, Kinderpornographie und Sextourismus, das Jugendministerin Claudia Nolte gestern in Bonn vorstellte.

    Sie könne sich "kaum etwas schlimmeres vorstellen", als sexuelle Gewalt gegen Kinder, sagte die CDU-Politikerin. Dieser "Mord an Kinderseelen" müsse mit allen Mitteln bekämpft werden. Allerdings könne der Kampf nur gewonnen werden, wenn sich alle anstrengten, alle sensibilisiert seien und Hilfesignale auch wahrnähmen, betonte Nolte. Rund ein Jahr nach dem Weltkongreß gegen kommerzielle sexuelle Ausbeutung von Kindern lege sie deshalb ein konkretes Maßnahmenbündel zur Umsetzung des in Stockholm beschlossenen Aktionsplans vor. Schwerpunkte seien Aufklärung und Vorbeugung, Gesetzgebung, internationale Strafverfogung und Opferschutz.

    Auch in den neuen Bundesländern soll ein flächendeckendes Netz von Krisentelefonen für Kinder und Jugendliche aufgebaut werden, erklärte die Ministerin. Weiter werden Kinderschutzverbände mit mehr als 800.000 Mark jährlich unterstützt.

    In Zusammearbeit mit der Kinderschutzorganisation Zartbitter in Köln wird ein Comic zur Aufklärung und Prävention für kleine Kinder ab drei Jahren hergestellt, der ab September verfügbar ist. Den Eltern soll über die Familienbildungsarbeit eine Konzept zur Prävention sexualisierter Gewalt in Ehe und Familie vermittelt werden. Auch gibt es eine Anzahl von Aufklärungs- und Präventionsbroschüren, zum Beispiel über "Kindesmißhandlung - erkennen und helfen".


    Hannoversche Allgemeine vom 30. Juli 1997:

    (...) Zu diesem Programm zählen folgende Präventionsvorhaben:

  • Zusammen mit freien Trägern entwickelt das Ministerium eine Konzeption für die Familienbildungsarbeit zur Vorbeugung sexualisierter Gewalt in Ehe und Familie.
  • Für Lehrpersonal und Erzieher, Polizisten und Juristen, Mediziner und Reiseleiter werden spezielle Aus- und Weiterbildungsangebote gefördert.
  • Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Kinderschutzzentren bekommt erstmals Bundesmittel für Personalausgaben.
  • Die für eine Million Mark eingerichtete bundesweite Informations- und Dokumentationsstelle zu Kindesmißbrauch und Kindesmißhandlung in Münster wird weiter gefördert [Anmerkung paPPa.com: Leiter ist Prof. Dr. Tilmann Fürniss].
  • In den neuen Bundesländern wird ein flächendeckendes Netz von Kinder- und Jugend-Krisentelefonen eingerichtet. Bis Ende des Jahres sollen 17 Leitugen geschaltet sein.
  • Für kleinere Kinder bis zu drei Jahre wird in Zusammenarbeit mit der Kölner Kinderschutzorganisation "Zartbitter" ein Comic zur Aufklärung und Vorbeugung hergestellt.
  • (...) Die SPD-Politikerin Ulla Schmidt war der Bundesregierung vor, sie verschleppe einen wirksamen Schutz der Kinder vor Sexualstraftätern. Nötig seien vor allem Präventionsprogramme für Erwachsene, erklärte Schmidt. Die Koalition habe es "bisher nit einmal geschafft, bei der Reform des Kindschaftsrechts, den wichtigen Satz an alle Erziehungsberechtigten zu richten, daß Kinder gewaltfrei zu erziehen sind."


    Brief von der Initiative Jugendamts-Geschädigte Stuttgart
    Kontaktadresse: Ursel Maurer, Tel./Fax 0711-333 753.

    Bundesministerium für Familie, Senioren,
    Frauen und Jugend
    - Frau Bundesministerin Claudia Nolte -

    53107 Bonn

    31.7.1997

    Sehr geehrte Frau Ministerin Claudia Nolte,

    ich finde es sehr schön, daß man jetzt auch in Bonn darüber nachdenkt, wie man unsere Kinder vor Mißbrauch besser schützen kann.

    Aber müssen Sie deshalb gleich mit "Zartbitter" paktieren? Spätestens seit dem Wormser Prozeß ist es doch allgemein bekannt, daß Organisationen wie Wildwasser, Zartbitter, Kobra, usw. auch viel Unglück in Familien anrichten.

    Was gedenken Sie gegen den "Mißbrauch mit dem Mißbrauch" zu tun, der besonders von den genannten Gruppierungen (die auch noch mit Geldern unterstützt werden) betrieben wird?

    Ferner habe ich die Frage:

    Was tun Sie gegen den Mißbrauch in Heimen, WGs, dem sogenannten betreuten Wohnen? (In WGs und betreuten Wohnen leben schon ältere Kinder, und hier ist der Lebensstil oft so katastrophal, daß man vielleicht eher von Wohlstandsverwahrlosung und Verführung denn von Mißbrauch reden muß. Nur das Ergebnis, nämlich total kaputte Menschenkinder, ist das gleiche).

    In letzter Zeit höre ich gehäuft von Vorfällen in Heimen, bei denen ältere Kinder und Jugendliche kleine und Kleinstkinder sexuell mißbrauchten. Aber niemand von den Erziehern wollte den Kindern helfen, ja oft wurden die Kinder sogar von ihren Erziehern bedroht, daß sie nie mehr nach Hause dürften, wenn sie davon den Eltern berichten würden.

    So langsam wird darüber sogar in den Medien z.B. in Talkshows berichtet.

    Und merkwürdigerweise sind es wieder die oben genannten Kinderschützer-Organisationen, die in diesen Fällen auch nicht bereit sind, den Kindern zu glauben bzw. ihnen zu helfen.

    Sagen Sie mir bitte, wo ich beantragen kann, daß solche Vorfälle untersucht werden und daß man die Eltern darüber aufklärt, daß ihre Kinder in Heimen der Gefahr des Mißbrauchs von Mitbewohnern ausgesetzt sind. Und auch die Erzieher dort sind nicht immer nur viel besser als Eltern. [Anmerkung paPPa.com: Siehe hierzu den Fall Röttger - Bericht "Panorama" vom 26.6.1997]

    Ich bin gespannt auf Ihre Antwort.

    Mit freundlichen Grüßen


    Anmerkung paPPa.com: Wir sind auch gespannt, aber nicht allzusehr ...


    Leidseite "Mißbrauch mit dem Mißbrauch"