Zentrale Ausschreibung von Fortbildungsangeboten für Mitarbeiter und Fachkräfte der öffentlichen und freien Jugendhilfe
ZENTRALE AUSSCHREIBUNG 1997

Anbieter: Diakonisches Werk Bayern e.V.

Thema: Aktueller sexueller Mißbrauch von Kindern. Macht(mißbrauch) und System - Grundkurs -

Der Ansatz der aktiven Verantwort1ichkeit für das Kind in der Beratungsarbeit bei aktuellem Inzest

Dem "neutralistischen" familientherapeutischen Ansatz steht der feministische Zugang der Parteilichkeit gegenüber. Die Polararisierung von Ideen und Methoden hat mit zur ohnehin schon großen Unsicherheit von Beraterinnen und Beratern beigetragen. Der Ansatz der aktiven Verantwortlichkeit verbindet systemische Sichtweisen mit Ideen und Einstellungen, die aus der feministischen Perspektive stammen, und eröffnet so einige neue methodische Zugänge.

Dieser Workshop dient der Einführung in den Ansatz der aktiven Verantwortlichkeit und wird u.a. folgende Themenbereiche behandeln:

Methodisch wird im Workshop u.a. mit Referat, Rollenspiel, Skulpturarbeit und Erfahrungsaustausch der Teilnehmerinnen und Teilnehmer vorgegangen werden.

Termin: 19.02. - 21.02.97 (Anmeldeschluß: 12.11.96)

Referenten/Leitung: Dr. phil. P. J., Klin. Psychologe (BDP), Psychotherapeut; P. B., Dipl.-Soz.Päd. (FH)

Zielgruppe: 14 Fachkräfte aus der Erziehungs-, Jugend-, Ehe-, Lebens- und Familienberatung, SPFH

Kursgebühr: ermäßigt 130,-- DM (einschl. Unterkunft und Verpflegung)


Thema: Aktueller sexueller Mißbrauch von Kindern. Spezielle Methoden im Ansatz der aktiven Verantwortlichkeit - Aufbaukurs

Beratungsarbeit bei sexueller Mißhandlung von Kindern, die in Verantwortung für das Kind steht, erfordert das Zusammenwirken von Opferschutz und Therapie. Perspektivisch muß sie den Blick auf das umfassende System aus Familienangehörigen, Behörden und Justiz richten und konkret Angehörige dieser Bereiche miteinbeziehen. Der Ansatz der "aktiven Verantwortlichkeit für das Kind" bewegt sich in diesem Rahmen. Spezielle Methoden aus der lösungsorientierten Therapie und aus der narrativen Familientherapie wurden mit geschlechtsspezifischen Zugängen verbunden und auf die Bedürfnisse von Menschen zugeschnitten, die versuchen, das Inzestthema zu bewältigen

In diesem Workshop wird aufbauend auf einen Grundkurs, anhand einiger ausgewählter Methoden aufgezeigt, wie verschiedenen von der sexuellen Mißhandlung betroffenen oder mitbetroffenen Klient/-innen wirkungsvoll geholfen werden kann, ihre eigenen Kompetenzen und Selbstheilungskräfte zu nutzen.

Einige der Themen, die im Workshop behandelt werden, sind:

Termin: 11.11. - 13.11.97 (Anmeldeschluß: 15.01.97)

Referenten/Leitung: Dr. phil. P. J., Klin. Psychologe (BDP), Psychotherapeut; P. B., Dipl.-Soz. Päd. (FH)

Zielgruppe: 18 Fachkräfte aus der Erziehungs-, Jugend-, Familien-, Ehe- und Lebensberatung sowie der Sozialpädagogischen Familienhilfe (Voraussetzung: Teilnahme am Grundkurs oder einer vergleichbaren Vorbildung)

Kursgebühr: ermäßigt 110,-- DM (einschl. Unterkunft und Verpflegung)