KAMPAGNE "AKTIV GEGEN MÄNNERGEWALT"
Vorbereitung (Beginn Herbst 1997 und soll dann Stadtgespräch
Nr. 1 werden):
siehe auch: Ein
Tabu wird gebrochen, Haidhauser Nachrichten - Ausgabe 03/97,
22. Jahrgang, März 1997.
Die Wissenschaftliche Begleitung erfolgt durch Dr. Anita Heiliger
im Rahmen eines Forschungsprojekts
des Deutschen Jugendinstituts: "Münchner
Kampagne gegen Männergewalt an Frauen und Mädchen/Jungen".
Das Projekt wird durch das BMFSFJ
(Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend) gefördert.
Ein Förderungsantrag an die Europäische Kommission läuft.
Laufzeit: Oktober 1997 - März 1998.
Dafür wurde die Projektdauer um ein Jahr verlängert.
Die Koordination läuft über das Projekt
Kofra. Schwerpunkt wird der schulische
Bereich sein.
Aktueller Veranstaltungskalender,
Haidhauser Nachrichten, oder bei Kofra.
Informationen auch bei der Gleichstellungstelle
für Frauen der Landeshaupstadt München.
- 13.5. 1996 Brief von Anita Heiliger:
Nächste Runde (4. Sitzung) zur Vorbereitung der Kampagne am 26.6.
1996, 9-12 Uhr im Deutschen Jugendinstitut [in Kooperation mit KOFRA, Wen-
Do, Frauen Helfen Frauen (Frauenhaus), Frauennotruf München].
Bisher haben 70 VertreterInnen aus 48 Institutionen/Verbänden und
Projekten an diesen Vorbereitungen teilgenommen und ihr Interesse an der
Kampagne bekundet.
- 14.11.1996 19h30, KOFRA , Baaderstr. 30, Virtuelle und reale Gewalt.
Mit Monika Gerstendörfer
- 19.2.1997, 15 Uhr, Deutsches Jugendinstitut. Männergewalt macht
keine Männer. Marlene Eggenberger (Kontaktstelle Opferhilfe in
Zürich.) Eine Kooperationsveranstaltung von KOFRA mit der Iniativegruppe
zur Kampagne "Aktive gegen Männergewalt".
- 8. 3. 1997. Ev. Dankeskirche
München. Die Passion ist weiblich-Frauen in Gewaltverhältnissen.
Ausstellung (bis 27.4.97) im Rahmen der Kampagne "Aktiv gegen
Männergewalt". Schirmherr: Kreisdekan OKR. Dr. Martin Bogdahn.
Initiatoren u.a.: Ökumenischer Arbeitskreis Lesben und Kirche, Wen-Do-Projekt,
Prostituiertenberatungsstelle Mimikry. (Die Verhinderung von Anita Heiliger
wurde sehr bedauert. Dafür konnte sie aber für eine Reihe weiterer
kirchlicher Veranstaltungen gewonnen werden,
im Rahmen der Münchner Kampagne
und bei der Evangelischen
Akademie Loccum.) Dazu gibt es auch ein Rahmenprogramm u.a.:
- 14.3.97, Erni Kutter:
Die Heilige Kümmernis (St.Wilgefortis): Der Legende zufolge
verleugnete Wilgefortis ihre eigene Weiblichkeit, um väterlich-männlichen
Nachstellungen und Übergriffen zu entgehen. Damit weckt sie bis heute
in vielen Frauen Erinnerungen an Gewalt- und Mißbrauchserfahrungen
im Patriachat.
- 10.4.97, Simone Ortner: "Die Hure eignet sich vorzüglich
als Sündenbock" Informationsabend der Prostituiertenberatungsstelle
Mimikry
- 17/26/27.4. 97, "Die Macht der Männer ist die Geduld der
Frauen" Wen Do- Selbstverteidigung von Frauen für Frauen
- 24.4.97, Renate Burgstaller/Christine Hoffman (Frauenhaus München):
"Gewalt gegen Frauen hat viele Gesichter". Informations-
und Kennenlernabend der Frauenhilfe
- 15.5.97, Mitfrauen des Ökumenischen Arbeitskreises Lesben und
Kirche: "Diagnose: Weiblich. Unheilbar krank oder noch zu retten?
-Das Frauenbild in der partriachalischen Gesellschaft."
- 14.6.1997, Erni Kutter, Christine Hofmeister:
"Das Mädchen ohne Hände" - Lebenserfahrungen und
Heilungswege von Töchtern im Patriachat. Märchenseminar für
Frauen
- 30.6.97, Hanna Fichtner: "Wie schütze ich mein Kind vor
sexuellem Mißbrauch?" Ein Informations- und Gesprächsabend
- 15.4.1997, 19 Uhr. Deutsches Jugendinstitut. Zur Frage des Umgangs
mit den Tätern. Referent: Dr. Prof. Alberto Godenzi (Fribourg).
Vortrag im Rahmen der Kampagne "Aktiv gegen Männergewalt"
- 17.4./18.4. 1997, 9-16.30 Uhr. Haus der Jugendarbeit. Aktiv gegen
Männergewalt- Präventive Arbeit mit Mädchen und Jungen.
IMMA e.V. in Kooperation mit der Fachstelle Mädchenarbeit im Haus
der Jugendarbeit. ReferentInnen: Gudrun Scheringer, Dipl.Soz. Päd.(FH),
Fachstelle für Mädchenarbeit (Stadtjugendamt); Hannelore Günter,
Dipl.Soz. Päd.(FH), IMMA ; Matthias Becker, Dipl.Soz.Päd.(FH),
Jugendarbeit München.
- 30.4.1997, 19 Uhr. Sendlinger Tor- Platz. Wilde Frau, laß
raus die Sau. Demonstration zur Walpurgisnacht "gegen sexuelle
Gewalt"
- 11.5.1997, 11h15 Zeitfragengottesdienst der Ev. Kreuzkirche zum Thema
"Männergewalt" Leitung Sebastian Kühnen, mit
Diplompsychologen Karl Schropp und Heinz Kindler.
- 13.5.1997, 15 Uhr. Deutsches Jugendinstitut. Strategien gegen
Gewalt im Geschlechterverhältnis. Referentin Prof. Dr. Carol Hagemann-White(Hannover).
Vortrag im Rahmen der Kampagne "Aktiv gegen Männergewalt".
Auskünfte erteilt das Koordinationsbüro c/o KOFRA. Baaderstraße
30, 80469 München. Tel 2021636. Fax 2021665.
- 14.5./18.6/16.7.1997 18h15 AK-"Aktiv gegen Gewalt in der
Arbeitswelt" Leitung: Nina Golf. Der AK der Arbeitsgemeinschaft
f. Arbeitnehmerfragen (AfA), Amt f. Industrie-und Sozialarbeit der Ev.
Lutherischen Kirche in Bayern, beteiligt sich aktiv an der "Münchner
Kampagne gegen Männergewalt an Frauen und Jungen/Mädchen"
im Herbst.
- 15.7.97 Stadtgespräch - Talkshow, Das Thema "Aktion gegen
Männergewalt" in München. Hauptinitiatorin und Talkgast
Frau Dr. Heiliger
- 26.7.1997 Süddeutsche Zeitung / Südlicher Landkreis Nr. 170,
Seite 5. Die Kampagne wird unter dem Namen "Keine Duldung von Gewalt
gegen Frauen und Kinder" auf den Landkreis München
ausgeweitet. Die Gleichstellungsbeauftragte des Landratsamtes, Frau Ragnhild
Eßwein-Koppen wurde einstimmig vom Kreisausschuß mit der
Durchführung beauftragt. Ein Antrag von Susanna Tausendfreund
(Grüne) statt der dafür vorgesehenen 12 000DM gleich 60 000 DM
im Kreisetat vorzusehen, scheiterte jedoch. Offizieller Start ist aus personellen
Gründen erst im Januar 1998. Im Südosten des Landkreises haben
sich bereits 10 Frauen unter dem Namen FLOTT zusammengeschlossen.
Die FLOTT Frauen aus Ottobrunn berichten, sagt Frau Eßwein-Koppen,
"daß arbeitslose Akademiker dort häufig zu Drogen
und Alkohol greifen und dann gewalttätig werden". Im
Oktober ist eine Auftaktveranstaltung in Ottobrunn geplant, bei der Anita
Heiliger vom Deutschen Jugendinstitut einen Vortrag halten wird.
- Auch sonst beweist der Landkreis München wie fortschrittlich er
ist: Das Puppenspiel "Das Geheimnis" (Freund der Mutter
mißbraucht Tochter Annabell) ist Pflicht in vierten Grundschulklassen
(z.B. Süddeutsche Zeitung, Lokalteil Nord, 5.7.97, Seite 1).
- Herbst 1997. Internationale Konferenz zur Mädchenarbeit veranstaltet
u.a. von Haus der Jugendarbeit, Fachstelle geschlechtsdifferenzierte Jugendarbeit,
Kreisjugendring München Stadt, Beauftrage für Mädchenarbeit
und der Kontakt- und Informationsstelle der Iniative Münchner Mädchenarbeit
(IMMA).
- 1.10.97 Auftakt
gegen Männergewalt (Eröffnungsveranstaltung)
- 29.10.1997, 19.30 Uhr, Evangelisches
Forum München. Dr. Anita Heiliger: Männlichkeit - Macht
- Gewalt. Über die Sozialisation von Jungen und potentielle Täterschaft.
Vorstellung einer Studie von A.
Heiliger und C. Engelfried, Deutsches Jugendinstitut, in Zusammenarbeit
mit dem Arbeitsbereich Alleinerziehender Mütter und Väter im
Evang.-Luth. Dekanatsbezirk München, der Evang. Familienbildungsstätte
"Elly Heuss-Knapp" und dem Münchner Informationszentrum
für Männer e.V. Im Rahmen der Münchner Kampagne gegen Männergewalt
an Frauen und Mädchen/Jungen. Vgl. dazu auch Süddeutsche Zeitung
270, S. 38, 24.11.97: Interview mit der Initiatorin der Kampagne "Aktiv
gegen Männergewalt": Sind
alle Männer potentielle Gewalttäter?