Tagung vom 19. bis 21. September 1997
I.Sexueller Mißbrauch an Kindern: Der Streit um Ausmaß und
Interventionspraxis
Dirk Bange, Behörde für Schule, Jugend und
Berufsbildung. Amt für Jugend. Hamburg
geb. 1963, Dipl.-Pädagoge, bisher hauptamtlicher Mitarbeiter
bei "Zartbitter Köln".
Studie: Die dunkle Seite der Kindheit. Sexueller Mißbrauch.
Ausmaß- Hintergründe-Folgen. Köln 1992., 1994
Etwa jedes vierte bis fünfte Mädchen und jeder zwölfte Junge
in Deutschland wird sexuell ausgebeutet.
Beiträge in U. Enders, Zart war ich, bitter war's,
1995, S. 292-295, 327-330. Literaturverzeichnis S.343-344.
Dirk Bange, U. Enders, Auch Indianer kennen Schmerz, Köln
1995.
II. Kinderschutz und Kinderschützer: Sexueller Mißbrauch
und öffentlicher Diskurs.
Constanze Elsner, Journalistin, Hamburg.
III. Mißbrauch: Hilfe und Intervention -was leisten die Institutionen?
Ergebnisse und Anstöße eines empirischen Forschungsprojekts
Angelika Wolke, Dipl.-Psychologin, Kriminologische Forschungsstelle der
Universität Köln und Universitätsklinik Köln, Abteilung
Kinder - und Jugendpsychiatrie
Dr. Sabine Kirchhoff, Hochschuldidaktisches Zentrum Dortmund
Lehrstück Mainz: Überlegungen zu einem Prozeß und Folgen
für die Institutionen
Claudia Burgsmüller, Rechtanwältin, Nebenklagevertreterin, Wiesbaden
IV. Wie kann und soll ein gesellschaftlich verantwortlicher Umgang mit
Tätern aussehen? Der Rechtsstaat im Spannungsfeld zwischen Opferschutz
und humanen Vollzug
Heidi Alm-Merk, Justizministerin, Hannover
Prof. Dr. Andreas Spengler, Ärztlicher Direktor
des Landeskrankenhauses Wunsdorf
Dr. Ulrich Kobbe, Westfälisches Zentrum für
forensiche Psychiatrie, Lippstadt
Prof. Dr. Hartmuth Horstkotte, Richter am Bundesgerichtshof
a.D., Berlin (angefragt)
Weiterarbeit in Teilforen: Möglichkeiten und Grenzen von Prävention, Intervention und der Aufarbeitung sexueller Gewalt
Forum 1: Hilfe und Intervention: Wo sehen die Institutionen ihre
Perspektiven? Wo sind (noch) ungelöste Probleme?
Angelika Wolke, Köln, Dr. Sabine Kirchhoff, Dortmund, Monika Lenzen,
Kiminalhauptkommisarin, Kripo Köln, Ulf-Rüdiger Schwarz,
Bereichsleiter Jugendhilfe, Diakonie Gifhorn, Maren Kolshorn, Frauennotruf
Göttingen
Forum 2: Mißbrauch im Kontext familialer Gewalt. Zur Ambivalenz
des Familienrechts
Wiebke Horn, Universität Bielefeld, Sonderforschungsbereich
Prävention und Intervention im Kindesalter, N. N, Frauenministerium
Niedersachsen (angefragt)
Forum 3: Sexualität und Geschlechterhierachie- Kann (Sexual)Erziehung
einen Beitrag einen Beitrag zu langfristiger
Prävention leisten? Eine Diskussion um Ansätze und Begründungen.
Dr. Christa Wanzek-Sielert, Kiel/Dr. Anita Heiliger,
Deutsches Jugendinstitut München.
Forum 4: Können Schulen einen spezifischen Beitrag zur Prävention
und Problembearbeitung leisten.
Dr. Brunhilde Marquardt-Mau, Universität
Kiel.
Sexueller Mißbrauch an Kindern als Thema
für den Sachuntericht. In Lauterbach u.a. (Hrsg.): Brennpunkte
des Sachunterrichts, Kiel 1992, S. 176-195.Marquardt-Mau,
B. (Hrsg.), Schulische Prävention gegen
sexuelle Kindesmißhandlung. Grundlagen,
Bausteine, Rahmenbedingungen und Modelle. Juventa
Verlag 1995.
Forum 5: Als Kind auf die Rolle des Sexualobjektes reduziert
- Versuche der Verarbeitung aus der rückschauenden Erinnerung des
Erwachsenen
Prof.
Dr. Friedhelm Zubke, Universität Göttingen
Zur Geschichte der strafrechtlichrn Verfolgung des innerfamiliären
Mißbrauchs
Dr.
Ulinka Rublak, Historikerin, St. John's College, Cambridge, Großbritannien
Jenseits des Datenkrieges: Was müßte das Hilfesystem leisten
-was leistes es (noch) nicht? Gibt es einen problemgerechten öffentlichen
Diskurs?
Resümierende
Überlegungen und Anstöße unter Beteiligung der Referentinnen