Zu dem Bericht KAMPAGNE ENDET -BÜNDNIS BEGINNT in der SZ vom 2./3./4. Oktober.
Es ist schon eine einseitige, merkwürdige Kampagne, zu deren meisten Veranstaltungen in dieser Reihe nur Frauen einen Zutritt haben. Doch was verbirgt sich dahinter, wer steht an der Spitze dieser einseitigen feministischen Welle?
Auf einer dieser Veranstaltungen war eine der Hauptakteurinnen von "Aktiv gegen-Männergewalt", Frau Anita Heiliger, auf dem Podium, wo sie zum Thema "Sexueller Mißbrauch" die Wormser Prozesse erwähnte und die freigesprochenen ehemaligen Beschuldigten noch immer als Täter bezeichnete. Worauf es starke Einwände von dem Justizsprecher Herrn Zierl und auch von Frau Leutheusser-Schnarrenberger gab, wo auch gesagt wurde: "Frau Heiliger, Sie überziehen maßlos."
Diese Hauptinitiatorin der Aktion, Frau Heiliger, wird in der neuesten Emma-Ausgabe lobend als Radikal-Feministin bezeichnet. Eine Frau, "aktiv gegen Männergewalt", die schon 1975 als Einstiegsmotiv den Kampf für das Recht auf Abtreibung hatte. Eine Initiatorin die Frauenbeziehung und Frauenliebe schätzt und wo einfach kein Platz für Männer ist. Eine Frau, die sich wie geschehen, in eine vernünftig gerichtlich geregelte Umgangsangelegenheit einmischt und mit dafür Sorge trägt, daß der Vater sein Kind nicht sehen darf. Es ist schon lächerlich, wenn sich ein Oberbürgermeister Ude als Schirmherr von "Aktiv gegen Männergewalt" vor diesen Karren spannen läßt. Oder hat er mit diesem feministischen Thema Probleme? Die ganze Kampagne ist ein Flopp, oder wie die feministische Emma-Zeitschrift schreibt, "sie ist nicht so effektiv, wie es sich die Initiatoren erträumt hatten".
Ein Eintrag des Deutschen Jugendinstituts (Arbeitgeber von Frau Heiliger) im Internet unter "Aktiv gegen Männergewalt", das diese Kampagne vom Bundesfamilienministerium unterstützt wird, mußte wieder auf deren Veranlassung herausgenommen werden, weil es schlicht und einfach unwahr war, aber es sich wahrscheinlich für die Werbung gut liest. Dies dürfte einleuchten, denn welcher normale Mensch läßt sich solch einen einseitigen Geschlechterkampf gegen Männer aufdrücken.
Ein ehemaliger großer finanzieller Spender dieser Kampagne sagte neulich, "hätte ich gewußt, daß sich hinter dieser Kampagne autonome feministische Frauen befinden, hätte ich nicht gespendet". Noch anzumerken: Natürlich ist Gewalt ein Problem unserer Gesellschaft. Doch sei bemerkt, in Deutschland sind noch die Frauen fast zu 90 Prozent diejenigen, die die Kinder überwiegend erziehen und wo diese später oft einige Probleme mit der Gewalt bekommen.
Herbert Luig, Gütersloh