Ursula Enders

Ursula Enders war, neben der Jugendforscherin Dr. Anita Heiliger [Deutsches Jugendinstitut und KOFRA (Kommunikationszentrum für Frauen), München], auch unter den 13 ExpertInnen bei der Anhörung der SPD Fraktion (Bonn, 20.01.1997) zur "Sexuellen Gewalt gegen Kinder" (laut EMMA März/April 1997, S. 44 zu ,,Sexualgewalt und die unheimliche Rolle der psychologischen Gutachter"). Laut Bericht der Süddeutschen Zeitung vom 21.01.1997 enthielt das von "Zartbitter" (Verein ,,bemüht sich um Beratung und wissenschaftliche Begleitung") für die Anhörung vorgelegte umfangreiche Papier "auch Aussagen über angebliche Ritualmorde an Kindern durch Sektenangehörige." Vgl. dazu auch das Kapitel aus dem obigen Handbuch, S. 331-342: "Ich kann es immer noch nicht glauben, auch wenn ich weiß, daß es stimmt: Ritualisierter Kindesmißbrauch in Deutschland". Diese Forschungsergebnisse von Zartbitter verdienen ganz besondere Beachtung, auch angesichts der Tatsache, daß offizielle Regierungskommisionen in den USA und Großbritannien, amerikanische Schwurgerichte und eine FBI-Spezialabteilung, trotz ungleich größeren Aufwands, nicht fündig geworden sind. Die deutsche Öffentlichkeit wurde auf die Gefahr ritualisierten Mißbrauchs z.B. durch die Psychologin Claudia Bommert (1996) aufmerksam gemacht.