Wann gab es was NEUES bei paPPa.com Juni 2005

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Aktuelles bei paPPa.com und anderswo ...
Siehe auch die "Was gibt´s Neues"-Seiten von: 
Kinder, Psychologie, Entfremdung & Familienrecht / Väter für Kinder / Väteraufbruch für Kinder
27.6.05

Was ist mit 
der Sorge? 

Die Entwicklung der deutschen Rechtsprechung zum Sorgerecht von 1999 bis 2003
- Offizielle Statistik und Kommentierung durch paPPa.com - 

27.6.

Familienrichter 
- am Ende? 

Familienrichterin Michaela Kilian-Bock: Burn-out bei Familienrichtern
"Die Frage des Burnouts bei Familienrichtern wird in Zukunft bestimmt andere Dimensionen annehmen. Aus persönlich erlebten Fällen kann ich jedenfalls berichten, dass bereits jetzt zunehmend Kollegen krank geworden sind und längere Zeit ausfielen, mit der Folge, dass von den vorhandenen Richtern zusätzliche Arbeit geleistet werden musste. Daneben werden die Familiensachen aufgrund der zunehmenden schwierigen gesellschaftlichen Entwicklungen (insbes. Arbeitslosigkeit) sowohl von der Quantität als auch in der Qualität problematischer." 

Dipl.-Psych. Frank Werner Pilgram: Burn-out bei Familienrichtern
"Was bedeuten diese Überlegungen nun spezifisch für das Auftreten des Erschöpfungssyndroms im Berufsstand der Familienrichter? In dieser Profession ist es das tägliche Brot, intimste, existenziellste Beziehungen wie die zwischen Frau und Mann, Eltern und Kindern in Flammen aufgehen zu sehen und mit dem formalen Instrument des Rechts Feuerwehr spielen zu müssen. Trifft dies mit einer neurotischen Disposition zusammen, also entsprechenden konflikthaft ungelösten Kindheitserfahrungen, wie sie oft über Generationen hinweg unbewußt tradiert werden, so ist die Versuchung groß, die bescheidenen Mittel zu überschätzen."

25.6.05

EGMR - Deutschlands Familienrecht wieder 2 mal am Pranger 

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat das deutsche Familienrecht erneut zweimal verurteilt - beide Entscheidungen betreffen die überlange Verfahrensdauer am Bundesverfassungsgericht

Niederbörster gegen Deutschland (Beschwerde Nr. 39547/98) - Umgangsrechtsverfahren
Wimmer gegen Deutschland (Individualbeschwerde Nr. 60534/00) - Sorgerechtsverfahren

25.6.

Bericht zur 
Lage der Väter 

Titelstory des aktuellen FOCUS 25/2005 vom 20.6.05 "Bin ich ein guter Vater?

Zwischen Zeitnot, Job und Familie / Eine Anleitung für gestresste Männer. / Männer wollen heute mehr Erzieher als Ernährer sein. Die Doppelbelastung ist längst kein Problem der Mütter mehr. Ein Bericht zur Lage der Väter. 

Gut recherchiert und geschrieben, mit viel Sympathie für Väter - durchaus lesenwert ... 

Textauszüge hier: www.papa.com/paPPa-Forum/viewtopic.php?t=4249

24.6.05

Skandalfall
Görgülü

Umgangsvereitelung 
durch Gericht 

Und wieder ein Beschluss des Bundesverfassungsgerichts - BVerfG - 1 BvR 2790/04 - vom 10.6.2005 ... 

Das OLG Naumburg erhält vom Bundesverfassungsgericht mit diesem Beschluss nicht nur eine Ohrfeige, sondern zwei mal rechts und und zwei mal links - Die Adoptiveltern werden gerügt - Der Vortrag des Jugendamts als neben der Sache bezeichnet - Das Umgangsrecht des Vaters wird erneut bestätigt (wie schon vom Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte). 
Noch nie war eine Entscheidung des BVerfG so deutlich. Noch nie wurde so deutlich, was für deutsche Familienrichter am OLG Naumburg und auch im Allgemeinen offenbar eine wichtige Maxime zu sein scheint:

"Legal? Illegal?? Scheißegal !!!"

Hier: Links zur Entscheidung + Presseerklärung des BVerfG, zum wesentlichen Auszug der Entscheidung und zum Kommentar "Trommelfeuer nach Naumburg"

24.6.

Umgangsvereitelung 
durch Eltern 

Entwicklung der Gerichtsverfahren zur Regelung des Umgangs: 

1997 

1998 

1999 

2000 

2001 

2002 

2003 

21.841

22.352 

27.754 

30.547 

31.610 

33.800 

35.156

Quelle: U.a. Statistisches Bundesamt, Fachserie 10/Reihe 2.2; Fam. Gerichte, 12, betreffend Zahlen für 2003 - zitiert nach Roland Proksch, siehe unten / Bei den obigen Zahlen noch nicht berücksichtigt sind die Umgangsverfahren, die an den Oberlandesgerichten entschieden wurden. Es kommen für 2003 weitere 1.742 Verfahren hinzu, insgesamt also knapp 37.000 Umgangsverfahren in 2003.

Dies entspricht einer Zunahme von über 60 % in den letzten 7 Jahren!!

Noch immer ist für Eltern ein großes Problem, dass der andere Elternteil Umgang ablehnt (Proksch):

anderer Elternteil lehnt Umgang ab: sagen Väter (in %) sagen Mütter (in %)

Eltern mit alleiniger Sorge 

49,5 

29,1 

Eltern mit gemeinsamer Sorge 

22,5 

14,0 

Diese und weitere Erkenntnisse im Vortrag von Prof. Roland Proksch, gehalten auf dem 4. Treffen der "Bundesinitiative Großeltern" (BIGE) am 17.5.05 in Frankfurt/Main: "Umgangskonflikte nachhaltig lösen, zum Wohl von Kindern, nicht auf ihre Kosten"

24.6.

Pappa Komm !!
Umgangsvereitelung 
durch Eltern 

Rechtsprechung zur Umgangspflicht der Eltern gemäß § 1684 BGB 
www.paPPa.com/urteile/umgang/umgangspflicht-rechtsprechung.htm

24.6.

Hört die Signale! 

NRW hat jetzt einen männlichen Familienminister! "Für Frauen wird erstmals in der Landesgeschichte ein Mann als Minister zuständig sein: Der CDU-Europa-Abgeordnete Armin Laschet wird Minister für Generationen, Familie, Frauen, Integration." www.ksta.de/html/artikel/1119503949723.shtml
22.6.05

Umgangsvereitelung 1

BVerfG 8.3.05 - 1 BvR 1986/04 - Das Bundesverfassungsgericht hebt den Umgangsausschluss des OLG Celle auf ("8-jähriges Kind will den Papa nicht sehen und damit ist gut.") und rügt das OLG, weil es 
  • nicht geprüft hat, ob der geäußerte Kindeswille auch tatsächlich mit dem Kindeswohl im Einklang steht,
  • nicht geprüft hat, ob und inwieweit der Kindeswille ggf. von der Mutter beeinflusst sein könnte,
  • nicht den Antrag des Vaters geprüft hat, mit Hilfe eines Sachverständigengutachtens oder mittels eines Verfahrenspflegers zu untersuchen, ob der Umgangsausschluss dem Kindeswohl entspricht und
  • nicht geprüft hat, ob unter Verhältnismäßigkeitsgesichtspunkten ein begleiteter Umgang des Kindes mit dem Vater in Betracht kommt.
  • Zusammenfassung der Entscheidung in der paPPa.com-Rechtsprechungsübersicht

    22.6.

    Umgangsvereitelung 2 

    "Der Umgangsvereitelung einen Riegel vorschieben" Mit der Veranstaltung über die rechtliche Situation und ihre Auswirkung bei Trennungsvätern hatte die Frauenvereinigung des CDU-Kreisverbandes Meppen und Haren offenbar ein aktuelles Thema aufgegriffen. Neue OZ online 22.6.05
    22.6.

    Weitere Stärkung der gemeinsamen Sorge durch den BGH 

    BGH 11.5.05 - XII ZB 33/04 - Die Übertragung der Alleinsorge setzt konkrete Feststellungen voraus, aus denen sich ergibt, dass es den Eltern nicht gelingt, zu Entscheidungen im Interesse des Kindes zu gelangen und damit die Übertragung der Alleinsorge auf einen Elternteil erfordert. / Grundsätzlich ist eine Prüfung geboten, ob dem Wohl des Kindes nicht in gleicher oder vergleichbarer Weise auch durch Maßnahmen Rechnung getragen werden kann, die weniger in das Elternrecht einschneiden. / Der Umstand, dass die Eltern "tief zerstritten" sind besagt noch nichts über deren Unfähigkeit, in Angelegenheiten ihres Kindes zu gemeinsamen kindeswohlverträglichen Lösungen zu gelangen. Dies gilt insbesondere dann, wenn die Annahme oder Behauptung, eine Kommunikation finde zwischen den Eltern nicht mehr statt durch konkrete Feststellungen nicht belegt sind. / Auch weitergehenden ("Alltags-") Probleme, die in der unterschiedlichen Ausrichtung der Eltern begründet sind, können durch eine Teilübertragung des Sorgerechts gelöst werden. 

    Zusammenfassung der Entscheidung in der paPPa.com-Rechtsprechungsübersicht

    20.6.05

    Väter-Demo Berlin 18. Juni 05

    paPPa.com dokumentiert über 200 Fotos, den wesentlichen Teil der Redebeiträge und die GEGENDEMO (mit Ohrfeige für Papa Ralf) auf der Väterdemo in Berlin am 18. Juni 2005 unter 

    www.pappa.com/aktion/Elterndemo2005/Vaeterdemo-Berlin2005.htm 

    "Allen Kindern beide Eltern"

    "Papa war ein Arschloch" + 
    "Wahlverwandte statt Vati und Mutti" 

    20.6.

    Rechtsprechung
    Umgangsrecht 
    Großeltern

    4 weitere positive Entscheidungen ergänzt 
    (AG Langen 21.12.98 + OLG Celle 22.4.99 + AG Backnang 11.8.99 + AG Bergheim 28.1.03) 

    20.6.

    GENDERAMA 

    Genderama 10.6.05 "Amerikaner entsetzt über feministischen Totalitarismus in Europa" unter Bezugnahme auf "The Sun of Feminism Shines Brightly in Socialist Europe" www.ifeminists.net/introduction/editorials/2005/0608roberts.html
    20.6.

    Generationen übergreifend 2

    NACHTRAG zum Eintrag vom 15.6.05: Scheidung: "Generationen übergreifend" 
    Paul Amato und Jacob Cheadle von der Pennsylvania State University haben jetzt erstmals die Folgen von Scheidungen über mehrere Generationen hinweg untersucht. Sie werteten die Daten einer Langzeitstudie aus, an der sich insgesamt 2033 Großeltern, Eltern und Kinder über 20 Jahre hinweg beteiligt hatten (Journal of Marriage und Family, 2/2005). Amato und Cheadle sind der Meinung, dass eine Scheidung nicht nur das Paar etwas angeht: "Scheidungswillige sollten sich auch darüber Gedanken machen, dass sogar Familienmitglieder, die zum Zeitpunkt der Scheidung noch nicht geboren sind, einmal unter den Folgen leiden werden." Fundstelle des englisch-sprachigen Beitrags " The long reach of divorce: Divorce and child well-being across three generations": 

    www.ingentaconnect.com/content/bpl/jomf/2005/00000067/00000001/art00014

    20.6.

    Hilfe für Betroffene 

    Die Aktion Rechte für Kinder berät Hilfesuchende auf Anfrage in pädagogischen, psychologischen, sozialpädagogischen und gesellschaftlichen Fragen.
    18.6.05

    Väter-Demo Berlin 18. Juni 05

    Rede von Armin Emrich auf der Väterdemo am 18.6.05 "Kinderrechte sind unteilbar!" 
    "... Wie ein Orkan weht der Feminismus uns um die Ohren. (...) Der Mann kann sich heute auf nichts mehr verlassen. (...) Jedes Kind braucht beide Eltern gleichermaßen, wie der Baum seine Wurzeln und zwar vollständig. (...) Weg mit § 1671 und § 1626a BGB."
    18.6.

    Am 18.6.05 in 
    Madrid und Graz 

    Katholische Nachrichten 15.6.05: Spanien: Großdemo für Familie in Madrid mit über 1.000 NGOs
    Tausende Teilnehmer aus über 25 Ländern erwartet - Behörden versuchen Initiative zu boykottieren und wollen der Familien-Demo nicht die selben Demonstrations-Rechte wie Homo-Demo ermöglichen 
    Madrid (kath.net/Fidesdienst) Bereits über 1.000 internationale Nichtregierungsorganisationen (NGOs) haben ihre Teilnahme an der vom Spanischen Familien Forum zum Schutz des Institutes Ehe und der Familie veranstalteten Kundgebung bekannt gegeben, die am 18. Juni in Madrid stattfinden wird. Dies teilt das spanische Institut für Familienpolitik mit. Die Kundgebung steht unter dem Motto: "Die Familie ist wichtig. Für das Recht auf eine Mutter und einen Vater. Für die Freiheit". Die Initiative wurde vom Europäischen Netzwerk des Institutes für Familienpolitik koordiniert, das entsprechende Einrichtungen und Verbände in aller Welt um Unterstützung und Teilnahme bat. Ungleiche Behandlung: Für die Gay-Pride-Parade wurde der Verlauf genehmigt, der für die Kundgebung zum Schutz des Institutes Ehe abgelehnt wurde. "Wir bemühen uns um Zusammenarbeit", so das FEF, doch die Regierungsvertreter "versuchen den Erfolg einer Veranstaltung zu mindern, die das völlige Fehlen der Bereitschaft zum Dialog seitens der Regierung unter Beweis stellen wird". 

    www.oe-journal.at/Aktuelles/!2005/0605/W2/41506vaeterBzoe.htm Als Folgeveranstaltung der ersten Europäischen Väterkonferenz findet am 18.6.05 in Graz die Konferenz "Allianz mit den Vätern" statt. 
    "Mit dem Projekt der IFF Steiermark soll die Bewusstseinsbildung der Männer in ihrer Rolle als Väter generell und zur Entscheidung zur Väterkarenz im speziellen gestärkt werden", erklärte die Nationalratsabgeordnete und Sprecherin der Initiative Freiheitliche Frauen (IFF) Steiermark, Dr. Magda Bleckmann bei einer Pressekonferenz in Graz. Organisiert wird die Veranstaltung von Frauen für Väter und all jene, die es noch werden wollen, von der IFF gemeinsam mit der Männerabteilung des Bundesministeriums für Soziales. Mehr dazu unter www.vaeterallianz.at.

    15.6.05

    Generationen übergreifend

    Scheidung: Ganze Generationen werden beeinträchtigt
    Juni 2005: (dpa) Eine Scheidung beeinträchtigt oft nicht nur die Kinder, sondern auch die Enkelkinder. Viele Scheidungskinder haben im Erwachsenenalter unbefriedigende Jobs und Beziehungen, einen geringen Verdienst und viel Stress - was sich negativ auf die Atmosphäre in der Familie auswirkt, so die in Weinheim erscheinende Zeitschrift «Psychologie heute» (Ausgabe 7/2005). Sie beruft sich auf eine Studie an der US-amerikanischen Pennsylvania State University, an der sich über 20 Jahre hinweg insgesamt 2.033 Großeltern, Eltern und Kinder beteiligten. Die Enkelgeneration kann häufig ebenfalls nicht aus den vorgegebenen Bahnen ausbrechen: Auch hier kommt es laut der Untersuchung zu mehr Problemen in Partnerschaften, weniger Engagement im Beruf sowie geringeren Verdiensten. Außerdem entwickeln sie eine deutlich schwächere Bindung an die Eltern als Enkel aus intakten Familien.
    15.6.

    Pöse, ganz 
    pöse CDU 
    ----------- 
    Wann löst sich 
    der Feminissmuss 
    auf? 

    Ein schwarzer Freitag für die "Fraunpolitik" [Milliardenteures Fun-Projekt] 
    6.6.05: Schwerin/MVr Die Konferenz der Gleichstellungs-und FraunministerInnen der Länder (GFMK) hat am Freitag beschlossen sich aufzulösen. Nach dem Willen der CDU geführten Länder soll Frauen - und Gleichstellungspolitik mit der Jugend- und Familienpolitik beraten werden. Brigitte Pleß, Landesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Fraun (ASF): "Dies ist ein Skandal. Gerade zu einem Zeitpunkt, zu dem die CDU erstmals eine Kanzlerkandidatin in der Geschichte der Bundesrepublik benennt, wird die Fraunpolitik abgeschafft. Es ist eindeutig, die CDU will dieses Politikfeld nicht. Fortschrittliche Fraunpolitik passt nicht ins politische Konzept der CDU." 
    Quelle: MVregio - Nachrichten für Schleswig-Holstein - www.mvregio.de/4914.html / weiterer Text & Kommentar beim Väteraufbruch Schwaben: www.vafk-schwaben.de/aktuelles05_2.html
    15.6.

    Familienrecht 

    Die paPPa.com-Rechtsprechungsübersicht - Positive Fälle Kinderrechte wurde weiter ergänzt. Es finden sich jetzt weitere 50 neue Rechtsprechungsnachweise, ein weiterer Ausbau wird nun kontinuierlich erfolgen. 
    Aktueller Bestand: Ca. 80 Nachweise zum Umgangsrecht / 60 zum Sorge- bzw. Aufenthaltsbestimmungsrecht / 60 zu weiteren Rechtsgebieten sowie 7 zur Rechtsprechung des EGMR -> insgesamt circa 200 Nachweise.
    U. a. neu aufgenommen wurden die hier folgenden Entscheidungen.
    15.6.

    AG Norderstedt 
    und OLG Brandenburg 

    Umfangreiches Umgangsrecht bei engen Bindungen des Kindes: Ein Umgang kann großzügig gestaltet werden (hier: 4,5 Tage zweiwöchentlich = gutes Drittel der Lebenszeit), wenn dies dem Kindeswohl dient und das Kind eine enge Beziehung zu beiden Elternteilen hat. AG Norderstedt 14.11.03 - 52 F 139/02
    (Siehe zu umfangreichem Umgangsrecht auch schon OLG Brandenburg 4.7.02 - 15 UF 25/02
    15.6.

    Umgang soll 
    Bestand haben 

    OLG Naumburg 22.3.05 - 8 WF 238/04: Eine Entscheidung zum Umgangsrecht kann nachträglich nur abgeändert werden, wenn dies aus triftigen, das Kindeswohl nachhaltig berührenden Gründen angezeigt ist. Vorübergehende Probleme bei der Ausübung des Umgangsrechtes sind nicht ausreichend, um die gerichtliche Umgangsregelung zu ändern.
    15.6.

    Umgang soll 
    Bestand haben 

    BGH 13.4.05 - XII ZB 54/03 - FamRZ 2005, 975 Pflegeeltern sind nicht berechtigt, Beschwerde gegen eine Entscheidung des Familiengerichts einzulegen, mit der dem Vater ein Umgangsrecht mit seinem Kind eingeräumt wurde.
    15.6.

    Durchsetzung 
    des Umgangs 

    Ein schuldhafter Verstoß gg. eine Umgangsregelung kann dann nicht vorliegen, wenn nach der gerichtl. Bestimmung des Umgangs neue erhebliche Gründe für eine Umgangsaussetzung des Umgangs entstanden sind und der umgangsverpflichtete Elternteil durch diese bis zu der schon beantragten neuen - ggf. einstweiligen - Regelung des Umgangs in eine Zwangslage geraten ist. Ansonsten steht jedoch ein inzwischen gestellter, aber noch nicht beschiedener Antrag auf Aussetzung des Umganges der Verhängung eines Zwangsgeldes wegen Verstoßes gegen die Umgangsregelung nicht entgegen. Grundsätzlich kommt bei älteren Kindern deren nachvollziehbaren und unbeeinflussten Willen bei der Durchsetzung der Umgangsregelung eine erhebliche Bedeutung zu. Bei jüngeren Kindern ist dagegen davon auszugehen, dass die Durchsetzung des Umgangs mit erzieherischen Mitteln erreicht werden kann. Die Altersgrenze ist bei ca. 9 bis 10 Jahren zu ziehen. OLG Karlsruhe 26.10.04 - 2 WF 176/04
    Hier gefunden: www.olg-karlsruhe.de/html/rechtssprechung/LeitsatzFamilie_bis_2004.htm

    Ein Elternteil kann durch Zwang auch dazu angehalten werden, einen dem Umgang mit dem anderen Elternteil entgegenstehenden Willen eines Kindes durch erzieherische Maßnahmen zu beeinflussen. OLG Karlsruhe 13.9.02 - 16 WF 110/02 - JAmt 2004, 443 
    Auszug: "Das Amtsgericht hat im Erkenntnisverfahren geprüft, wie mit einem möglichen entgegenstehenden Willen der Kinder umzugehen ist. Es ist zum Ergebnis gekommen, dass die Mutter in der Lage ist, den Willen der Kinder durch erzieherische Maßnahmen zu beeinflussen. Dass sie dies nicht getan hat, wird bereits deutlich aus dem Bericht des Jugendamts; danach war die Antragsgegnerin noch nicht einmal in der Wohnung als die Kinder durch Bedienstete des Jugendamtes abgeholt werden sollten. Es muss deshalb angenommen werden, dass die Mutter, sofern die Kinder überhaupt aus freiem Willen Kontakt mit dem Vater bislang abgelehnt haben, nichts unternommen hat, um einen solchen Willen zu überwinden, vielmehr sich untätig hinter ihn zurückzieht, weil er ihr willkommen ist. Das Amtsgericht seine Zwangsgeldandrohung auf 300 DM erhöht. Der Senat bestätigt die angefochtene Entscheidung auch insoweit."

    15.6.

    Rechtsprechung
    Umgangsrecht 
    für Großeltern

    Prinzipiell entspricht ein Besuch der Großeltern dem Kindeswohl. Für die Erziehung des Kindes ist es von Bedeutung, dass das Kind nicht allein auf die Kleinfamilie, bestehend aus Vater, Mutter und Geschwistern, beschränkt wird. Vielmehr fördert es die geistig-seelische Entwicklung des Kindes insgesamt, wenn es Umgang mit möglichst vielen Personen der Familie pflegt, insbesondere auch mit den Grosseltern. OLG Köln 4.6.04 - 4 WF 4/04 - FamRZ 2005, 644 www.grosseltern-initiative.de/urteile/urteil.htm = www.justiz.nrw.de/RB/nrwe/olgs/koeln/j2004/4_WF_4_04beschluss20040604.html
    15.6.

    Trennungsväter 
    viel eher krank 

    Männergesundheit und Trennungskonflikt: Sozialmedizinische und gesundheitsökonomische Aspekte des Familien- und Eherechts - von Prof. Albrecht Goeschel - Vortrag 3. Familienkongress des "Väteraufbruch für Kinder" Halle, 6.11.04
    "Das Thema "Männergesundheit und Trennungskonflikt" beschreibt ein weites und vor allem für Deutschland noch kaum bearbeitetes sozialmedizinisches und gesundheitsökonomisches Aufgabenfeld. Zwar weisen schon vor zwei Jahrzehnten Jaeggi und Holstein und später Beck-Gernsheim auf die hohen sozialen und privaten Kosten der exponentiell zunehmenden Beziehungskonflikte hin - berechnet und dargestellt worden sind diese Kosten bislang aber allenfalls indirekt. Ergebnis u. a.: Das Risiko einer psychischen Störung mit der Notwendigkeit stationärer Rehabilitation ist bei geschiedenen Männern mehr als doppelt so hoch (Faktor 2,35) 
    HTML: www.vafk-schwaben.de/maennergesundheit_trennungskonflikt.html
    PDF: www.grosseltern-initiative.de/Studien/Prof.Goeschel_Vortr.%203.%20Fam.konf.%20VAfK%20Halle.pdf
    15.6.

    Kooperation auf 
    "Anordnung" des 
    Familiengerichts ... ? 
    - Geht wohl doch ! - 

    Traudl Füchsle-Voigt, Verordnete Kooperation im Familienkonflikt als Prozess der Einstellungsänderung: Theoretische Überlegungen und praktische Umsetzung 
    Aus sozialpsychologischer Perspektive werden Überlegungen angestellt, inwieweit eine verordnete Kooperation einen Einstellungswandel und damit eine Deeskalation im Familienkonflikt bewirken kann. Diese Überlegungen erfolgen für alle Konfliktbeteiligten: Einerseits auf der Ebene der Betroffenen, aber auch auf der Ebene der Professionen. Im Sinne des Lernens am Modell wird darüber diskutiert, inwieweit hierbei die professionell am Familienkonflikt Beteiligten eine Vorbildfunktion für die Betroffenen ausüben. 
    Schließlich wird ein gelungenes Praxismodell - das so genannte "Cochemer Modell" - vorgestellt, das seit Jahren mittels der verordneten Kooperation erfolgreich arbeitet. 

    Zugang zu dem Artikel über diese Seite: www.grosseltern-initiative.de/studien.htm

    15.6.

    Die Perspektive
    der Kinder

    Tanja Petry, Kinder im Kontext von Trennung und Scheidung - der präventive Ansatz aus familienzentrierter Sicht (Diplomarbeit 2003) www.grosseltern-initiative.de/Studien/Diplomarbeit.pdf
    Aus dem Vorwort: "In Anbetracht der o. g. Scheidungszahlen zeige ich anhand die Möglichkeiten von kindgerechten, unterstützenden und präventiven Maßnahmen zur möglichst konfliktfreien Bewältigung von Trennung und Scheidung der Eltern auf. Denn nur so ist es möglich, massiven Problemen, die sich auf die weitere Kindesentwicklung langfristig negativ auswirken können, angemessen entgegenzuwirken. Hier erscheint es auch sinnvoll, dass die Eltern versuchen, die Bedürfnisse ihrer Kinder intensiver wahrzunehmen. Häufig sind sie in der Situation der Trennung/Scheidung so mit ihren eigenen Problemen beschäftigt, dass ihnen dies kaum möglich ist. Kinder weisen direkt, durch Worte oder indirekt, durch ihr Verhalten, auf ihre Wünsche und Bedürfnisse hin. Aus diesem Grund scheint es angebracht, die Eltern in der Wahrnehmung ihrer Aufgabe durch Angebote der Elternbildung zu unterstützen." 

    Mechthild Seifert, Elterliche Trennungsphasen: Das kritische Lebensereignis nicht-normativer Art im Kindesalter (Diplomarbeit 1995) www.grosseltern-initiative.de/Studien/Me%20Dipl1_.pdf
    "Ziel dieser Diplomarbeit ist es, mögliche Reaktionen, Folgen und Sichtweisen der Kinder bezüglich der elterlichen Trennungsphasen darzulegen. Die daraus gewonnen Erkenntnisse dienen u.a. dazu, Ansatzpunkte für die (sozialarbeiterische) Arbeit mit betroffenen Kindern bzw. deren gesamter Familie aufzuzeigen." 

    15.6.

    VaterSUCHE 
    - Neues Buch - 

    Vatersuche - von Ingeborg Bellmann und Brigitte Biermann (2005) "Für die Erkundung der eigenen Identität ist das Wissen um den Vater wichtig. Dabei ist die Bedeutung der Väter für Töchter eher selten thematisiert worden. 20 Frauen, die vaterlos oder mit einem Stiefvater aufgewachsen sind, erzählen die Geschichte ihrer Suche nach dem leiblichen Vater. Dabei folgen sie einem Weg der vorgezeichnet ist von Pipi Langstrumpf bis Marilin Monroe und der dem Mann gilt, der zur Hälfte in ihnen vertreten ist und der - so lange er nicht erkannt wird, immer wieder neu erfunden, neu zusammen gesponnen und immer weiter gesucht wird. Im Gepäck haben dabei die Töchter meist nicht viel mehr als Andeutungen der Mütter, Vermutungen und ein paar vage Erinnerungen und meist das Gefühl, ?das Dableiben nicht wert gewesen zu sein". So reiht dieses Buch Szene für Szene der Suche aneinander wie in einem Film, teilweise märchenhaft anmutend, doch meist getrieben von der not-wendigen Suchen nach der eigenen Identität. In diesem Buch werden sie begleitet von drei Psychotherapeuten, die die Probleme der Töchter, die ohne ihren leiblichen Vater aufgewachsen sind, einfühlsam und einleuchtend darlegen. Deutlich wird ein Stück Sitten- und Moralgeschichte eines ganzen Jahrhunderts, es sind die Spuren des geteilten und wieder vereinigten Deutschland erkennbar."
    15.6.

    Väter ... 

    Inge Seiffge-Krenke, Väter - Die Bedeutung des Vaters für die psychische Entwicklung des Kindes - Rezension

    Mehr von Inge Seiffge-Krenke:

  • Väter in der Psychotherapie: ?Über ,normale' Väter wissen wir erstaunlich wenig" Die ?Vaterforscherin" Inge Seiffge-Krenke will Väter stärker einbeziehen. Deutsches Ärzteblatt - PP 1, Ausgabe Okt. 2002, S. 460
  • Gut, daß sie anders sind - "Väter haben eine ganz besondere Art, mit Kindern umzugehen. Ihre Entwicklung wird auf einzigartige Weise gefördert. Über den positiven Beitrag von Vätern in Familien kann die Wissenschaft bislang nur wenig sagen. Man ging davon aus, daß Väter funktionieren müßten wie Mütter - und wenn sie dies nicht taten, wurden sie als defizitär betrachtet. Neuerdings setzt sich allerdings die Erkenntnis durch, daß Väter einen besonderen, qualitativ und quantitativ unterschiedlichen Beitrag zur Erziehung und Entwicklung ihrer Kinder leisten."
  • 15.6.

    RATgeber? 
    - Nur bedingt - 

    Wegweiser für den Umgang nach Trennung und Scheidung (Broschüre, Mai 2005, 74 Seiten) 
    Kostenlos bestellbar beim Bundesfamilienministerium oder Download über die oben angegebene Seite 
    Herausgeber: Deutsche Liga für das Kind in Familie und Gesellschaft e.V. / Deutscher Kinderschutzbund Bundesverband e.V. / Verband alleinerziehender Mütter und Väter, Bundesverband e.V.
    Kommentar paPPa.com: Nur bedingt empfehlenswert, u. a. weil der "Ratgeber" sich ausschließlich an dem "klassischen" Modell der hauptbetreuenden Mutter orientiert und damit "gemeinsame gleichberechtigt Eltern sein" nicht berücksichtigen möchte.
    Kapitel: Der Umgang aus Sicht des Kindes / Die Vielfalt von Elternschaft / Die neue Lebenssituation und der Umgang mit dem Kind / Die rechtliche Situation nach Trennung und Scheidung / Überlegungen im Vorfeld / Was für den Umgang zu regeln ist / Wie der Umgang gelingen kann / Trennung und Scheidung: Chancen und Risiken / Der Umgang mit anderen Bezugspersonen / Service
    9.6.05

    Große Väter-Demo Berlin 18. Juni 05

    "1 Tag Berlin für 20 Euro!" Organisierte Busfahrten (2 Routen) für 20,00 Euro - Hin- und Rückfahrt (in Planung) - Abfahrt ab ca. 4:00 Uhr, Rückfahrt ab 21:00 Uhr 
    * ROUTE SÜD: Stuttgart - Karlsruhe - Mannheim - Frankfurt - Gießen - Eisenach - Jena - Halle Berlin 
    * ROUTE WEST: Aachen - Köln - Wuppertal - Dortmund - Bielefeld - Hannover - Berlin 
    Anmeldung zur Busfahrt www.demo.vafk.de/busanmeldung.htm
    Siehe auch: Fahrgemeinschaften-Börse (auch für Übernachtungen geeignet) http://baseportal.de/cgi-bin/baseportal.pl?htx=/vafk/MitfahrerPool
    9.6.

    Umgangsboykott
    mittels PAS

    Skandalöses und trauriges Urteil des OLG Frankfurt am Main: 
    10-jähriger Umgangsboykott ist immer noch nicht genug !!!
    Trotz massivem PAS verbleiben die Kinder im Haushalt der Mutter, obwohl der Vater das Sorgerecht - aber ohne das Aufenthaltsbestimmungsrecht - erhält und entsprechend das Sorgerecht der betreuenden Mutter wegen Erziehungsunfähigkeit vollständig entzogen wird. 

    OLG Frankfurt vom 11.5.05 - 1 UF 94/03

    9.6.

    Neues 
    Verfahrensrecht 
    für 
    Familiengerichte ... 

    Zypries stellt neue Verfahrensordnung für die Familiengerichte vor - Pressemitteilung Bundesjustizministerium 6.6.05 - U.a. als Regelungsinhalte angesprochen und vom Justizministerium angekündigt: 
  • "Einvernehmliche Konfliktlösungen zwischen den Beteiligten werden gefördert und auf eine klare Rechtsgrundlage gestellt."
  • "Umgangs- und sorgerechtliche Verfahren werden durch die Einführung eines obligatorischen frühen ersten Termins nach einem Monat beschleunigt, gerichtliche Entscheidungen gegenüber Umgangsverweigerern leichter durchsetzbar."
  • "Das Bundesministerium der Justiz hat den `Referentenentwurf eines Gesetzes über das Verfahren in Familiensachen und in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit (FamFG) [(FGG-Reformgesetz]´ den Bundesministerien, Ländern und Verbänden zur Stellungnahme zugeleitet." paPPa.com dokumentiert den mit 527 Seiten doch recht umfangreichen Entwurf ... und wird ihn alsbald kommentieren. Schon jetzt hoffen wir, dass es nicht so eine Mogelpackung ist wie der Entwurf zur Neufassung des Unterhaltsrechts, siehe hier 2 Spalten weiter unten ... 

    www.paPPa.com/reform_u/FGG-Reform-Referentenentwurf-FamG.pdf - PDF-Dokument mit 2,5 MB

    9.6.

    Umgangskosten - Beihilfe nach Hartz IV - Anspruch gegen die 
    Arbeitsagentur

    LSG Niedersachsen-Bremen vom 28.4.05 - L 8 AS 57/05 ER

    1. Für Bezieher von ALG II ist für die Umgangskostenerstattung die Arbeitsagentur, nicht aber das Sozialamt zuständig. Die gesetzliche Ansprechsgrundlage ist § 23 Abs. 1 S. 1 SGB II, nicht § 73 SGB XII. (Entgegen SG Hannover vom 7.2.05, entgegen SG Hannover 10.3.05 und entgegen SG Berlin vom 3.5.05)

    2. Anteiliges Sozialgeld für die Kinder - Verpflegung während des Aufenthalts beim Vater - werden nicht erstattet, da die Kinder mit dem umgangsberechtigten Vater keine Bedarfsgemeinschaft i.S. des § 7 Abs 3 Nr 4 SGB II bilden. (Entgegen SG Schleswig vom 9.3.05 und entgegen SG Hannover vom 10.3.05) 

    3. Die Umgangskostenerstattung erfolgt als Darlehen, das durch monatliche Aufrechnung in Höhe von bis zu 10 % der an den Antragsteller zu zahlenden Regelleistung zu tilgen ist. Wenn die Kostenerstattung für längere Zeit - etwa mehr als 1 Jahr - zu zahlen ist, wird die Arbeitsangentur prüfen müssen, ob sie im Wege der Ermessensausübung von einer Aufrechnung absieht, um einem möglichen Verfassungsverstoß vorzubeugen.

    Volltext der Entscheidung

    9.6.

    Reform des 
    UnterhaltsUNrechts?

    Sendung Panorama 2.6.05
    Geplante Reform des Unterhaltsrechts schadet Kindern - Familien erleiden Einbußen durch Steuernachteile - Unterm Strich gibt´s so um 120 € weniger - allein der Fiskus verdient !!! Der Staat im Verteilungskampf gegen die Familie 

    Deutscher Bundestag, 178. Sitzung 2.6.05 - paPPa.com dokumentiert Auszüge aus der Beratung des FDP-Antrags: "Unterhaltsrecht sozial und verantwortungsbewusst gesellschaftlichen Rahmenbedingungen anpassen"

    FDP: "Im Juni 2000 hat der Bundestag eine Entschließung verabschiedet, in der die Bundesregierung aufgefordert wurde, sich zügig und mit allem Nachdruck mit dem geltenden Unterhaltsrecht zu befassen, es gründlich zu überprüfen und Vorschläge zu seiner Neuregelung einzubringen. Nachdem die Bun­desregierung dieser Aufforderung fünf Jahre lang nicht nachgekommen ist liegt seit gestern ein Referentenentwurf vor. Mann kann wohl nicht davon sprechen, dass hier zügig und mit Nachdruck gearbeitet worden ist."

    CDU: "Was zum Thema Untätigkeit gesagt wurde, kann ich nur bestätigen: Jahrelang wurde nichts getan. (...) Diesen Regierungsentwurf haben wir auch bekommen: am 6. Mai 2005. Es handelte sich wiederum um das Eckpunktepapier, versehen mit dem Zusatz, dass diese Reform im Jahre 2006 greifen wird. Mehr ist nicht geschehen. Ich muss Ihnen sagen: Die Art und Weise, in der angesichts der Bedeutung dieses Themas mit einem umgegangen wird, ist schier unglaublich. (...) Wissen Sie, Sie sind sieben Jahre an der Regierung. Jetzt sind Sie noch ein paar Monate dran und dann, Gott sei Dank, weg. Dann können wir das, was 1998 erforderlich gewesen wäre, für die Menschen in unserem Land weiterführen. (...)"

    9.6. Kein Sorgerecht 
    für nichteheliche 
    Väter - aber 18 Jahre 
    für Mutti zahlen ... ?
    Der Unterhalt für die nichteheliche Mutter - Bald unbeschränkt bis zur Volljährigkeit des nichtehelichen Kindes? 

    Das Oberlandesgericht Hamm hat mit Beschluss vom 16.8.04 einen Rechtstreit ausgesetzt und einen Normenkontrollantrag beim Bundesverfassungsgericht gestellt. Das BVerfG soll die Vereinbarkeit des § 1615 l Absatz 2, Satz 3 2. HS BGB mit Art. 6 V GG überprüfen.

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