Wann gab es was NEUES bei paPPa.com - Juli 2005
| Aktuelles
bei paPPa.com und anderswo ... Siehe auch: Neues bei paPPa.com (Archiv) / Genderama / MANNdat / PaPS / Psychologie & Familienrecht / RA Dr. Koeppel / Trennungskinder-Blog / Väter aktuell / Väter für Kinder / Väteraufbruch + Väteraufbruch Schwaben |
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| 14.7.05 |
Scheidungs- und andere Katastrophen- |
Unser Statistisches Bundesamt hat gestern
die Zahlen für 2004 veröffentlicht. Während paPPa.com für
das Jahr 2003 im August 2004 noch vermelden musste "`6
neue deutsche `Bestleistungen´" gibt es dieses Jahr
"nur" 2 neue "Rekorde":
Quellen für diese aktuellen Zahlen in Statistisches Bundesamt - Pressemitteilung 13.7.05 "Zahl der Ehescheidungen im Jahr 2004 nahezu unverändert" und Statistisches Bundesamt: Eheschließungen, Ehescheidungen, Geborene Gestorbene (Excel-Tabelle) Pressekommentare u.a. ZDF: "Scheidungszahl bleibt auf Rekordniveau" + Berliner Morgenpost "Jede dritte Ehe wird geschieden - Frauen sind oft die treibende Kraft" |
| 14.7. |
Pöse Väter |
Bundestag
aktuell 7.7.05 "Über 4.500 Verurteilungen wegen Verletzung
der Unterhaltspflicht 2003 hat es 4.509 Verurteilungen wegen Verletzung der gesetzlichen Unterhaltspflicht gegeben. Dies berichtet die Bundesregierung in ihrer Antwort (15/5891 - pdf) auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion (15/5775 - pdf). Im Jahr davor seien es 4.260 Verurteilungen gewesen. 17 Freiheits- und zwei Geldstrafen seien 2003 in Fällen verhängt worden, in denen der Unterhaltspflichtige durch Vorenthaltung von Unterhaltszahlungen einen Schwangerschaftsabbruch bewirkt hat. In 14 dieser Fälle sei die Freiheitsstrafe ausgesetzt worden." |
| 14.7. |
Netter Link |
www.maennerbeauftragter.de "Sollten Sie jetzt überrascht sein oder völlig entsetzt feststellen, dass hier ein Mann versucht Verbesserungen nur für Männer herbeizuführen, dann darf ich Ihnen zu einer neuen Erkenntnis gratulieren: Frechheit! Recht haben Sie! Aber ist es nicht genauso frech, wenn Tausende von Damen in Deutschland in ihrer Funktion als Gleichstellungsbeauftragte ausschließlich oder überwiegend Frauenthemen behandeln?" |
| 14.7. |
Familien- |
Deutsches Familienrecht:
Oh, my God! Leichte
Lunchthemen waren das nicht - interessant waren sie allemal: Polygamie,
Kuckuckskinder, Frauenquote, Homo-Ehe - wie erklärt man das Diplomaten
aus aller Welt? Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) stellte sich
im Rahmen der allmonatlichen Veranstaltung "Lunch with..." den
Fragen von 20 Botschaftern von Afghanistan bis Usbekistan. Dabei gab
es staunende, komische und verständnislose Momente. Und die Erkenntnis,
daß deutsches Recht Menschen aus anderen Ländern nicht unbedingt
auf den ersten Blick einleuchten muß. |
| 5.7.05 |
Nicht-eheliche |
Das Sorgerecht nicht miteinander
verheirateter Eltern aus rechtsvergleichender Sicht Prof. Nina Dethloff in Das Jugendamt, 5/2005, 213-216: "In Schweden und Estland wurden im Jahr 2002 jeweils 56 %, in Dänemark 45% aller Kinder nichtehelich geboren. In Deutschland sind es ca. 23 % (2001) [Zusatz: Im Jahr 2003 waren es 27 %]. - In Spanien und Belgien sind nichtverheiratete Eltern in gleicher Weise gemeinsam sorgeberechtigt wie miteinander verheiratete. Auch in Frankreich steht nichtverheirateten Eltern im Prinzip das gemeinsame Sorgerecht zu. Kraft Gesetz sind sie ebenfalls in Polen, Tschechien, Litauen, Ungarn, Bulgarien und Russland gemeinsam sorgeberechtigt. Seit der Reform von 2003 erlangt der Vater auch in England allein durch seine Registrierung das Sorgerecht. In den Familienrechtsordnungen der Vereinigten Staaten von Amerika und der australischen Territorialstaaten steht beiden Eltern unabhängig davon, ob sie verheiratete sind oder nicht, die elterliche Verantwortung für ihr Kind zu. In den kanadischen Provinzen besteht hinsichtlich des Sorgerechts ebenfalls kein Statusunterschied mehr zwischen ehelichen und nichtehelichen Kindern." Kommentar: Also 13 zu 1 - denn DEUTSCHLAND ist zu dieser Frage Entwicklungsland ... wie immer, wenn es um Fragen der Menschlichkeit geht. Hier bestimmt allein die Mutter, ob der Vater das Sorgerecht bekommt und Verantwortung tragen darf - oder eben nicht. Regelmäßig erhält er es nicht, weil Mutti das nicht will. Nichteheliche Kinder werden diskriminiert. So gewollt vom deutschen Gesetzgeber, so als ganz prima bezeichnet vom Bundesverfassungsgericht ... |
| 5.7. |
Trennungskind |
Prof. Reimar Du Bois - Das psychische
Schicksal der Kinder im Ehekonflikt der Eltern Vortrag auf dem Fachkongress "ZWISCHEN ALLEN STÜHLEN. Die Situation von Kindern bei Streit, Trennung und Partnerschaftsgewalt der Eltern" Stuttgart, 2.-3.12.04 |
| 5.7. |
Keine Kohle |
"Hat ein Elternteil nicht an vom
Jugendamt angebotenen Gesprächen teilgenommen, so ist ihm Prozesskostenhilfe
zu versagen." - OLG Brandenburg vom 22.3.05 - 9 WF 67/05, veröffentlicht
in Das Jugendamt, 5/2005, 261-262
Empfehlung für Trennungseltern: Wenn der andere nicht reden und verhandeln mag und Prozesskostenhilfe haben will, dann darf und sollte man das Familiengericht auf diese Entscheidung aufmerksam machen. |
| 5.7. |
Papa geht arbeiten |
VEREINBARKEIT Problematisch: Väter
und Elternzeit "Wenn sich in einer Familie Nachwuchs ankündigt, ist es fast immer die Frau, die dann für eine bestimmte Zeit aus dem Beruf aussteigt. Elternzeit oder Teilzeit mit dem Arbeitgeber zu vereinbaren, ist dann schon schwierig. Noch komplizierter wird es allerdings, wenn der Vater versucht, seinen Chef zur Elternzeit zu überreden. - Väter müssen oft Zeit für die Familie erkämpfen." [Zum Artikel in der Rheinischen Post vom 29.6.05] |
| 5.7. |
Unsere gleich- |
Schwule
fordern "Recht auf Elternschaft" Der Grünen-Bundestagsabgeordnete
Beck forderte in seiner Eröffnungsrede beim Christopher Street Day
in Berlin am 25.6.05 die völlige Gleichstellung der Homo- mit der
Hetero-Ehe. In Paris forderten die Teilnehmer neben einer Gleichberechtigung
homosexueller Paare mit heterosexuellen auch das Recht auf Elternschaft.
Lesben- und Schwulenverband bietet Chat für Kinder aus Regenbogenfamilien an. "Zur Schaltung des neuen Chats erklärt Dr. Elke Jansen, Leiterin des LSVD-Projektes Regenbogenfamilien: "Viele Lesben und Schwule haben eigene Kinder und tragen Verantwortung für deren Erziehung und Wohlergehen. Mit einer lesbischen Mutter oder einem schwulen Vater aufzuwachsen, ist jedoch noch lange nicht selbstverständlich in Deutschland. Kontakt zu Gleichaltrigen zu finden, die auch in einer solchen Regenbogenfamilie aufwachsen, ist für Jugendliche leider nicht an der Tagesordnung. Kinder und Jugendliche, die mit ihren lesbischen Müttern oder schwulen Vätern die LSVD Familienseminare besuchten, fanden es immer schade, nur einmal im Jahr anderen ?Kids" mit einem ähnlichen familiären Hintergrund zu begegnen. Diesem Bedarf ist das Projekt ?Regenbogenfamilien" des LSVD nachgekommen: Wir haben einen Chat speziell für Kinder und Jugendliche eingerichtet, die in Regenbogenfamilien leben. Hier können sich die Kinder kennen lernen, austauschen und Kontakte zu Gleichaltrigen pflegen." (...) Das Projekt Regenbogenfamilien wird ermöglicht durch die Unterstützung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ)." "Ich find´s cool - Papa ist schwul" - "Ich find´s schlau - Mama liebt `ne Frau" Kommentar: Auch hier und ein weiteres Mal wird deutlich, dass die Regierung ein großes Herz für Alles hat, was nicht als "traditionelle Familie" gilt. Patchwork in jeglicher Form wird gefördert, die klassische Familie vernachlässigt und wirtschaftlich ausgeblutet ... |
| 1.7.05 |
Frischer Wind |
Entwurf
für neue Prozessordnung der Familiengerichte Schon jetzt darf man das Bundesjustizministerium loben, denn es finden sich eine Reihe wertvoller neuer Regelungsvorschläge. Ob das umfangreiche Regelungswerk so wie jetzt entworfen oder anders Gesetz werden wird - das hängt auch von uns verantwortungsbewussten Eltern ab. paPPa.com stellt die wesentlichen Inhalte betreffend das Kindschaftsrecht vor und bereitete eine eigene Stellungnahme vor. Highlights sind: |
| 1.7. |
"Cochemer Praxis" |
Cochemer
Modell - Aktuelles Der Referentenentwurf eines FGG-Reformgesetz - siehe
obiger Eintrag - greift wesentliche Elemente des sog. "Cochemer Modells"
(zutreffender: "Cochemer Praxis") auf und weist diesem damit
erhebliche Bedeutung zu. Wird der Entwurf so wie vorgesehen im Jahr 2007 zum Gesetz, dann werden Teile dieser Praxis den Familiengerichten verpflichtend vorgeschrieben. Auch deshalb sollen hier einige aktuelle Entwicklungen zu diesem Modell dokumentiert werden, die auch auch kritische Stimmen von Väterseite enthalten. |
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