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Marco Piono "tempo ~ tempo" Eine Collage polarer Fotografien
 

Marco Piono ist nicht erst seit seiner ersten großen Ausstellung 1987 in Hamburg und paPPa.com-Lesern spätestens seit dem Stella Maria Projekt ein Begriff – der Künstler nennt Europa sein Zuhause. Seine Umtriebigkeit mag darin begründet sein, dass sich sein Wirken nicht nur auf ein Metier beschränkt. Er ist ebenso Maler wie auch Bildhauer ist in der Fotografie unterwegs wie auch in der Konzept-Kunst.

Im Freudenfeuer der Justiz, 2006 Ilfochrome, je H 120 x B 120 cm

Marco Piono beschreitet mit der Fusion digitaler Bildbearbeitung und der Ilfochromie neue Wege und versucht, nun auf seine Art das kafkaeske deutsche Justizunrechtswesen darzustellen. Obwohl Maro Piono in dem bezaubernden Ambiente seiner Galerie smart, redegewandt und charmant bis charismatisch seinen Vernissagegästen Rede und Antwort stand, sind die Spuren, die die Geschehnisse bei ihm hinterlassen, die ihm als Vater und seiner Tochter in Deutschland widerfahren sind, nicht nur in seinen Werken unübersehbar. Nach einer zweiundhalb - jährigen psychologischen Begutachtung kam ein vom Familiengericht beauftragter Sachverständiger zu dem Ergebnis, dass die Mutter seiner Tochter die elterliche Sorge dazu missbraucht, um den Umgang der Tochter zum Vater zu verhindern. Die zuständige Familienrichterin „entlastete“ sich dadurch, indem sie letztes Jahr den Umgang für weitere 2 Jahre aussetzte und damit der Umgang für insgesamt fünf Jahre überhaupt nicht mehr stattfindet.

„Für mich gibt es keine Grenzen und keine Zurückhaltung mehr“ erklärte Marco Piono anwesenden Journalisten. Die Befreiung aus der Selbstzensur läßt den Betrachter die profane alltägliche Perversion deutlicher spüren!

tempo ~ tempo, noch bis zum 2. Dezember 2006,
Visage Galerie, Gerichtstraße 12/13, Aufgang 4, 13347 Berlin

Verzweiflungstat - "Wo sind meine Kinder?"
 

Mann wollte sich vor Kanzleramt selbst verbrennen

Ein polnischer Staatsbürger hat während des Besuchs von Ministerpräsident Jaroslaw Kaczynski in Berlin versucht, sich vor dem Kanzleramt selbst zu verbrennen. Er wollte damit gegen die deutsche Sorgerechtspolitik gegenüber geschiedenen binationalen Ehen protestieren.

tagespiegel.de 30.10.2006

Missbrauch: Eltern auf Verdacht bestrafen
 

Australien will ein scharfes Gesetz einführen: Schon der Verdacht auf Kindes-Missbrauch soll reichen, um Eltern das Sorgerecht für ihre Kinder zu entziehen.

diepresse.com 24.10.2006

Jugendämter unter Druck
 

Wie Überlastung zu tödlichen Fehlern führt

Zurückgetreten wird in Deutschland, wenn das Behördenversagen, wie im Bremer Todesfall des kleinen Kevin, derart offen zu Tage tritt, dass Ausflüchte nicht mehr möglich sind. Wie schützen wir unsere Kinder richtig? Politiker sind bei dieser Frage mit Vorschlägen schnell bei der Hand. Verpflichtende Vorsorgeuntersuchungen, Kinderrechte in die Verfassung, Hebammen als Frühwarnsystem, vieles wird diskutiert.

REPORT Mainz, 16.10.2006
TV-Beitrag ansehen als RealVideo (5:30 min)

Wenn die Mutter mit dem Kind wegziehen will
 

Das Recht der Mutter auf Freizügigkeit im Konflikt mit dem Umgangsrecht des Kindes / des Vaters

Einer ein gemeinsames Kind betreuenden geschiedenen Mutter kann ein Umzug innerhalb Deutschlands als Teil ihrer grundsätzliches freien Lebensgestaltung jedenfalls dann nicht versagt werden, wenn die Entscheidung auf vernünftigen und nachvollziehbaren Erwägungen beruht. (Oberlandesgericht Düsseldorf II - 3 UF 57/06, Beschluss vom 15.05.2006)

www.anwalt24.de

ERZIEHUNG: Der Staat hat die Eltern entrechtet
 

Im ganzen Land werden plötzlich misshandelte und vernachlässigte Kinder entdeckt. Der Vorwurf, der Staat habe versagt, ist wahr: Er macht die Eltern zu Arbeitsmaschinen und verwaltet die lästigen Kinder am liebsten selbst. Das ist erstens falsch und zweitens funktioniert es nicht.

welt.de, Konrad Adam, 20.10.2006

BGH verschärft Unterhaltspflicht von Hausmännern für Kinder
 

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat die Unterhaltspflichten von Hausmännern für ihre Kinder aus erster Ehe verschärft. Väter, die in einer neuen Ehe die Hausmannrolle und Kindererziehung übernehmen, müssen nötigenfalls arbeiten gehen und zudem ihr gesamtes Taschengeld einsetzen, um den Unterhalt der Kinder aus erster Ehe zu sichern. Nach dem Urteil muss die zweite Ehefrau den Hausmann für Nebenjobs von der Betreuung der gemeinsamen Kinder "freistellen". Denn die Ansprüche der Kinder aus erster Ehe seien "gleichrangig" mit jenen aus zweiter Ehe

Aktenzeichen: Bundesgerichtshof XII ZR 197/02
Pressemitteilung Nr. 131/06 vom 5.10.2006

Diskussion im paPPa.com-Forum
Das Hexeneinmaleins der Familienrichter
Dem Bundesgerichtshof gelingt das Kunststück, einem nackten Mann in die Tasche zu greifen.
Es stimmt nicht, dass man einem nackten Mann nicht in die Tasche greifen kann. Dem 12. Senat des Bundesgerichtshofs (BGH) gelingt dieses Kunststück.
Von Heribert Prantl,  sueddeutsche.de, 15.10.06

5. Familienkongress am 4./5. November 2006 in Halle/Saale
 

Familien leben nach Trennung
ein überfälliger Perspektivwechsel für das Kind
nicht die Einelternfamilie, sondern den Zweifamilienweg

Anmeldung und Programm
www.familienkongress.vafk.de

Vaterschaft, Erziehung und Alltagserleben von Vätern mit Behinderung
 

Eine empirische Studie zur Lebenssituation behinderter Väter auf der Grundlage von Interviews

Birgit Behrisch, Diplomarbeit, FU-Berlin, 2005

Propaganda pur - Elterngeld: breite Zustimmung in der Wirtschaft
 

Mit dieser Jubelmeldung überrascht die vom "Familien"ministerium (bmfsfj) betriebene Seite www.erfolgsfaktor-familie.de. Dieses Fazit zieht das bmfsfj aus einer repräsentativen Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach zum Elterngeld.

Für Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen scheint auch auf diesem Gebiet die Welt in Ordnung zu sein. Immerhin stimmten 72% der Unternehmen der unverbindlichen Sugestivfrage zu, der Arbeitgeber habe eine Mitverantwortung, den eigenen Mitarbeitern die Entscheidung für Kinder zu erleichtern.

Wir kommen aber zu einer anderen Einschätzung:
Auf der anderen Seiten vertraten nämlich 64% der befragten Geschäftsführer und Personalverantwortlichen die Ansicht, dass auch in Zukunft in ihrem eigenen Betrieb die Frage, wieviel das Unternehmen für Vereinbarkeit von Familie und Beruf für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tut, keine größere Rolle spielen wird und 81% der Befragten hatten sich bis zum Zeitpunkt der Befragung mit dem Gesetzgebungsvorhaben noch nicht beschäftigt,

Bei einer angenommenen unterbrochenen Berufstätigkeit eines Vaters für zwölf Monate/zwei Monate, um sein Kind zu betreuen, würde das den befragten Unternehmen 43% / 31% große bis sehr große Schwierigkeiten bereiten. Besonders die Verantwortlichen in den Kleinbetrieben sehen mögliche Probleme. Unabhängig davon, ob der Vater nun für 12 oder 2 Monate in Elternzeit gehen würde, nehmen mehr als 50 Prozent große oder sehr große Schwierigkeiten für das Unternehmen an (56 bzw. 55 Prozent). Nur 4 Prozent der Befragten rechneten damit, dass in Zukunft eher viele Väter ihre Arbeitszeit reduzieren werden.

Elterngeld und Elternzeit: Einstellungen der Verantwortlichen in deutschen Wirtschaftsunternehmen
Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage

Das "Eva Prinzip" sieht keinen Mindestlohn für Adam vor
 

Eva Herman verlangt Mindestlohn für Mütter
Frauen, die zugunsten ihrer Kinder zu Hause bleiben, sollte eine finanzielle Absicherung garantiert werden, meint Eva Herman in einem Interview, welches am 1.10.06 auf dem Berliner Radiosender «100,6 Motor FM» gesendet wurde. Der Mindestlohn soll aus Geldern der Arbeitslosenversicherung finanziert werden. Eine Hausfrau müsse «eine echte Entscheidungsfreiheit» haben.

Das Interview der Sendereihe «Sonntags ab zehn» mit Michael Maier gibt es zum Nachhören bzw. als Podcast unter www.netzeitung.de und steht zum Nachhören und als Podcast bereit.
netzeitung.de/external/audionews/eva_herman.mp3

30. September 2006, Netzzeitung.de

Samenspenderkinder auf der Suche nach ihrer Identität
 

Wer bin ich? Woher kommen meine Gene?
Etwa 30.000 Kinder werden jährlich in den USA durch anonyme Samenspenden gezeugt.

…Immer mehr alleinstehende und lesbische Frauen beginnen, ihren Traum vom eigenen Kind technisch zu erfüllen. Ähnlichkeit ist unwichtig. Die Auswahl der fehlenden Chromsomen folgt individuellen Vorlieben. Umso wichtiger wird es für die Spenderkinder, später die Art ihrer Entstehung nachvollziehen, ihre Identitätsfragen durch Kontakt mit dem Spender klären zu können…

28.09.2006, Donya Ravasani, 3sat (Kulturzeit)
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