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Öffentliche Petition - Sorgerecht der Eltern: Gleichmäßige Aufteilung
 

An Anlehnung des "belgischen Modells"

Der Petent fordert, im Falle einer Trennung der Eltern sollen bei einem gemeinsamen Sorgerecht die Kinder bevorzugt gleichermaßen auch bei beiden Eltern wohnen und von ihnen betreut werden, sofern eines der beiden Elternteile einen entsprechenden Antrag stellt.

Eingereicht durch: Carsten Fischer am Montag, 23. Oktober 2006
Abschlusstermin für die Mitzeichnung: Donnerstag, 21. Dezember 2006

Es haben bereits 836 Menschen unterzeichnet!

TV-Tipp - Waffe Kind - Unser Kind gehört mir!
 

Waffe Kind - Eltern im Scheidungskrieg

Die Kinder sind es, die den Preis für die Trennung von Mama und Papa zahlen. Eines dieser Kinder ist der elfjährige Nikolas. Nachdem die Mutter ohne Einverständnis des Vaters mit den Kindern nach Belgien zog, lebt er mit seiner 16-jährigen Schwester Christina bei der Mutter. Jedes erste, dritte und fünfte Wochenende verbringen beide Kinder mit dem Vater. Auf Wunsch von Nikolas versucht der Vater ohne Zustimmung der Mutter den Sohn zu sich zu nehmen…

  • Sa, 18.11.2006 17:30 - 18:00 EinsExtra
  • Mo, 20.11.2006 13:30 - 14:00 Phoenix
  • Fr, 24.11.2006 23:30 - 00:00 EinsExtra
  • Sa, 25.11.2006 08:15 - 08:45 Phoenix

Unser Kind gehört mir! - Eltern vor dem Familiengericht

Sabrina S. hatte sich Jahre lang erfolgreich "verbarrikardiert", den Umgang zwischen Töchterchen Charlotte und deren Vater vereitelt. "Ich wollte diesen Mann einfach nicht mehr in meinem Leben haben", gibt sie offen zu. Doch ihr Plan ging nicht auf: "Lotti" wurde älter, wollte irgendwann von sich aus ihren Vater sehen. "Dagegen kam ich nicht mehr an", sagt die Mutter und hilft der 13Jährigen beim Kofferpacken fürs Papa-Wochenende.
Dokumentation von Annette Hoth (2006)

  • So, 19.11.2006 21:45 - 22:15 Phoenix
  • Sa, 25.11.2006 13.30 - 14:00 Phoenix

Radio-Tipp - Leben ohne Vater - das Doppelresidenzmodell
 

Väter ohne Kinder

Väter, denen der Umgang mit ihren Kindern verweigert wird. Sie prozessieren, organisieren sich, demonstrieren und schwanken zwischen Wut und Resignation.
Von Beate und Stefan Becker, Regie: Beate Becker

Vom Leben in zwei Kinderzimmern - das Doppelresidenzmodell

Beim Doppelresidenzmodell leben Kinder abwechselnd bei ihren getrennten Eltern. Wie bewältigen diese Familien Kinderbetreuung, Beruf, Konflikte, Sehnsucht und Weihnachten? Fünf Väter, zwei Mütter und fünf Kinder erzählen vom Leben in zwei Kinderzimmern.
Von Karin Irina Wust, Regie: Friederike Wigger

Audio Links:

Deutschlandradio Kultur, 22.11.2006 · 00:05 Uhr

Bundessozialgericht: Höheres Alg II wegen der Ausübung des Umgangsrechts?
 

In einem Urteil entschieden die Kasseler Richter des BSG, dass ein geschiedener Empfänger von Arbeitslosengeld II zusätzliche Leistungen bekommen kann, um Besuche seiner beim anderen Elternteil lebenden Kinder zu finanzieren. Leider ist auch nach diesem Urteil völlig offen ob und in welcher Höhe dem umgangsbetreuenden Alg II- Bezieher tatsächlich mehr Leistungen zustehen.

Zwar sei dies "verfassungsrechtlich erforderlich", allerdings könnten anders als bei der Sozialhilfe nicht einfach Pauschalen für dieses Umgangsrecht gezahlt werden, weil "das vom Gesetz nicht vorgesehen sei". Aus diesem Grunde spricht man jetzt von einer "Bedarfsgemeinschaft auf Zeit" die während der Wochenend- oder Ferienbesuchen besteht und könne deshalb möglicher Weise für diese Tage mehr Arbeitslosengeld II gewähren. Es müsse allerdings zuvor geprüft werden, ob die Kinder wirklich bedürftig seien oder ob sie über eigenes Einkommen verfügten. Die Kosten für die Fahrt zwischen den Wohnorten von Vater und Mutter wiederum könnten nur beim Sozialhilfeträger beantragt werden. Weiterhin soll geprüft werden ob die hauptbetreuende Person des Kindes selbst Alg II erhält und gegebenenfalls deren Leistungen entsprechend gekürzt werden müssten. Das alles lässt die Vermutung zu, dass es für die Betroffenen weiterhin sehr schwierig wird Ihre Rechte tatsächlich durchzusetzen, zumal der konkrete verhandelte Fall wieder an das Sozialgericht Duisburg zurück verwiesen wurde.

Falls es eines Tages tatsächlich klare Regelungen zu Gunsten umgangsbetreuenden Alg II -Beziehern geben sollte, wird sich dann endlich die Erkenntnis durchsetzen, dass auch praktizierter Umgang Kosten verursacht, der mit den zu zahlenden Kindesunterhalt verrechnet werden muss oder Umgangskosten beim Finanzamt geltend gemacht werden können?
Weitere Überlegungen dazu im paPPa.com-Forum.

Bundessozialgericht, (Az.: B 7b AS 14/06 R), Medien-Information Nr. 32/06 , 7.11.2006

Studie: Welche Rolle spielen Männer in Werbung, Fernsehen und Film?
 

Väter sind Volltrottel

"Männer in den Medien", so eine Studie des Österreichischen Sozialministeriums, werden fast durchweg diskriminiert. Auf 350 Seiten wird anhand Dutzender Beispiele aus dem deutschen Werbesprachraum dargestellt, dass sie zu Trotteln gemacht werden - und zu Volltrotteln in der Vaterrolle. Die Autoren merken an, dass es als sexistisch empfunden würde, würden Frauen und Mütter so dargestellt. Vor diesem Resümee lag die Befragung von 2560 Frauen und Männer im Alter von 15 bis 93 Jahren. Untersucht wurden 94 Werbespots, die 58 erfolgreichsten Kinofilme sowie die 83 beliebtesten Fernsehserien der letzten sechs Jahre

Väter sind Volltrottel, abendblatt.de, Roland Mischke, 7.11.2006
Kurzinfo zur Studie
Die Studie als pdf-datei

Marco Piono "tempo ~ tempo" Eine Collage polarer Fotografien
 

Marco Piono ist nicht erst seit seiner ersten großen Ausstellung 1987 in Hamburg und paPPa.com-Lesern spätestens seit dem Stella Maria Projekt ein Begriff – der Künstler nennt Europa sein Zuhause. Seine Umtriebigkeit mag darin begründet sein, dass sich sein Wirken nicht nur auf ein Metier beschränkt. Er ist ebenso Maler wie auch Bildhauer ist in der Fotografie unterwegs wie auch in der Konzept-Kunst.

Im Freudenfeuer der Justiz, 2006 Ilfochrome, je H 120 x B 120 cm

Marco Piono beschreitet mit der Fusion digitaler Bildbearbeitung und der Ilfochromie neue Wege und versucht, nun auf seine Art das kafkaeske deutsche Justizunrechtswesen darzustellen. Obwohl Maro Piono in dem bezaubernden Ambiente seiner Galerie smart, redegewandt und charmant bis charismatisch seinen Vernissagegästen Rede und Antwort stand, sind die Spuren, die die Geschehnisse bei ihm hinterlassen, die ihm als Vater und seiner Tochter in Deutschland widerfahren sind, nicht nur in seinen Werken unübersehbar. Nach einer zweiundhalb - jährigen psychologischen Begutachtung kam ein vom Familiengericht beauftragter Sachverständiger zu dem Ergebnis, dass die Mutter seiner Tochter die elterliche Sorge dazu missbraucht, um den Umgang der Tochter zum Vater zu verhindern. Die zuständige Familienrichterin „entlastete“ sich dadurch, indem sie letztes Jahr den Umgang für weitere 2 Jahre aussetzte und damit der Umgang für insgesamt fünf Jahre überhaupt nicht mehr stattfindet.

„Für mich gibt es keine Grenzen und keine Zurückhaltung mehr“ erklärte Marco Piono anwesenden Journalisten. Die Befreiung aus der Selbstzensur läßt den Betrachter die profane alltägliche Perversion deutlicher spüren!

tempo ~ tempo, noch bis zum 2. Dezember 2006,
Visage Galerie, Gerichtstraße 12/13, Aufgang 4, 13347 Berlin

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