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August-September 2004

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21.9.

BATMAN MACHTS MÖGLICH


Britisches Parlament prüft Familienrecht

 

 

 

 

Das britische Parlament will jetzt untersuchen, ob Scheidungskinder und ihre Eltern durch das nationale Familienrecht benachteiligt werden.Die parlamentarische Untersuchung soll sich mit Fragen zu Vormundschaft und Kontaktarrangements zwischen getrennt lebenden Eltern beschäftigen.. Das gesamte Familienrecht solle in diesem Zusammenhang neu bewertet werden. Unnötige und für alle Beteiligten belastende Verzögerungen bis zur Urteilssprechung sollen in Zukunft vermieden werden.

Auch die verantwortlichen Richter müssen sich einer Prüfung stellen. Die Kommission soll herausfinden, ob sie für die Familienrechtssprechung ausreichend gerüstet sind. Laut dem Vorsitzenden des Verfassungskomitees, Alan Beith, gibt es Richter, die nur ungern "in einer Atmosphäre großer Emotion und Besorgnis" über Familiendispute zu Gericht säßen. Die Kommission will deshalb auch betroffene Kinder selbst und deren Vertreter in Organisationen dazu befragen, wie sie die Gerichtssituation erleben.

SPIEGEL ONLINE, 20. September 2004

15.9.

Super Superbatman und Superspiderman fighting for your right to see your kids

 superbatman

 www.fathers-4-justice.org

 

 

 superdaddys

Ungewöhnlicher Protest Batman auf dem Buckingham-Palast
SPIEGEL ONLINE - 13. September 2004: Einem als Batman verkleideten Demonstranten ist es gelungen, auf den Buckingham-Palast zu klettern. Auf einem Transparent protestierte er gegen das britische Sorgerecht und forderte außerdem ein Gespräch mit der Queen. Der Palast gilt als eines der am besten gesicherten Gebäude Englands.

Der im Batman-Kostüm steckende 33-jährige Anstreicher Jason Hatch protestierte mit der Aktion dagegen, dass viele Väter nach einer Trennung oder Scheidung ihre Kinder kaum noch sehen dürften. Hatch ist Mitglied der Organisation "Fathers 4 Justice" ("Väter für Gerechtigkeit"), die für eine Änderung des britischen Sorgerechts kämpft. Der Gründer der Organisation, Matt O'Connor, sagte, Hatch habe seine beiden Kinder in den vergangenen vier Jahren so gut wie nie gesehen, obwohl er in deren Nähe wohnt.

dpa 12.9.04 Protestierender Vater legte Riesenrad still
Londoner kämpft um Besuchsrecht seiner Tochter
Erst am Wochenende war ein als Spiderman verkleidetes Mitglied der Organisation auf das Riesenrad "London Eye" geklettert und hatte es einen Tag stillgelegt.
Die Protestaktion des Vaters, der für das Recht auf einen Besuch bei seiner vierjährigen Tochter demonstrierte, hatte das Riesenrad Samstag früh erklommen und an seiner Spitze Plakate mit der Aufschrift "Im Namen des Vaters" enthüllt.. Der als "Spiderman" verkleidete David Chick (37) erklärte sich nach Angaben der Betreiber British Airways (BA) am Samstagabend bereit, von der 135 Meter hohen Touristenattraktion herabzusteigen. Er wurde festgenommen. Laut BA hatte er unter dem Vorwand Zugang erhalten, er sei ein Elektriker und müsse die Beleuchtung reparieren. Chick selbst verbrachte im vergangenen Jahr mehrere Tage in einem Kran über der Tower Bridge. Er protestiert dagegen, dass er seine vierjährige Tochter seit mehr als einem Jahr nicht gesehen hat. Seine Ex-Partnerin verweigere ihm entgegen einer Gerichtsentscheidung Zugang zu dem Kind. Chick entschuldigte sich in einer Erklärung für die "Unannehmlichkeiten", die sein Protest verursacht habe.

Zuvor hatten andere "Super Dads", wie sie sich auch nennen, Premierminister Tony Blair im Unterhaus mit Kondomen beworfen, die mit lila Farbpulver gefüllt waren.

Auch in England werden Väter in Sorge- und Umgangrechtsfragen stark benachteiligt. Nach einem Zeitungsbericht   "The Times" vom 6. April 2004 sind etwa 160.000 Kinder in England von Scheidungen jährlich betroffen. Ähnlich wie in Deutschland verlieren nach zwei Jahren mindestens 40% der Väter den Kontakt zu ihren Kindern. Die gerichtlichen Anordnungen auf Durchsetzung des Umganges sind innerhalb von fünf Jahren um 50% auf insgesamt 61000 im Jahr 2002 gestiegen.

Mehr Infos über die Superdaddys:

BBC NEWS UK Edition, 3 February, 2004
Why 'dad's army' is stepping up the fight
http://news.bbc.co.uk/2/hi/uk_news/magazine/3475979.stm
Fathers' group promises further protests
http://news.bbc.co.uk/2/hi/uk_news/england/3452263.stm
Homepage von fathers 4 justice:
http://www.fathers-4-justice.org/
http://homepage.ntlworld.com/f4jswansea
Video 6,4mb:
The Father of All Demos: Bristol Suspension Bridge closes

15.9.

 Keine Kohle für die Kids

Auch diesmal bringt es die OECD-Bericht von 2004 wieder zu Tage:

Deutsche Schulen sind ungerecht, leistungsschwach und falsch finanziert.

Deutschland gibt im internationalen Vergleich weniger Geld für Bildung aus als viele Staaten der OECD. Während viele Staaten kontinuierlich daran arbeiten, das Bildungs- und Qualifikationsniveau ihrer Menschen anzuheben, liegen die deutschen Ausgabenzuwächse seit 1995   bei den Schulen am unteren Ende der Skala und bei den Hochschulen nur im Mittelfeld.

Das deutsche Bildungssystem bringt zu wenig Abiturienten (pro Jahrgang 35%) hervor. In keinem Industriestaat hängt der Bildungserfolg so sehr von der sozialen Stellung der Eltern ab wie in Deutschland.

Besonders gravierend aber ist die Situation im Elementarbereich, in dem rund 24 Kinder auf eine Betreuungsperson kommen, die nach Großbritannien ungünstigste Relation innerhalb der OECD. Der Durchschnittswert unter den 30 Ländern der OECD liegt im Kindergartenbereich bei etwa 15 Kindern pro Betreuungsperson. Auch bei den angebotenen Unterrichtsstunden für Schüler in niedrigen Klassen schneidet Deutschland besonders schlecht ab: Im Durchschnitt der OECD-Staaten haben 7- bis 8-jährige Schüler pro Jahr 752 Stunden Unterricht im Klassenverband, in Deutschland dagegen nur 626.

Leider nichts Neues, wir wiesen auch letztes Jahr (Zu wenig Geld, zu wenig Lehrer ...) auf die seit vielen Jahren bekannten Probleme hin.

Beim Bundesministerium für Bildung und Forschung und KMK liest sich die Stellungnahme zu den schwachen Ergebnissen von der OECD-Vergleichsstudie von 2003 so ...

29.8.

6 traurige
deutsche Rekorde

Passend zur Olympiade: 6 neue deutsche "Bestleistungen"

  • Scheidungsquote in 2003 bei 56 % (214.000 Ehescheidungen zu 383.000 Eheschließungen) - so hoch wie noch nie (gleichwohl wird seit Jahren weiter behauptet: "Jede dritte Ehe wird geschieden." - das Problem wird herunter gespielt )
  • Über 170.000 Kinder waren 2003 von den Scheidungen betroffen - so viele wie noch nie (nichtehelich geborene Kinder sind dabei nicht berücksichtigt, hier kommen schätzungsweise weitere 100.000 Kinder hinzu, insgesamt als ca. 270.000 Kinder, von denen nach einem Jahr bereits die Hälfte keinen oder sehr seltenen Kontakt mehr zum nicht-betreuenden Elterteil haben. Insgesamt produziert Deutschland so mindestens 135.000 Scheidungswaisen jährlich)
  • Lediglich 707.000 Kinder wurden 2003 geboren - so wenig waren es noch nie
  • Der Anteil von nicht-ehelichen Kindern lag 2003 bei 27 % - so hoch war er noch nie (190.000 Kinder - hier ist die Trennungsquote der Eltern mindestens so hoch wie bei verheirateten Paaren)
  • Noch nie gab es so wenig Eheschließungen ...
  • Noch nie war der Vergleich zwischen Geburten und Sterbefällen so negativ (147.000 mehr Sterbefälle)
  • Weiterer dramatischer Geburtenrückgang für 2004 erwartet - 10 % im ersten Halbjahr (laut Presseerklärung der Kaufmännischen Krankenkasse vom 25.08.04)
  • Poltik und Wissenschaft und Presse finden das alles wenig beachtenswert vielleicht ist es ja "auch gut so!" ??? ... paPPa.com schildert Details

    29.8.

    Ursachen für
    die "Rekorde"

    Der Rabenstaat - Die Balance stimmt nicht mehr. Anstatt sich um das Wohl der Familie und der Kinder zu kümmern, orientieren sich die Regierenden an den Wünschen der Erwachsenen
    Was die Rot-Grünen "Familienpolitik" nennen, orientiert sich nicht am Erhalt der Familie oder am Wohle des Kindes, sondern an den Wünschen und Vorstellungen der Erwachsenen. Man verlangt nach Beaufsichtigung und Bevormundung des Bürgers. Nicht die Eltern sollen über die Ausgestaltung des Familienlebens entscheiden, sondern der Staat. (...) Man hat berechnet, dass innerhalb der letzten 20 Jahre das verfügbare Pro-Kopf-Einkommen einer Familie um 191 Prozent gestiegen ist, das von Kinderlosen hingegen um 335 Prozent. Die Welt, 5.7.04
    29.8.

    Der Papst kritisiert Feminismus

    Radio Vatikan: SCHREIBEN AN DIE BISCHÖFE DER KATHOLISCHEN KIRCHE ÜBER DIE ZUSAMMENARBEIT VON MANN UND FRAU IN DER KIRCHE UND IN DER WELT

    Diskussion und mehr Infos hierzu im paPPa.com-Forum (aktuell 16 Beiträge) und im SPIEGEL-Forum (aktuell 1.090 Beiträge)

     

    29.8.

    Nicht ganz neuer Link

    http://www.rotemaenner.de/viewtopic.php?t=78 "Rote Männer braucht das Land" - Sozialdemokraten beklagen feministische Einseitigkeit ihrer Partei "Wir, die Roten Männer in der SPD, finden uns zusammen, um Interessen von Männern in einer Zeit selbstbewußt zu vertreten, in der es schick geworden ist, uns kräftig in die Pfanne zu hauen. Wir stehen zum Mannsein in einer Zeit, da auch viele Männer dazu neigen, selbst legitime Konflikte lieber zu meiden, um nicht als Vertreter althergebrachter, konservativer Allüren "enttarnt" zu werden. (...) Es wird Zeit, dass in unserer Gesellschaft und in unserer Partei die Männer aufstehen. Wir wollen einen Anfang machen!"
    29.8.

    Noch mal feministisch ...

    Liebe Gläubiginnen und Gläubige Kolleginnen und Kollegen, Rentnerinnen und Rentner, StudentInnen und SchülerInnen - wie kein anderes Volk auf der Welt sind die Deutschen ein Volk der Bürgerinnen und Bürger. Doch wo bleiben die Steuerhinterzieherinnen, die Extremistinnen und die Schwarzfahrerinnen? DER SPIEGEL 2.6.04
    29.8.

    Vaterschaftstests

    PRO-TEST.net - Netzwerk pro Vaterschaftstests - Portal zu Petitionen und sonstigen Protestaktionen gegen ein Verbot anonymer Vaterschaftstests (notwendig, weil bekanntlich die Justizministerine die Wahrheit gern verbieten möchte ...)

    Weitere Stimmen gegen das geplante Verbot unter http://www.vafk.de/themen/test/PM-Gen-Gesetz.pdf

    29.8.

    1. EUROPÄISCHE VÄTERKONFERENZ

    Die Bedeutung der Vaterschaft für das Zusammenleben der Familien und Generationen wird erstmals im Rahmen einer zweitägigen Konferenz mit europaweiter Beteiligung aus verschiedensten wissenschaftlichen Perspektiven beleuchtet und diskutiert. 15./16. September 2004 / Wien auf Einladung des österreichischen Bundesministeriums für soziale Sicherheit, das meint "Das Thema Vaterschaft ist für das Verhältnis zwischen Mann und Frau sowie für das Gelingen des Zusammenlebens der Generationen von besonderer Bedeutung." - Die Teilnahme ist kostenlos.

    Mehr Infos unter http://www.bmsg.gv.at/cms/site/liste.html?channel=CH0126 - paPPa.com wird vor Ort sein ... Tagungsbericht folgt

    29.8.

    Nicht nur Mädchen ...

    Deutscher Bundestag Drucksache 15/3516 - Kleine Anfrage der CDU/CSU vom 29.6.04 Verbesserung der Zukunftsperspektiven für Jungen

    Schön, dass da was passiert, siehe schon Aktion "Gebt Jungen eine Zukunft!"

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