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Lothar Reinhard, Gründungsmitglied der Grünen, zum heutigen Zustand seiner Partei:
These: Die offene Männerdiskriminierung bzw. die übersteigerte Frauenförderei bei der Partei Bündnis 90/Grüne ist grundgesetzwidrig und demokratiezerstörend.
Bei den Grünen gilt das Dogma, daß Frauen grundsätzlich Opfer, benachteiligt, gefährdet und zu bevorzugen sind. Auch ist das nicht thematisierbar in der Partei, in deren Frauenstatut die offene Männerdiskriminierung festgeschrieben ist:
Die Grünen sind m.E. seit Jahren in einem grundgesetzwidrigen Zustand, aber dennoch in Bundes-, Landes- und vielen Kommunalregierungen vertreten.
Der Vorstoß der grünen Bundestagsabgeordneten Schewe-Gerigk zur Reglementierung von Hausarbeit ist aus grüner Sicht nur allzu logisch. Da die meisten Männer nicht nur grundsätzlich als patriarchalische, potentielle Gewalttäter anzusehen sind, sondern auch noch als faule Ausbeuter, muß Haushaltsarbeit bürokratisch quotiert werden wie die grünen Redelisten. Ein Dialog mit den Grünen ist darüber sicher nicht möglich, weil z.B. auch Frau Schewe-Gerigk über Quote Bundestagsabge-ordnete wurde, und nicht über Kompetenz oder Verdienste!
Der allumfassende Quotierungsunfug ist bei den Grünen so verinnerlicht, daß immer mehr bürokratischer Blödsinn als normal empfunden wird.
Das bestehende grüne Modell auf die Gesellschaft zu übertragen, ist meiner Ansicht nach nicht realisierbar. Wir kämen dann zurück in Zeiten ungleicher Rechte und Artikel 3 des GG, wonach alle Bürger gleiche Rechte haben unabhängig von Rasse, Religion, Geschlecht etc. , müßte abgeschafft werden. Deshalb ist es bedenklich, wenn Politiker/innen wie Frau Schewe-Gerigk aus der grundgesetzwidrigen Ideologie heraus Gesetzesvorschläge machen, die irgendwie in die Richtung des Grünen Modells der Frauenbevorzugung durch Männerdiskriminierung gehen.
20 Jahre Quote bei Ämtern und Mandaten haben den Frauenanteil der grünen Mitgliedschaft nicht deutlich erhöht. Das Frauenstatut von 1991/92 mit der Ausdehnung der Frauenvorrechte auf alle Bereiche der grünen Partei aber hat die anderen Grundpfeiler der Grünen – basisdemokratisch, ökologisch, sozial und gewaltfrei – in den Hintergrund gedrängt. Entscheidungen werden wegen der irregulären Redebedingungen nicht selten wenig entlang der Sache diskutiert und beschlossen und schweben zudem immer unter dem Damokles-Schwert des Frauenvotums. Wer bei den Grünen `was werden will oder ein Anliegen durchbringen will, muß erst einmal das Wohlwollen der Leithämmelinnen der grünen Frauen haben, sonst ist er/sie chancenlos. Das hat zu entsetzlich breiten Schleimspuren gerade bei grünen Männchen geführt.
Innerparteiliche Kritik an einzelnen grünen Amts- oder Würdenträgerinnen, selbst wenn sie die dicksten, noch so parteischädigenden Böcke geschossen haben, ist bei den Grünen nicht möglich, im Gegenteil, der/die Kritisierende wird von der einsetzenden Frauensolidarität aufs persönlichste niedergemacht und ist ein für alle Mal unten durch. Männer, auch Würdenträger, zu kritisieren, auch unsachlich und diffamierend, ist hingegen bei den Grünen üblich und nicht selten.
Die Übernahme der Grünen durch das Feminat in Form von Frauenrat und Frauenstatut Anfang der 90iger Jahre (nach dem Wahldebakel der Einheitswahl 1990) hat aus der ehemaligen links-alternativen Öko-Pax-Partei ein undemokratisches, fast schon sektenmäßiges Gebilde gemacht, das eigentlich nicht mehr politikfähig ist und ziemlich verantwortungslos. Man bedenke nur die beschämenden Diskussionen um die Ministerposten nach der Bundestagswahl oder um die EU-Kommissare. Kompetenz oder Führungsqualitäten sind nicht gefragt, ausnahmslos die Geschlechterarithmetik!
Viele Grüße Lothar Reinhard
Siehe auch: Armin Emrich, Zur Feminisierung einer Regierungspartei - Erfahrungen mit dem Vorwahlkampf der Grünen Auf die sicheren Plätze - Fertig - Los !