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D 12533 Berlin eMail: Webmaster@paPPa.com - Internet-Homepage: http://www.paPPa.com Anschreiben an alle Bundestagsabgeordneten in Berlin "Schlagen Sie Ihre Frau ?" |
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Berlin, im Februar 2000 |
Sehr geehrte Damen und Herren Bundestagsabgeordnete,
Die Öffentlichkeit wird von Bundesfrauenministerin
Dr. Christine Bergmann so informiert:
Jeder dritte
Mann schlägt seine Frau !
Da nach unserer Rechnung - gemäß der Aussagen von Frau Dr. Bergmann - es somit 156 männliche Bundestagsabgeordnete sind, die ihre Frau schlagen bzw. 68 weibliche Bundestagsabgeordnete, die von ihrem Mann geschlagen werden, müssen wir, gemeinsam mit Ihnen, diesem erschreckenden Phänomen weiter auf den Grund gehen - und zwar mit einer kleinen Umfrage.
Da wir allerdings bisher keine staatliche Förderung genießen, wie bei allerlei feministische Projektprojekten und Initiativinitiativen üblich, sehen wir uns leider gezwungen, unsere Umfrage methodisch anzupassen und können deshalb mit nicht mehr als nur einer Frage pro Geschlecht (low budget - low level!) aufwarten. Wir möchten Sie bitten, aus Gründen des Zeitaufwandes für die Bearbeitung auf die für Sie zutreffende Frage nur mit "Ja" oder "Nein" zu antworten.
Hier unsere jeweils geschlechtsspezifische Frage. Zutreffendes bitte ankreuzen:
Schlagen Sie Ihre Frau? O
Ja O Nein
Schlägt Sie Ihr Mann?
O Ja O Nein
(Sollten Ihre Antworten aus datenschutzrechtlichen
Gründen anonym bleiben, bitten wir, bei der Rücksendung Ihren
Absender zu schwärzen)
Weitergehenden Fragen können wir zur Zeit leider noch nicht nachgehen; ergänzenden Fragen wie z. B.
können erst nach einer umfassenden Förderung unseres Internet-Projekts in Aussicht gestellt werden. Leider.
Sicherlich werden die Ergebnisse nicht nur für die breite Öffentlichkeit interessant sein, sondern können auch als wichtige Entscheidungshilfe für weitere Gesetzgebungsvorhaben dienen.
Allerdings drängt sich uns die Frage auf, warum nach bisherigen deutschen und internationalen Untersuchungen häusliche Gewalt etwa zu gleichen Anteilen vom Mann bzw. von der Frau ausgeht. Aber Schwamm drüber ! Schließlich wollen wir alle keinen Ärger. Wir bitten um Entschuldigung, da wir wissen, wie wenig solche Fragen und Untersuchungsergebnisse zur Zeit politisch gewünscht sind, ausgenommen vielleicht bei Ihnen.
Wenn unsere Umfrageergebnisse aus der Befragung mit Ihnen schon nicht völlig repräsentativ sein können, so sehen wir uns dennoch in der Lage, Ihre - auch weitergehenden - Ausführungen auf unseren viel gelesenen Internet-Seiten an exponierter Stelle unterzubringen. Beispielhafte Antworten, wie wir sie schon erhalten haben, könnten etwa sein:
"Ich schlug erst kürzlich meine Frau....... beim Schach!"
Oder, wie aus einem bereits eingegangenen Schreiben des Abgeordneten M. zu entnehmen war:
"... Sie können mich ruhig weiterhin wählen. Ich pflege meine Frau nicht zu schlagen ..." und "In meiner beruflichen Laufbahn ... sind mir durchaus Fälle von Gewalt in der Ehe bekannt geworden - aber keineswegs in der Anzahl, wie sie von Frau Bundesministerin Bergmann behauptet wird. Sie übertreibt maßlos."
Für die - sicher hohe - Rücklaufquote, gerne auch an unsere e-mail Adresse
parallel zur Aktion von Frau Frauenministerin Dr. Bergmann "Aktiv gegen Männergewalt !" und den damit beabsichtigten gesetzlichen Änderungen bedanken wir uns schon im voraus. Wir sichern Ihnen die kostenlose Zusendung des Umfrageergebnisses gerne zu.
Ob sich durch Ihre Beteiligung an unserer Begleitforschung am Gesetzesvorhaben der Frau Dr. Bergmann etwas ändert, wissen wir nicht. Wir wissen nur, daß Sie als Bundestagsabgeordnete etwas zu ändern in der Lage sind und das Thema "Gewalt zu Haus" ist bekanntlich das Lieblingsthema des Bundesministeriums für Familie, Jugend, Frauen und Senioren.
Ob Frau Dr. Bergmann mit ihrer Aussage Recht hat, wird dann das Ergebnis der Umfrage zeigen.
Mit freundlichen Grüßen
Ihr paPPa.com e.V., Berlin
http://www.paPPa.com
Anmerkung von paPPa.com:
Wir sollten uns über eines klar sein: Es geht um´s Geld !
Bereits in der Debatte um den sexuellen Kindesmissbrauch Anfang/Mitte der 90er Jahre war dies das wesentliche Motiv für die jahrelange Öffentlichkeitsarbeit parteilich-feministischer Kreise - auch damals mitgetragen und gefördert vom Bundesfrauenministerium. Jetzt erleben wir eine Neuauflage zum Thema häusliche Gewalt ...
Wir dürfen erinnern, was Anita Heiliger zu den angeblichen Missbrauchszahlen Jahre später zugeben musste:
"Es gibt sehr viel Angst um die Ressourcen. Daß
auf die Zahlen hingewiesen werden muß, hat damit zu tun, daß
für Projekte im wesentlichen Gelder zur Verfügung gestellt werden,
wenn skandalisiert wird. Im Grunde bräuchte es das gar nicht,
weil das Problem schon mit einer Handvoll Betroffener so gravierend ist,
daß jede Hilfe gerechtfertigt ist. Aber so wird es nicht gesehen,
die Gelder werden nur verteilt, wenn du ganz riesig schreist und auf
die bestehenden Probleme unablässig hinweist."
Quelle: DISKURS 1/97 - FACHGESPRÄCH:
Sexueller Mißbrauch von Kindern
Was haben wir also zu erwarten ?
Die Skandalisierung des Themas "Häusliche Gewalt" wird - vergleichbar mit dem Vorwurf des Kindesmissbrauchs - mit hoher Wahrscheinlichkeit dazu führen, dass in streitigen Sorge- und Umgangsrechtsverfahren der Gewaltvorwurf gegen Väter vermutlich in mehr als der Hälfte der Fälle angeführt werden wird. Beim Missbrauchsvorwurf waren es Mitter der 90er immerhin 40 % der Fälle, in denen der Missbrauchsvorwurf erhoben wurde ...
Weiterführende Fundstellen:
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Stand dieser Seite: 21.03.2000
Fundstelle: http://www.paPPa.com/politik/umpcba1.htm