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Thursday, November 11, 2004
Lawyers only add to the misery of divorce, says judge
by Steve Doughty, Social Affairs Correspondent
Daily Mail - Wednesday 10th November 2004
A senior judge has blamed lawyers for adding to the misery of families caught up in divorce and disputes over children.

Deutsche Übersetzung:

Familienrichter: Rechtsanwälte vergrößern das Scheidungselend nur noch weiter
Von Steve Doughty, 10. November 2004

Ein Vorsitzender Richter hat Rechtsanwälte für die Vergrößerung des Elends der Familien gerügt, die in Scheidungsauseinandersetzungen und dem Streit um die Kinder verfangen sind

Justice Munby, einer der respektiertesten Familienrichter, hat gesagt, Anwälte machen die Fälle oft schwieriger anstatt einfacher zu lösen. Er erklärte Parlamentsmitgliedern, dass Richter die entscheidenden Argumente in defekten Familien schneller und einfacher herausarbeiten, wenn keine zugelassenen anwaltlichen Verfahrensbevollmächtigten involviert sind. Dieser Angriff ist der letzte in einer Reihe von Kritiken am Verhalten von Anwälten, die geschiedene oder getrennte Eltern vertreten - mitumfasst die Streitigkeiten über Sorge- und Umgangsrecht. Sie sind angeklagt worden, die Paare anzustacheln unnötigerweise ums Geld zu streiten, um Besitztum und um Sorgerecht betreffend die gemeinsamen Kinder und dass sie den Rechtsstreit unnötig verlängern - bis hin zu jahrelangen Auseinandersetzungen und enormen Kosten.

Der Preis wird von den Paaren gezahlt, die einen großen Teil ihres Besitzes verlieren können und er wird gezahlt auch von den Steuerzahlern, die letztes Jahr fast eine halbe Milliarde Pfund für Rechtshilfe durch Rechtsanwälte in Familienfällen ausgegeben haben. Richter Munby erklärte den Mitgliedern des Parlamentsausschusses, dass er es regelmäßig als einfacher empfand, in Familienfällen Vereinbarungen zu treffen, wenn Anwälte nicht beteiligt waren und die Paare persönlich erschienen. "Was Sie dann erhalten sind die Tatsachen, wie sie von den Betroffenen gesehen werden - und eben ohne anwaltlichen Beistand, wirklich unabhängig von ihnen." sagte er.

Der Richter verlangt mehr Vermittlung, einen Prozess, durch den ein Paar ausarbeiten kann, wie man das ehemals gemeinsame Eigentum teilt und sich um die Kinder kümmert, ohne dass der Konflikt von Anwälten geführt wird. Er bekam Unterstützung von einer vorsitzenden Familienrichterin, Präsidentin der Family Division, Elizabeth Butler-Sloss, die die Auffassung vertrat, dass es zunächst erhebliche Vermittlung in den Scheidungsfällen geben sollte bevor dann Rechtsanwälte beteiligt werden.

Verschiedene Richter haben den Parlamentsmitgliedern anschauliche Belege dafür gegeben, wie sie sich in einer Reihe von bekannten Scheidungsfällen gezeigt haben und wie sich dort der Einfluss der Rechtsanwälte ausgewirkt hat.

Ein Fall eines Rosenkrieges ("War of the Roses"), der am High Court im Juni nach sechs Jahren Dauer verhandelt wurde, zeigte das betroffene Paare, wie es die Hälfte ihrer Werte an ihre Rechtsanwälten überreichen musste. Der Fall ist benannt nach dem Film aus dem Jahr 1989, in dem ein Paar von Michael Douglas und Kathleen Turner gespielt wird und in dem diese alles in einer bitteren Scheidung verlieren. Dieses Paar, das einen Sohn hat, musste £ 570,000 an zugelassenen Rechnungen bezahlen und die zuständige Richterin, Mrs Justice Baron, bezeichnete die Anwaltsgebühren als 'erschreckend unangemessen'. Sie sagte weiter: 'Die Aspekte (einer Scheidung) sind zwar vielfältig, aber nach einer abschließenden Analyse doch verhältnismäßig einfach. Die Werte sind nicht enorm, aber die Kosten sind unglaublich hoch im Kontext der Bewahrung des Wohls der Parteien.'

Gestern wurden die Richter von Fathers4Justice, dem umstrittenen Interessenverband unterstützt, der eine Reihe von sehr beachteten Demonstrationen inszeniert hat - einschließlich eines purpurroten Puderangriffs auf Parlamentsmitglieder von der Besuchergalerie. Der Wortführer Matt O'Connor: 'Wir empfehlen den Leuten, Anwälte in Familienrechtssachen nicht zu beauftragen. Rechtsanwälte sind häufig dadurch betrügerisch, wenn sie den Klienten nicht erklären, dass es bei Umgangsbeschlüssen eine 50-prozentige Wahrscheinlichkeit gibt eben gerade nicht umgesetzt zu werden. Für Rechtsanwälte sind Familiengesetz die Unterseite des Stapels. Die einzige Weise Geld damit zu verdienen ist, richtige Streitfälle daraus zu entwickeln. Das ist, was sie versuchen zu tun, manchmal über Jahre.'

"Niemand gewinnt. Mütter müssen ihr Zuhause verpfänden, um die Gebühren zu zahlen, Väter lösen alle Rücklagen und Ansparungen auf und die Kinder werden gefangen in langen und bitteren Auseinandersetzungen. Die Gewährleistung von rechtlicher Hilfe auf diese Weise ist ein skandalöser Missbrauch öffentlicher Gelder.'

Die Kritik an den Rechtsanwälten korrespondiert mit einem sieben-prozentigen Anstieg der Ausgaben für Rechtshilfe in Familienfällen im letzten Jahr. Von den aufgewendeten £ 494 Millionen wurden mehr als £ 400 Million dafür verwendet, streitige Gerichtsverfahren zu führen. Nur £ 15 Millionen wurden für Vermittlung aufgewendet.

Richter haben sich wiederholt kritische über das Verhalten der Rechtsanwälte bei Gericht geäußert. Letztes Jahr hat der vorsitzende Gebührenrichter Master Hurst, dem die Kostenkontrolle für die Ausgaben am High Court und am Berufungsgericht obliegt, erklärt, dass Anwälte 'ein Interesse daran haben, die Kosten zu maximieren, die von einem zahlenden Beteiligten zu erstatten sind'.

Andere Professionelle haben ebenfalls vor der Rolle der Rechtsanwälte gewarnt. Ein Report der Josephs Rowntree Foundation sagt aus: 'Wenn man Rechtsanwälten und den Gerichten die Möglichkeit einräumt zu bestimmen, wie häufig Kinder ihre getrennten Väter oder Mütter sehen sollen birgt dies die Gefahr, dass die Angelegenheit schlechter für alle Beteiligten wird.'


Siehe auch schon


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Stand dieser Seite: 4.12.2004, eingestellt 16.5.2004 - Fundstelle: http://www.paPPa.com/recht/Richter-GB-SundayTimes.htm


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