paPPa.com
informiert:
"Schlampig,
zynisch und unsozial"
- Bald Gesetzesänderung
beim Kindesunterhalt ? -
Neue Kindergeldanrechnung droht den Vätern - muss Umgang halbiert
werden ?
So fragte paPPa.com Ende September 2000 - jetzt
ist es vollbracht ...
Bundesrat billigt
Änderung des Kindesunterhaltsrechts Bundesrat-Drucksache 519/00
(29.9.2000)
Gesetz zur Ächtung der Gewalt in der Erziehung und zur Änderung
des Kindesunterhaltsrechts in der vom Bundesrat verabschiedeten Form: http://www.parlamentsspiegel.de/cgi-bin/hyperdoc/show_dok.pl?k=BBD519/00
-
Infos, Kommentare und Gegenwehr - (30.10.00)
"Zwei
Klassen" von Unterhaltszahlern ?!
"Der Interessenverband Unterhalt und Familienrecht (ISUV) begrüßt
zwar das von der rot-grünen Koalition verabschiedete "Gesetz
zur Ächtung der Gewalt in der Erziehung", (...) kritisiert jedoch
gleichzeitig entschieden den unter diesem Namen mit verborgenen zweiten
Teil des Gesetzes, der erneut eine unsoziale Änderung des Kindesunterhalts
mit sich bringt. Ab jetzt gibt es zwei Klassen von Unterhaltszahlern."
"Nichts
als Polemik und Propaganda - und dann noch grober Etikettenschwindel !"
"Der ISUV hält das von der rot-grünen Koalition verabschiedete
"Gesetz zur Ächtung der Gewalt in der Erziehung", dem der
Bundesrat am 29.9. auch zugestimmt hat, für überflüssig."
Väteraufbruch: Reaktionen
auf die Pressemitteilung "Väter verlieren Anspruch auf Kindergeld"
"Es gingen bei uns viele Reaktionen von betroffenen Vätern ein
. Eine Auswahl haben wir hier zusammengestellt. Daraus wird deutlich, wie
die Situation von Vätern aussieht - gerade, wenn sie Vater sein wollen.
Es geht nicht darum, alleinerziehenden Müttern oder den Kindern zugunsten
getrennter Väter nötige Finanzmittel vorzuenthalten. Hier findet
häufig nur eine Umverteilung des Mangels statt. Die Elternlasten nach
einer Trennung müssen zu gleichen Teilen aufgeteilt werden - das ist
aber mit der bisherigen schematischen Aufteilung zwischen Betreuungs- und
Barunterhalt nicht zu erreichen. Dieses Schema ist nicht mehr zeitgemäß
und entspricht auch nicht der aktuellen wirtschaftlichen Situation von
Trennungsfamilien!
Sozial
unausgewogene Änderung des Kindesunterhaltsrechts wird zum 01.01.2001
wirksam
DM 4.920.-- Mehrbelastung pro Jahr für Trennungsvater Manfred
ab dem 01.01.2001:
Eine Fallstudie mit Zahlenbeispiel (Von Peter Szettele) Mit weiterführenden
Links !
u.a. CDU/CSU:
Neuregelung ist praxisuntauglich - Zur beabsichtigten Neuregelung des Kindesunterhaltsrechts
Ingrid Fischbach/Ronald Pofalla 6.4.2000
Verfassungswidrige Änderung
des Kindesunterhaltsrechts: Was
jeder Einzelne tun kann und wie der VafK dabei helfen wird Der
Väteraufbruch für Kinder e.V. wird in Kürze Musterschreiben
(Anträge, Beschwerden, Klagen etc.) veröffentlichen, wie
sich betroffene Trennungsväter - und natürlich auch die wenigen
barunterhaltspflichtigen Trennungsmütter - gegen das Unrecht wehren
können, dass man ihnen und ihren Kindern antun will.
"Kindergeld - die unendliche Geschichte"
Joachim Beinkindstadt, Leiter Vormundschaften Jugendamt Hamburg Mitte in
"Der Amtsvormund", 9/2000, S. 722-730
Fazit des Artikels: Die beabsichtigte und anscheinend inzwischen beschlossene
Neuregelung der Anrechung des Kindergeldes auf den Kindesunterhalt wird
zu erheblichen Problemen bei den zur Ausführung beauftragten Jugendämtern
führen und ist völlig ungeeignet, das was eigentlich erreicht
werden soll, die Verbesserung der Lebenslage unterhaltsberechtigter Kinder
zu sichern. Beinkinstadt zeigt, dass zukünftig ein Kraftfahrer mit
2300 Netto den gleichen Unterhalt zu zahlen hat, wie sein Chef der Fuhrparksleiter
Meier mit 3800 DM Kindesunterhalt. Beinkindstadt macht statt der für
Verwirrung und Chaos sorgenden Gesetzesänderung, eigene Vorschläge
für Veränderungen, die er als Praktiker für geeignet hält.
Ob die den unterhaltspflichtigen Vätern und Müttern gefallen
werden, sei dahin gestellt.
Peter Thiel <webmaster@maennerberatung.de>
Aktuelle
Pressemeldungen November 2000:
- Geschieden? Getrennt? Tausende zahlen jetzt richtig drauf
Kindergeld-Schock!
/ Unterhalts-Schock: Böse Briefe vom Jugendamt
BERLIN - Der Unterhalt für Kinder geschiedener oder getrennter
Eltern wird neu berechnet. Und das wird richtig teuer! Bis zu 125 Mark
müssen Unterhaltspflichtige - meistens Väter - pro Monat mehr
bezahlen. Grund: Bisher wurde das Kindergeld zur Hälfte angerechnet.
Kindergeld-Schock: Die Unterstützung wird jetzt nur noch teilweise
oder gar nicht mehr angesetzt. In Berlin sind 40 000 Väter oder Mütter
betroffen. ... - Gesamter
Artikel im Berliner Kurier vom 20.11.2000
- Kindergeld ist für viele bald verloren
Tausende von hannoverschen Vätern, die für ihre Kinder Unterhalt
zahlen, müssen tiefer in die Tasche greifen. Anfang kommenden Jahres
tritt das Gesetz zur Änderung des Kindesunterhaltsrechts in Kraft
- eine Neuerung, die Väter mit geringerem und mittlerem Einkommen,
die große Masse also, empfindlich trifft. ... - Gesamter
Artikel in Hannoversche Allgemeine vom 16.11.2000
- Papa soll nicht nur die Alimente zahlen ...
Begegnungstag für allein erziehende Frauen und Männer
widmet sich diesmal den Vätern
Nach einer Trennung oder Scheidung verschwinden viele Väter aus dem
Leben ihrer Kinder. Irgendwann hören die gemeinsamen Wochenenden,
der gemeinsame Urlaub auf. Dann ist Papa nur noch der Alimentezahler. So
müsste es nicht sein, meint der Pädagoge Ulrich Severin. Beim
7. Begegnungstag für getrennt lebende Mütter und Väter will
er am Sonntag erläutern, wie Männer und Frauen dennoch ein Auskommen
finden könnten zum Wohl der Kinder. ...
Gesamter Artikel in Augsburger
Allgemeine vom 18.11.2000
paPPa.com-Homepage
Stand dieser Seite: 23.11.2000 - Fundstelle: http://www.paPPa.com/recht/unterhaltsnovelle009_2.htm.htm
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