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Erfolgsmeldung
Aus einem Brief an die paPPa.com-Redaktion vom Mai 98. Es berichtet die Freundin eines Vaters, der lange kein Umgangsrecht mit seinem Kind hatte:
"Kannst Du Dich erinnern, 6. Mai ein wichtiger Termin für M. und seinen Vater? Es war ein erfolgreicher Tag für uns!
Nach 4 Jahren wurde endlich eine Entscheidung in Sachen Umgang getroffen. Der Hauptauslöser war ein Brief von mir an den Richter. Ich hatte sehr lange überlegt, ob ich diesen Brief schreibe oder nicht. Der Vater hat mich letztendlich dazu überredet. Denn was konnte geschehen? Umgang hatte er keinen, also konnte er nicht verloren werden.
Anwältin und Ex hatten ihn bereits in die kriminelle Ecke gedrängt, so daß es auch da nichts Schlimmeres zu befürchten gab. Sein Anwalt wollte nichts unternehmen, aber es war zu spät, den Anwalt zu wechseln. Der passive Anwalt war für mich auch Grund genug, über diesen Schritt ernsthaft nachzudenken.
Es war bereits das zweite Mal, daß ich einen Brief in dieser Sache direkt ans Gericht schrieb. In meiner naiven Aufrichtigkeit schilderte ich die Fakten. Selbstverständlich trug der Vater, mit seinem sicheren Auftreten, Weiteres zur Entscheidung bei. Die unsichere lügende Mutter und die durch mich geschwächte Anwältin schadeten sich selbst.
M. darf ab 15. Mai wieder Umgang mit seinem Vater haben. Vier Wochen später das nächste mal. Dann dreiwöchentlich, dann 1 Woche im Juli, dann vierzehntägig, immer von Freitag bis Sonntag.
Der Richter las der Mutter den Gesetzestext vor, wonach ihr Sorgerecht entzogen werden kann, wenn sie den Umgang aussetzt. Ihre Vorstellung war so schwach und unsere Position so klar und eindeutig gut. Auch die Psychologin bezog so eindeutig Stellung für Vater (und Sohn). V. war sich nicht mehr sicher, ob wirklich alles echt war oder ob er träumt.
Jedesmal wenn V. und Meris Umgang erhielten, traute ich dem Frieden nicht, aber dieses mal bin ich sicher, daß es gut werden wird.
Die Mitarbeiterin des Jugendamtes war auch geladen aber nicht anwesend. In meinem Brief war eine Bemerkung etwa so formuliert: "Ich dachte das Jugendamt ist für die Jugend zuständig." Frau J. läßt seit drei Jahren keinen Kontakt zum Vater zu und unterstützt die Mutter bei der Umgangsverweigerung.
Nach fast drei Stunden war die Sitzung zu Ende. Das sich das Blatt so schnell und so abrupt wenden wird, hatte ich wohl gehofft aber nicht wirklich geglaubt. M. wurde vom Richter zuerst ca. 20 Minuten allein angehört. Nach zwei Stunden wurde er nochmals in den Gerichtssaal gerufen. Dagegen wehrten sich Mutter und Anwältin sehr. Die Mutter gab an, sie wüßte nicht wo sie (Freundin mit M.) sind.
Ich darf keine Briefe mehr an die beteiligten Personen schreiben, Wenn der Umgang funktioniert, wird das auch nicht mehr nötig sein."