Presseberichte zum Mißbrauch mit dem Mißbrauch aus dem SKIFAS-Katalog (Pr Presse, Ausgabe C)
Sexueller Kindesmißbrauch - Promißbrauch
Kölner Express / Frankfurter Rundschau Opferschutz
unzureichend / Merkel will Kinder besser schützen.
Reg.-Nr. Pr 149466a 1 Seite Expr., FR v. 10.08.94
Ministerin für Frauen und Jugend fordert Verzicht auf richterl. Vernehmung des Opfers in Anwesenheit des Täters und eine bessere Zusammenarbeit von Polizei, Justiz und Ärzten mit den Beratungsstellen und Jugendämtern.
Main-Echo Abwarten, bis man wirklich helfen kann
Reg.-Nr. Pr 149514a 2 Seiten Main-Echo v. 25.01.95 mit Leserbrief
Prof. Tilman Fürniss, Leiter der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie Münster spricht von einer Krise der Professionalität. Es gebe offenbar noch zu viele Polizisten, Juristen, Ärzte, Sozialarbeiter und Therapeuten, die an Berichten mißbrauchter Kinder zweifeln, obwohl unter 90.000 mißbrauchten Kindern jährlich in Deutschland auch Selbstmorde als Mißbrauchsfolge zu beklagen seien.
Tagesspiegel Feministinnen und Kirchen in Anti-Sexualität-Allianz?
Reg.-Nr. Pr 149528a 1 Seite Tagesspiegel v. 16.03.95
Über eine Expertenanhörung im Jugendausschuß über den Mißbrauch mit dem Mißbrauch. Beharren auf bekannten Positionen. Kinder würden sich selbst keine Verletzungen beibringen. Vom Geheimhaltungszwang, vom Wehtun allein des Gedankens an sexuellen Mißbrauch, von der Schädlichkeit der Mißbrauch-mit-dem-Mißbrauch-“Kampagne“. Andererseits sei aber auch kritische Diskussion der fachlichen Kompetenz nötig.
Mainzer Rhein-Zeitung „Wildwasser“ aus Geldmangel
vor dem Aus?
Reg.-Nr. Pr 149530a 2 Seiten Mainzer Rhein-Ztg. v. 31.03.95 mit Leserbrief
Wildwasser-Wiesbaden-Leiterin sieht keine Perspektive mehr, nachdem bei steigenden Kosten die Zuwendungen der Stadt (44 %) gleichblieben. Die Anfragen Betroffener gingen zwar zurück, sie führe dies jedoch auf die Kampagne des Mißbrauchs mit dem Mißbrauch zurück. Mütter begännen, an ihren eigenen Wahrnehmungen zu zweifeln und befürchteten den Befragungsdruck, Probleme der Kinder würden verschleppt, die Auswirkungen seien dramatisch. 56 % der Täter seien Väter, 91 % der Täter kämen aus der Familie des Mädchens, 2 % seien Mütter.
Die Zeit Die Keimzelle der Gewalt
Reg.-Nr. Pr 149535a 8 Seiten Zeit v. 07.04.95
Alltag in Deutschland: Privatleben als Schlachtfeld, die Familie als Hort des Terrors, demaskiert als gewalttätigste Institution der Gesellschaft überhaupt. Quälerei, Mord und Totschlag im Eigenheim. Väter löschen Familien aus, Mütter nehmen Babys mit in den Tod. Sexueller Kindesmißbrauch ganzer Sippen. Männer zwingen ihre Frauen zum Beischlaf und halten sie wie Schweine.
Solide Zahlen über das Ausmaß gäbe es zwar kaum, denn die Opfer schweigen. Dennoch: angeblich 20.000 bis 500.000 Kindes- und bis zu vier Millionen Frauenmißhandlungen jährlich. Statistik belege diese Gewalt als Gewalt des Mannes gegen die Frau mittels Verschwörung des Patriarchats im Zusammenspiel von Institutionen und Gewalttätern als täglichem Ausdruck ganz normalen Herrschaftsverhältnisses zwischen den Geschlechtern, beim Landwirt mit der Faust, beim Akademiker über Konto und Kontrolle, angeregt durch weibliches Klagen, Nörgeln und verbale Angriffe, bestärkt durch unterwürfiges Erdulden.
Schluß mit Täterschutz hinter dem Deckmantel der Privatsphäre! Kinderschützer und Sozialpolitiker verlangen mehr verweiblichte Sozialpolitik, mehr Einmischung ins Privatleben, Intervention durch Familienblauhelme, mehr öffentliches Interesse an der Familiengewalt. Therapien für Mißbraucher gegen Verleugnung und zur Weckung von Schuldbewußtsein. Geschlagene Frauen zu Anzeigen drängen. Zwar bestehe ein flächendeckendes Netz von Beratungsstellen, der Handel mit Mißbrauchsbüchern und Aufdeckungsmaterial blühe. Doch der Schwung der feministischen Bewegung sei hin, verwurstet vom patriarchalen System.
Katharina Rutschky kritisiere zwar ätzend, begleitet von einem wetternden publizistischen Stoßtrupp, den Rummel um den sexuellen Mißbrauch als Arbeitsbeschaffungsmaßnahme und die Aufdeckungshysterie als gesellschaftliche Fehlentwicklung, der Wohlfahrtsstaat drohe zur therapeutischen Gesellschaft auszuufern. Diese Gegenbewegung der Täterschutzmafia bewirke aber das Zurückstoßen mißbrauchter Kinder ins Dunkel der Unglaubwürdigkeit. Immerhin stünden zigtausende Mißbrauchsfälle gegen Rutschkys hundert belegte Falschverdächtigungen. Immerhin gestehe Wildwasser Berlin die Zahl vom angeblich jedem vierten mißbrauchten Mädchen als Fehler ein, als lediglich politische Zahl im Rahmen seiner Pionierarbeit.
S. hierzu: Replik von Katharina Rutschky, Reg.-Nr. Mg. 9503.
Frankfurter Rundschau Kindern Glauben schenken
Reg.-Nr. Pr 149544a 2 Seiten Kommentar von Gerd Braune, FR v. 17.05.95
mit Leserbriefen
Befürchtet, der Ausgang des Montessori-Prozesses werde dazu genutzt, sensibilisierte Berater zu verunsichern. Dies führe zu Fehlwahrnehmungen kindlicher Signale. Sexueller Mißbrauch geschehe in unfaßbarem Ausmaß. Mehr Opferschutz sei nötig. Kindlichen Aussagen sei Glauben zu schenken.
Schwäbische Donauzeitung / Leonberger Kreiszeitung
Schwieriger Dialog beim Thema sex. Mißbrauch /Protest von Frauenbewegungen
Reg.-Nr. Pr 149546a 2 Seiten Schw. Donauztg. mit Leserbrief, Leonb. Krsztg.
v. 29.05.95
Bei insgesamt sachlicher Darstellung der Position unschuldig Betroffener wird dem Seminar der ev. Akademie Bad Boll „Sexueller Kindesmißbrauch in der Familie, ein Vorwurf und seine Folgen“ allerdings vorgeworfen, der Schutz sexuell mißhandelter Kinder sei nur untergeordnet geblieben, gequälte Kinder würden ohne Hilfe zurückbleiben. Unrichtig wird behauptet, parteiliche Beratungsstellen seien vom Seminar ausgeschlossen worden. Diese bezeichnen die Veranstaltung empört als täter- und opfergegnerorientiert.
Tagesspiegel Wenn die Seele weint
Reg.-Nr. Pr 149565a 1 Seite Tagesspiegel v. 05.08.95 mit Leserbrief
An das „Autonome Mädchenhaus Berlin“, entstanden aus der Frauenhausbewegung, finanziert vom Senat, können sich Mädchen wenden, wenn sie Sorgen haben, sei es, daß die Eltern die Schwester viel lieber haben, sei es, daß der Vater einen zwingt, Pornofilme zu drehen, oder sei es Beratungsbedarf anläßlich von Schulzeugnissen. Von hier werden die Klientinnen ggf. auch weitergereicht, z. B. an Wildwasser. Gängige Probleme seien Mißbrauch und Mißhandlung. Schulsorgen, Krisenfolgeerscheinungen seien sekundär. Vorwiegend 13- bis 14-jährige „signalisieren“ ihre Not und würden vom Psychologen motiviert, selbst aktiv zu werden.
Frankfurter Rundschau Jedes zehnte Strafverfahren
am BGH betrifft Kindesmißbrauch
Reg.-Nr. Pr 149573a 2 Seiten Ursula Knapp, Frankfurter Rundschau 09.09.95
mit Leserbrief
Strafgerichte und BGH bestätigen die Schuld dreiviertel aller des Mißbrauchs Angeklagter. Falsche Beschuldigungen würden im Ermittlungsverfahren bereits ausgesondert. Von 11.000 Anzeigen in 1988/1989 seien weniger als 2.000 zur Anklage gekommen. Das bedeute jedoch nicht, daß 9.000 Beschuldigungen falsch gewesen seien. Kritiker sähen sich durch Fälle wie Woody Allen und Montessori bestätigt. Mißbrauchsverfechter kontern mit Flachslanden.
Rita Grießhaber (MdB Bündnis 90 / Die
Grünen) „Feminazis“ oder „Radikalfeministinnen“
Reg.-Nr. Pr 149639b 2 S. Schrägstrich 5-6/96 (Mitgliederzeitschr.
B 90 / Die Grünen) mit Schriftwechsel
Väter sähen sich ausschließlich als Opfer, sie wollen nicht sensibilisieren, sondern provozieren, hätten gestörtes Verhältnis zu Jugendämtern, beschimpfen Richterinnen als Lesben und Feminazis, überzögen Vormundschaftsge-richte mit Dienstaufsichtsbeschwerden, setzen Unterhaltszahlungen als Druckmittel gegen Mütter ein und nähmen bei sexuellem Mißbrauch Freisprüche als Vorwand, Jugendämter der Willkür zu beschuldigen. Beratungsstellen schätzen, jedes vierte Mädchen und jeder achte Junge werde sexuell ausgebeutet. SHGs wie Wildwasser, Zartbit-ter, Kobra böten den Kindern Unterschlupf in geschützten Wohngruppen und arbeiten mit Jugendämtern eng zu-sammen. Bündnis 90 Die Grünen seien gegen das gemeinsame Sorgerecht als Regelfall.
SKIFAS-Kommentar: Bündnis 90 / Die Grünen als Betreiber der Verdächtigungshysterie und Bremsklotz bei der Gleichberechtigung von Vätern und ihren Kindern.
(wird fortgesetzt)
Sexueller Kindesmißbrauch - Pädophilie
Focus Aktenzeichen La 245-8 ungelöst
Reg.-Nr. Pr 159544a 2 Seiten Focus 20/95 v. 15.05.95 mit Leserbriefen
Der Bremer Soziologe Rüdiger Lautmann versucht mit einer umstrittenen Studie, Pädophilie als normale, ja sogar ethisch als geradezu sittliche Erscheinungsform von Sexualität zu entkriminalisieren. Die Studie wird als Plädoyer für sexuelle Kindesmißhandlung kritisiert.