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FDP: UNTERHALTSRECHT GRUNDLEGEND VEREINFACHEN UND HARMONISIEREN
– Berlin, 28.4.05 -

Die FDP-Bundestagsfraktion will die Revolution! So jedenfalls der erste Eindruck, denn bei den eingeforderten Vorgaben für die Novellierung des Unterhaltsrechts ist u. a. die Rede von

Außerdem wird der Nachweis geführt, dass die Bundesregierung seit fünf Jahren den Auftrag des Bundestages zur Überprüfung der bestehenden Rechtlage (vom Juli 2000) bisher im Wesentlichen mit Nichts-Tun bedacht hat (beim Bundesfrauenjustizministerum - BMJ - findet man lediglich eine lauwarme Ankündigung vom Nov. 2004). Mit ermutigend klaren Worten wird festgestellt: „Die Betroffenen leiden unter der langen Verfahrensdauer und den vielen Verhandlungen. Am meisten leiden die vom Streit betroffenen Kinder. Die Akzeptanz des Unterhaltsrechts in der Bevölkerung schwindet.“

[Aktualisierung 10.5.05: Jetzt hat Bundesfraunjustizministerin auch was Eigenes vorgestellt - es bleibt allerdings lauwarm und sicherlich väterunfreundlich.]

Es bleibt abzuwarten, welchen weiteren parlamentarischen Gang diese Initiative nimmt. Mit „Verantwortung“ und „Beschränkung“ und „Akzeptanz der Bevölkerung“ verwendet die FDP allerdings Reizworte für die Bundesregierung, die bislang grundsätzlich "Frauenschutz" und "Mehr Bürokratie" als wichtigste Stützpfeiler ihrer Poltik verstanden hat – eine Unterstützung dieses Vorhabens kann daher aus dem Bundesfrauenjustizministerium und dem Bundesfrauenfamilienministerium nicht erwartet werden. Dies wohl auch deshalb nicht, weil unterhaltsverpflichtete Männer und Väter - sollten diese Vorgaben umgesetzt werden - doch deutlich besser dastehen würden. Dies war, ist und wird nicht Aufgabe von Rot-Grün sein ...

Sehen Sie selber:


Bundestags-Drucksache 15/5369 - 20.4.2005

Quelle: http://dip.bundestag.de/btd/15/053/1505369.pdf Elektronische Vorabfassung
- Hervorhebung durch Fettschrift und Internet-Links nachträglich eingefügt -

[Siehe aktuell (Juni 2005) die Debatte im Dt. Bundestag vom 2.6.05]

Antrag
der Abgeordneten Sibylle Laurischk, Dr. Karl Addicks, Daniel Bahr (Münster), Rainer Brüderle, Angelika Brunkhorst, Ernst Burgbacher, Helga Daub, Jörg van Essen, Ulrike Flach, Otto Fricke, Horst Friedrich (Bayreuth), Rainer Funke, Hans-Michael Goldmann, Joachim Günther (Plauen), Dr. Karlheinz Guttmacher, Dr. Christel Happach-Kasan, Klaus Haupt, Ulrich Heinrich, Dr. Werner Hoyer, Michael Kauch, Dr. Heinrich Leonhard Kolb, Gudrun Kopp, Jürgen Oppelin, Harald Leibrecht, Ina Lenke, Dirk Niebel, Günther Friedrich Noltig, Hans-Joachim Otto (Frankfurt), Detlef Parr, Gisela Piltz, Dr. Hermann Otto Solms, Dr. Max Stadler, Dr. Rainer Stinner, Jürgen Türk, Dr. Claudia Winterstein, Dr. Wolfgang Gerhardt und der Fraktion der FDP

Unterhaltsrecht sozial und verantwortungsbewusst gesellschaftlichen Rahmenbedingungen anpassen

Der Bundestag wolle beschließen:

I. Der Deutsche Bundestag stellt fest:

II. Der deutsche Bundestag fordert die Bundesregierung auf,

Berlin, den 21. April 2005


Deutscher Bundestag 15. Wahlperiode - Drucksache 15/3117

Quelle: http://dip.bundestag.de/btd/15/031/1503117.pdf vom 5.5.04
- Hervorhebung durch Fettschrift und Internet-Links nachträglich eingefügt -

05.05.2004

Große Anfrage

der Abgeordneten Sibylle Laurischk, Daniel Bahr (Münster), Rainer Brüderle, Angelika Brunkhorst, Ernst Burgbacher, Helga Daub, Jörg van Essen, Ulrike Flach, Otto Fricke, Horst Friedrich (Bayreuth), Rainer Funke, Hans-Michael Goldmann, Dr. Christel Happach-Kasan, Klaus Haupt, Ulrich Heinrich, Birgit Homburger, Dr. Werner Hoyer, Michael Kauch, Dr. Heinrich L. Kolb, Gudrun Kopp, Jürgen Koppelin, Harald Leibrecht, Ina Lenke, Dirk Niebel, Günther Friedrich Nolting, Hans-Joachim Otto (Frankfurt), Eberhard Otto (Godern), Detlef Parr, Cornelia Pieper, Gisela Piltz, Dr. Andreas Pinkwart, Dr. Hermann Qtto Solms, Dr. Max Stadler, Dr. Rainer Stinner, Carl-Ludwig Thiele, Dr. Dieter Thomae, Jürgen Türk, Dr. Claudia Winterstein, Dr. Volker Wissing, Dr. Wolfgang Gerhardt und der Fraktion der FDP

Unterhaltsrecht auf dem Prüfstand

Wir fragen die Bundesregierung:

I. Grundsätzliches

II. Kindesunterhalt, §§ 1601 ff. BGB

III. Familienunterhalt, §§ 1360 ff. BGB

IV. Trennungsunterhalt, § 1361 BGB

V. Nachehelicher Unterhalt, §§ 1569 ff. BGB

VI. Betreuungsunterhalt nichtehelicher Eltern, § 1615 1 BGB

VII. Elternunterhalt, §§ 1601 ff. BGB

VIII. Sonstiger Verwandtenunterhalt, §§ 1601 ff. BGB

IX. Rangverhältnisse, §§ 1609, 16151 Abs. 3 S. 3 BGB

X. Steuerrechtliche Aspekte

XI. Sozialrechtliche Aspekte

XII. Eheverträge

XIII. Internationales Privatrecht und EU-Recht

Berlin, den 5. Mai 2004

Dr. Wolfgang Gerhardt und Fraktion


Unterhaltsrecht, Neuregelung, Novellierung, Akzeptanz, FDP, Bundestagsfraktion, Unterhaltsanspruch, Befristung, Begrenzung, Eigenverantwortung, Verantwortung, Rechtsunsicherheit, Unterhaltsvorschuss, Sonderausgaben, Abzugsfähigkeit, Unterhaltszahlung, Kindergelderhöhung, Kinderfreibetrag


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Stand dieser Seite: 3.5.05 - Fundstelle: http://www.pappa.com/unterhalt/Unterhaltsrecht-novellieren.htm
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