paPPa.com bittet um Beteiligung:
Gerald Drews - im Februar 2001
Buchprojekt: "Wochenendvater
– so klappt's"
(Alltags-Leitfaden für Betroffene von Betroffenen) - Bitte um Beteiligung
!
Siehe Danksagung von Gerald Drews hier am Ende:
Liebe Mit-Betroffene,
vorab ein paar Worte zu mir:
Ich bin freier Journalist, habe bereits zahlreiche Bücher veröffentlicht, bin unter anderem Co-Autor eines Ratgebers zum Thema Alleinerziehende (bei Heyne, inzwischen vergriffen) und habe maßgeblich am Buch "Scheidung – was wird aus den Kindern" (Inge Minich; Knaur-Verlag) mitgearbeitet.
Ich lebe in Augsburg, bin 46 Jahre alt, seit mehr als fünf Jahren von meiner Ex-Frau getrennt, seit drei Jahren geschieden. Ich habe zwei Söhne, 14 und 8 Jahre alt. Im Vergleich zu vielen, deren Schicksal ich bei paPPa.com lese, hatte ich das Glück, nie den Kontakt zu meinen Kindern verloren zu haben. Das mag auch mit meiner beruflichen Situation zusammenhängen: Ich konnte für mich die Entscheidung treffen: Auch wenn's ans Geld geht: Die Kinder haben den Vorzug vor dem Job. Deswegen lehne ich Wochenendarbeit ab, sofern dies mit den Besuchen meiner Kinder nicht in Einklang zu bringen ist. Außerdem wohne ich nur knapp einen Kilometern von deren Wohnung entfernt.
Das soll nicht heißen, dass alles reibungslos vonstatten geht. Ein Dialog mit meiner Ex findet von Anfang an so gut wie nicht statt. Lange Zeit gab´s nur schriftliche Mitteilungen. Zu Zeiten meiner Scheidung galt noch das alte Sorgerecht, trotz (!!!) eindringlicher Befürwortung des Jugendamtes weigerte sich meine Ex, einem gemeinsamen Sorgerecht zuzustimmen. Einzige Begründung: Sie könne das alleine. Als die Kinder kleiner waren, fand eine Übergabe stets an der Haustür statt. Oft habe ich sie überhaupt nicht gesehen, sondern die Kinder kamen gestiefelt und gespornt angetrabt. Heute kommen Sie einfach von sich aus zu mir. In den Wintermonaten bringe ich sie nach Hause, die Übergabe erfolgt nach wie vor an der Haustür. Das gemeinsame Haus durfte ich seit Abholung meiner Sachen nicht mehr betreten. (Da mein Jüngerer im Frühjahr zur Erstkommunion kommt und im Haus meiner Ex gefeiert wird, wird dies im April erstmals wieder der Fall sein. Ich bin sehr gespannt...)
Dass es bei uns nicht zum PAS-Syndrom kam, halte ich heute, nachdem ich diese Studien und unsere Entwicklung kenne, fast für ein kleines Wunder. Es mag daran liegen, dass ich schon während der Ehe ein sorgsamer Vater war und dass ich Ansätze von Entzug z. T. mit anwaltlicher Hilfe im Keim erstickt habe. Kurz und (einigermaßen) gut: Ich bin ein Wochenendvater, der seine Kinder jede(!) Woche sieht, der ein ausgesprochen herzliches Verhältnis zu ihnen hat, was allerdings über das Verhältnis zwischen meiner Ex und mir nicht behauptet werden kann. Ich bezahle pünktlich und ordentlich meinen Kindesunterhalt (der Ehegattenunterhalt ist seit einem halben Jahr weggefallen, nachdem meine Ex wieder arbeitet). Ich bin also schon so was wie privilegiert.
Nun habe ich den Auftrag, für den vgs-Verlag in Köln (bekannt als "Hausverlag" von Bastel-Star Jean Pütz) einen Ratgeber zu schreiben, mit dem Arbeitstitel:
Wochenendvater – so klappt's
Ich weiß, dass es gute Literatur zum Thema gibt: (Karin Jäckel, Andreas Schmidt u.a.). Was es allerdings bisher noch nicht gibt: einen konkreten Alltags-Leitfaden für Betroffene von Betroffenen. Und genau das soll mein Buch leisten. Ich nehme für mich in Anspruch, im Gegensatz zu den genannten Autoren (deren Leistung ich um Gottes Willen nicht schmälern will) aus der so genannten "Innensicht" heraus schreiben zu können. Das heißt: Ich kann Tips geben, die ich selber ausprobiert habe, kann Betroffenheit vermitteln, die aus der Erfahrung kommt.
Ich weiß z.B., wie es ist, sich vom Pascha zum autonomen Mann gewandelt zu haben, der gelernt hat, für seine Kinder zu kochen, der nicht verzweifelt, wenn es regnet, weil man in den vier Wänden sitzt etc. Außerdem hatte ich das Glück, einige Jahre an der Seite einer Frau verbringen zu dürfen, die mich als Analytische Psychotherapeutin für Kinder und Jugendliche einiges über die Seele des Menschen gelehrt hat, was ich bis dahin nicht wusste.
Kurzum: Ich halte mich für ziemlich geeignet, ein solches Buch zu schreiben. Aber ich brauche Hilfe. Ihre Hilfe. Denn ein solches Buch lebt von den Tips der Betroffenen. Ich bin einer davon, aber um einen repräsentativen Ratgeber schreiben zu können, ist mehr vonnöten. Deshalb würde ich es mir (und allen, die das Buch lesen) sehr helfen, wenn ich gute Anworten auf die folgenden Fragen bekäme. Es reicht aus, wenn Sie die Fragen beantworten, die Sie konkret betreffen.
Ich werde als kleines Dankeschön unter allen, die meine Fragen beantworten, zehn Bücher verlosen. Das Buch soll im Herbst erscheinen, ich muss daher das Manuskript bis Anfang Mai fertig haben. Wenn Sie antworten, sollte das also spätestens bis Mitte/Ende März geschehen. Bitte denken Sie daran: Sie helfen allen, die in Ihrer und meiner Situation sind. Und ich finde, ein Mutmach-Buch für uns ist genau das, was noch fehlt ...
Meine (speziell für die Antworten eingerichtete) e-mail-Adresse:
Und wenn Sie mehr über meine berufliche Tätigkeit erfahren wollen, klicken Sie einfach meine Homepage an: www.medienagentur-drews.de
Vorab vielen Dank.
Hier nun also die Fragen, die Sie selbstverständlich anonym beantworten können. Sie können sicher sein, dass ich all Ihre Angaben absolut vertraulich behandle.
Beginnen wir mit dem "Gehen":
Nun zum Alltag als Wochenendvater– die praktische Seite
ein "Pascha" oder
jemand, der "in der Familie" gut mitgeholfen haben und von daher gut mit der neuen Alltagsrolle zurecht kamen.
Falls Antwort "Pascha" zutrifft: Was haben Sie getan, um sich zu "emanzipieren" – vor allem in Hinblick auf die Kinder?
... Vater sein dagegen sehr – wie bleibe ich meinen Kindern nahe
Familienbande – wenn noch jemand dazu kommt
Ihre Kinder und Ihr neuer Partner – meist eine schwierige "Beziehungskiste"
"Wochenendvater" – hat das auch Vorteile?
Gerald Drews: Recherche abgeschlossen!
Liebe Väter!
Am 7. März habe ich über paPPa.com um Alltagserfahrungen von Wochenendvätern für ein neues Buch gebeten. Die Reaktion war grandios, die Anzahl der Antwortenden überstieg meine Hoffnungen bei Weitem, das Material, das mir nun zur Verfügung steht, ist ausgesprochen hilfreich.
Ich habe versucht, allen, die sich bei mir gemeldet haben, eine persönliche Dankes-Mail zu schicken. Sollte mir der ein oder andere durchgerutscht sein: Sorry. Deswegen zur Sicherheit noch mal an dieser Stelle:
Danke fürs Mitmachen. Danke fürs Vertrauen. Danke für die große Hilfe!
Ich hoffe, mein Buch kann einiges davon zurückgeben. Es wird im Herbst 2001 erscheinen und ich werde zehn Freiexemplare (nach dem Zufallsprinzip) an meine "Mitmacher" senden. Über weitere Einzelheiten werde ich rechtzeitig an dieser Stelle informieren. Hoffentlich gibt's eine positive Rezension von paPPa.com ;-)
Lassen wir uns nicht unterkriegen! Ihr/Euer Gerald Drews
Stand dieser Seite: 13.06.2001 - Fundstelle: http://www.paPPa.com/vater/drews-fk.htm
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