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Neuerscheinungen Herbst 1998
| Andreas Schmidt: Mehr
Vater fürs Kind - auch nach Trennung oder Scheidung - Auswege
aus der vaterlosen Gesellschaft
Bearb. v. Koch, Claus (TA204 (00) Beltz, J, 09/1998 - 332 S. - ISBN
3-407-85753-5 - Euro 12,45 Verlagsankündigung: Wie kann Mann nach Trennung oder Scheidung Vater bleiben? |
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Andreas Schmidt hat gründlich recherchiert: Er untersucht das neue
Familienrecht und alle wichtigen Urteile. Und er gibt zahlreiche praktische
und juristische Ratschläge: Was tun bei »Umgangs-Boykott«?
Wie mit den professionellen Trennungsbegleitern umgehen? Wie argumentieren
gegen das "Kinder-brauchen-ihre-Ruhe"-Credo? Wie läßt
sich mit der verbliebenen »Besuchszeit« sinnvoll etwas anstellen?
Die vaterlose Gesellschaft ist für viele Kinder bereits Realität,
Andreas Schmidt zeigt uns die Auswege. Ein Buch für Väter, Mütter
und berufliche Trennungsbegleiter
"Ein Ratgeber, der nicht nur perfekt informiert, sonder auch
betroffen macht. Das Buch setzt auf Verständigung, will den Dialog
zwischen Vater, Mutter und Kind."
Norddeutscher Rundfunk
Literaturempfehlung bei "Väter für Kinder": Neues Buch von Andreas Schmidt
Der Autor Andreas Schmidt, Studium der Sozial- und Wirtschaftsgeschichte, Soziologie, Psychologie und Volkswirtschaftslehre, lebt als freier Journalist in Hamburg. Veröffentlichungen in Zeitschriften und Zeitungen, Redakteur im Hörfunk.
Rezension aus PSYCHOLOGIE-HEUTE, Okt. 1999
Andreas Schmidt: Mehr Vater fürs Kind - auch nach Trennung oder Scheidung. Wege aus der vaterlosen Gesellschaft. Beltz. Weinheim 1998, DM 19,90
Kontakt zum Kind nach einer Scheidung - Die Ohnmacht der Väter
Die Hälfte der Eltern sind Väter. Dieses Motto durchzieht das lesenswerte Buch von Andreas Schmidt. Durch die Änderungen im Kindschaftsrecht kommt Bewegung in die Scheidungspraxis. Obwohl die VVäter durch die Reform nicht vollständig den Müttern gleichgestellt wurden, gibt es einen Aufbruch, der teilweise über das vorhandene "Bewußtsein" hinausgeht.
Wieviel Vater braucht das Kind? Zeigen Väter tatsächlich zuwenig Interesse an ihren Kindern? Oder hat die "vaterlose Gesellschaft" auch andere Ursachen? In meiner eigenen Rechtsanwaltspraxis erlebe ich oft Mütter, die den Vater, soweit irgend möglich, nach der Trennung fernhalten wollen. Der Autor führt genügend Beispiele an, die dies belegen. Entsprechende Ratschläge finden sich auch in Scheidungsratgebern für Frauen.
Hier sind, auch dies wird ausführlich dargestellt, die Begleiter und Begleiterinnen im Trennungsverfahren gefordert. Darf etwa ein Rechtsanwalt alles tun, was der Mandant will, oder kann er Einfluß nehmen und auch andere Perspektiven aufzeigen? Für mich ist dies keine Frage: Als Anwalt ist man gefordert, auch gestaltend und helfend tätig zu werden. Viele Mandantinnen und Mandanten wissen am Anfang überhaupt nicht, was sie wirklich wollen und was durchzusetzen sinnvoll ist. Interessant ist deshalb die Feststellung von Schmidt; daß jeder dritte Mandant sich seinem Anwalt ausgeliefert fühle und jeder zweite mit dessen Arbeit unzufrieden sei.
Der Autor gibt auch hier nützliche Hinweise und Vorschläge zur Orientierung - etwa einen Fragenkatalog an Rechtsanwälte. Die Mediation wird ebenfalls ausführlich dargestellt. (Ob sie tatsächlich in der Praxis so greift, hängt auch von den Kosten ab. Hier ist der Gesetzgeber gefordert.) Im Buch werden immer wieder Konflikte und deren Bewältigung beschrieben: Ist es richtig, immer das rechtliche Konfliktfeld zu betreten?
Hilfreich sind auch Ratschläge, wie von seiten des Vaters Umgangsmöglichkeiten aufgebaut werden können. Hier sind die USA einen Schritt voraus. Ohnmacht und Hilflosigkeit der Väter nach der Trennung werden dort wesentlich offensiver angegangen. Warum sollte man nicht überlegen, einer Mutter das Sorgerecht zu entziehen, die den Kontakt zwischen Vater und Kind boykottiert? Immer wieder betont Schmidt, daß Mutter und Vater von klein auf vom Kind zur Identitätsfindung benötigt werden und für das Selbstwertgefühl wichtig sind.
Das Buch bietet eine ausführliche Materialsammlung, die die Reformen im Kindschaftsrecht weitgehend unterstützt und fördert. Ich empfehle jedem, der in diesem Bereich tätig ist oder sich informieren will, dieses Buch kritisch zu Rate zu ziehen: ein Ratgeber im besten Sinne.
R. Schmid
ekz-Informationsdienst 1/99
Schmidt bleibt bei seinem Thema (vgl. BA 10/93), dem Plädoyer gegen die gerichtlich erzwungene Vaterlosigkeit, wobei er auch am neuen gemeinsamen Sorgerecht und dessen Ausübung - vor allem durch die Mütter - einiges auszusetzen hat. Weiterführend in der vorliegenden Neubearbeitung ist einerseits die Sammlung von aktuellen. Gerichtsurteilen (mit Zitaten und Internet-Adressen), andererseits der psychologisch fundierte Verhaltenscodex für Vater nicht nur zur Durchsetzung ihrer Rechte sondern auch zur verantwortlichen Wahrnehmung ihrer Erziehungsaufgaben. Mit Adressen von Beratungsstellen und Väterinitiativen sowie einer langen Literaturliste (auch Kinderbücher). Ein weiterer differenzierter, auf den Vater als notwendige Bezugsperson hin orientierter Beitrag wie z.B. Karin Jäckel (BA 4/97), Nicky Marone (BA 12/95) u.a.
ISUV-Report Nr. 79, März 1999
Wege aus der vaterlosen Gesellschaft
Andreas Schmidt will Wege aus der vaterlosen Gesellschaft aufzeigen, ein gesellschaftlich sehr lobenswerter Ansatz. Nahtlos knüpft der Autor an Matusseks "Vaterlose Gesellschaft" an, gleichzeitig wirft er dem SPIEGEL- Autor vor, "wortkarg" zu bleiben, wenn es darum gehe, Vätern zu zeigen, wie sie ihre Beziehung zum Kind aufrechterhalten können. Schmidt bezieht sich auf die Positionen des Väteraufbruchs, aber auch auf den ISUV wird als "größter deutscher Familienrechtsorganisation" hingewiesen. Insgesamt ist das Buch aber "väteraufbruchlastig" in Bezug auf Sprachgestus und Väterbild. Als zentrales Anliegen stellt Schmidt die "Wiederherstellung der Dialogfähigkeit zwischen Vater und Mutter" heraus, nur unter dieser Voraussetzung kann dem Kind Vater und Mutter trotz Trennung erhalten bleiben. Sowohl die Beziehungen zwischen "sozialem" als auch mit dem "leiblichen Vater" hält der Autor für wertvoll und förderungswürdig. Wichtigste Zielgruppe Schmidts sind die Väter ohne Trauschein. In diesem Zusammenhang ausgesprochen lesenswert ist Kapitel 4 und 5 "Acht Tips für Väter ohne Trauschein" beziehungsweise "Hilflose Helfer - die Trennungsbegleiter". Schmidt "baut" zur Veranschaulichung Fälle "ein", die allerdings einem ISUV-Mitglied nicht neu sein düften. Insgesamt aber für betroffene Väter ein desillusionierendes und doch "aufbauendes", daher auch lesenswertes Buch.
Martin J. Davis, Scheidung von den Kindern - Betroffene Väter erzählen
Unter Mitarb. v. Sarah Bach, TRIGA Verlag, 10/1998, 277 S. - ISBN 3-89774-000-1
http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3897740001/qid%3D1115498946/302-2987307-3547202
Pressetext:
>O du mein Kind! Wie sehne ich mich nach dir! Ich war' so gern
dein Vater gewesen.<
So schließt ein Gedicht, geschrieben von einem Vater als Reaktion
auf die Ablehnung seines Antrags auf Umgangsrecht mit dem Sohn.
Sehnsucht, Wut, Ohnmacht, Bitterkeit, Trauer: das sind die Gefühle, die in der Lebenssituation, die durch Trennung und Scheidung geprägt sind, freigesetzt werden. In ganz persönlichen Berichten erzählen in diesem Buch elf Väter in aller Offenheit von ihren Empfindungen, von ihrer Sehnsucht nach den Kindern, die sie lieben und vermissen, von ihrer Wut auf die Frau, die ihnen das Zusammensein mit den Kindern erschwert oder unmöglich macht, von ihrer Ohnmacht gegenüber den Institutionen, die ein Gesetz vertreten, das sie als ungerecht und einseitig die Frau bevorzugend empfinden, von ihrer Bitterkeit, zu erkennen, daß sie finanziell ausgenutzt werden, ihnen im Gegenzug jedoch keinerlei Rechte eingeräumt werden, von ihrer Trauer über den Verlust der Familie.
Die Betroffenen zeigen ihre Verletztheit, manche gestehen sich ein, daß auch sie anderen Verletzungen zugefügt haben. Doch ganz bewußt liegt der Schwerpunkt einseitig auf der Perspektive des Mannes und Vaters. Das mag bisweilen zu Widerspruch herausfordern, bietet jedoch gleichzeitig die Chance, zu einem besseren Verständnis zu gelangen.
Die einzelnen Schilderungen sind authentisch, sie geben zum Teil persönliche Briefe oder Auszüge aus Schriftwechseln mit Jugendamtern und Gerichten wieder. Die anonym bleibenden Väter unterscheiden sich in Alter, Herkunft und Lebensumständen, gemeinsam ist ihnen die Resignation, die sie hinsichtlich der derzeitigen Situation im Scheidungs- und Sorgerecht entwickelt haben.
Im zweiten Teil des Buches beleuchtet der Herausgeber - selbst ein "geschiedener Vater" und Autor eines der Beiträge - auf dem Hintergrund der elf Fälle die Bedeutung von Trennung und Scheidung für Väter, Mütter und Familien. Dabei kommt er zu der Einschätzung, daß das Umgangs- und Sorgerecht dringend einer Überarbeitung bedarf oder zumindest dessen Anwendung anders geregelt werden sollte. Resümierend stellt er das Postulat auf, daß die bei jeder Trennung unvermeidlich auftretenden Konflikte durch eine Zusammenarbeit der Partner reduziert werden sollten - zugunsten der Kinder.
Der Autor und Herausgeber, Martin J. Davis, MA (Cantab), studierte Sozialpsychologie in Cambridge, ist Engländer und lebt in Deutschland.
Dieses Buch ist ein wichtiger Beitrag zur Diskussion über das Sorge- und Umgangsrecht und über Probleme in Partnerschaft, Ehe und Familie.
Beate Hautsch - Lektorat - Psychologie und Pädagogik im TRIGA\VERLAG
Martin Davis: Trennung und Scheidung von der Frau bedeuten für den Mann sehr oft auch die Trennung von den Kindern. Wie Väter darunter leiden und wie sie darum kämpfen, den Kontakt zu ihren Kindern aufrechtzuerhalten, welche großen Probleme - familiäre oder rechtliche - es dabei gibt, schildern hier elf Väter aus ganz persönlicher Perspektive. Diese Schilderungen sind voller Emotionen, verdienen Aufmerksamkeit und wecken Verständnis für die Probleme der Väter.
Eltern bleiben Eltern
- Hilfen für Kinder bei Trennung und Scheidung
Neuauflage !!! 7. Auflage (904. - 1.178 Tsd.), 40 Seiten, kostenlos
- Jetzt unter Berücksichtigung der am 1. Juli 1998 in Kraft getretenen
Reform des Kindschaftsrechts
Bestellung über DAJEB - http://www.dajeb.de/bestell.htm
Bestellung über Bundesfamilienministerium- http://www.bmfsfj.de/Kategorien/publikationen,did=3146.html
Inhalt:
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| Autoren: | |
| Lederle, Osterhold | Evangelisches Beratungszentrum, München |
| Niesel, Renate | Staatsinstitut für Frühpädagogik und Familienforschung, München |
| Salzgeber, Joseph | GWG - Gesellschaft für wissenschaftliche Gerichts- und Rechtspsychologie |
| Schönfeld, Uwe | Oberlandesgericht München - Familiensenat |
Herausgegeben von der
Deutschen Arbeitsgemeinschaft für Jugend- und Eheberatung e.V.
(DAJEB)
Im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ)
Ralph Bethke: Das Übereinkommen der Vereinten Nationen über die Rechte des Kindes und seine Umsetzung in der Bundesrepublik Deutschland 1996 - 195 S. - 20,5 x 14,5 cm. - 250. - Broschiert ISBN 3-89675-103-4 - 38,- DM unverbindlich - Mai 2005: vergriffen
Alexander Markus Homes: Gestohlene
Kindheit - Das Kartell des Schweigens
Ehemalige Heimkinder berichten über Mißhandlungen
durch ihre Erzieher
Ullstein Verlag, Berlin, Taschenbuch DM 16,90, ISBN 3-548-35766-0 -
Mai 2005: vergriffen
http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3491723558/qid=1115489702/sr=1-1/ref=sr_1_8_1/302-2987307-3547202
Kurt Hahlweg u.a., Prävention von Trennung und Scheidung - Internationale Ansätze zur Prädiktion und Prävention von Beziehungsstörungen, hrsg. vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Verlag W. Kohlhammer, 1998 - Mai 2005: vergriffen