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Vater wider Willen
Westfälische Nachrichten, 25.11.98
Albuquerque (dpa) - Die ungewollte Vaterschaft von Peter Wallis steht im Mittelpunkt eines Prozesses, der in den USA für Aufsehen sorgt.
Der 36jährige Immobilienmakler aus Albuquerque im US- Bundesstaat New Mexico wirft seiner Ex-Freundin nach Zeitungsberichten vom Montag vor, heimlich die Pille abgesetzt zu haben, um entgegen der gemeinsamen Absprache schwanger zu werden. Er hat sie wegen Vertragsbruchs und Betruges verklagt. In dem Prozeß wird es um die Grundsatzfrage gehen, ob Männer in den USA das Recht haben zu entscheiden, daß sie keine Väter werden wollen.
Wallis behauptet, Kellie Smith habe ihm versprochen, Verhütungsmittel zu nehmen und die Pille dann heimlich abgesetzt. Weil er zur Vaterschaft gezwungen worden sei, fordert er Schadensersatz für die Unterhaltszahlungen, die er in den nächsten Jahren für seine inzwischen einjährige Tochter leisten muß. Die Mutter sagt, sie sei trotz Einnahme der Pille ungeplant schwanger geworden.
Peter Wallis sieht sich benachteiligt, weil Frauen die Macht hätten ihre Schwangerschaft zu beenden, während im entgegengesetzten Fall Väter zu Unterhaltszahlungen gezwungen würden.