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Wer ist denn der Vater ?
Wenn
Männer an der Vaterschaft zweifeln
Bei 20 Prozent
der Gutachten stammen die Kinder nicht vom angeblichen Erzeuger
Die Welt, 11.10.99 - http://www.welt.de/daten/1999/10/11/1011ws132837.htx
Von Christiane Fritzenkötter
Vaterschaftsprozeße
Bild-Zeitung 11.10.99 http://www.vaeter-online.de/newsneu.htm#vateran
Vaterschaftsprozesse, in Deutschland haben sie Hochkonjunktur.
Jährlich mehr als 10 000 Verfahren. Bisher eine teure und aufwendige
Angelegenheit.
Ein neuer Gentest eines Münchner Kinderarztes verschafft jetzt misstrauischen
Männern schnell und diskret Klarheit: Bin ich überhaupt der Vater?
So einfach geht’s.
Kinderarzt Dr. med. Claus Waldenmaier braucht dazu nur drei Haare des Kindes,
zum Beispiel aus der Haarbürste, oder die Zahnbürste (an ihr
haften Zellen der Mundschleimhaut) – und drei Haare des angeblichen Vaters.
Der Arzt: "Mit Hilfe eines Analyse-Computers können wir die Proben
miteinander vergleichen. Das Ergebnis liegt schon nach einer Woche vor.
Es bietet 99,9-prozentige Sicherheit."
Der Test kostet bei ihm 2400 Mark, bisher mussten für Vaterschaftstest
7000 Mark berappt werden. Waldenmaier: "Die Nachfrage nach diesen
Untersuchungen ist enorm groß. In Deutschland ist mindestens jeder
10. angebliche Vater gar nicht der Erzeuger des Kindes. Bei den Klienten
in unserem Labor trifft das sogar auf jeden Dritten zu. Ich bin, offen
gesagt, schockiert."
Kommt es nach einem Negativ-Test zum Prozess, ist allerdings noch ein zweiter
Test nötig. Der Mediziner: "Für eine gerichtliche Anerkennung
benötigen wir auch noch drei Haare der Mutter."
Kuckuckskinder: Neuer Vaterschaftstest sorgt für Zündstoff in Familien
Berlin (ots) - Mindestens jeder zehnte deutsche Vater ist nicht der Erzeuger seines Kindes. Das ist das Ergebnis einer bislang unveröffentlichten Studie, die Akte 99 vorliegt. Waren Vaterschaftstests bislang sehr aufwendig, bringt eine neue Analysemethode jetzt schnell das dunkle Familiengeheimnis ans Licht. Vater oder nicht - eine Haar- oder Gewebeprobe gibt innerhalb von 24 Stunden Gewißheit.
Laborarzt Dr. Claus Waldenmaier zu Akte 99: "Die Treffsicherheit unserer neuen Methode liegt bei 99,999 Prozent. Damit ist sie sicherer als die herkömmliche Methode." Ein Kuckuckskind - das ist nach seiner Einschätzung etwa einem Drittel der von ihm untersuchten Männer untergeschoben worden: "Bei unseren Untersuchungen konnten 30 Prozent der getesteten Männer von der Vaterschaft ausgeschlossen werden."
Das modernste Verfahren der molekularbiologischen Diagnostik basiert auf der DNA-Analyse. Die Vorteile: Getestet werden kann jederzeit - auch noch nach dem Tod. Sämtliche Körpermaterialien - ob Haar oder Gewebespuren - eignen sich. Und: Das Untersuchungsmaterial kann sehr gut konserviert werden.
Einer, der von diesem neuen Vaterschaftstest profitierte, ist Rudolf B. aus München. Ein Jahr nach der Trennung von seiner Freundin erhielt er Post vom Jugendamt: Seine Ex-Freundin hatte ihn als Vater ihres Kindes benannt. Erst die Haaranalyse brachte Gewißheit: Rudolf B. war nicht der Erzeuger des Kindes. Der glückliche Nicht-Vater: "Das war fast meine Geburt." Auch für Christine H. brachte der Test die Erlösung: Sie war sicher, von ihrem Freund schwanger geworden zu sein. Doch der wollte von Vaterschaft nichts wissen, stritt alles ab. Der Nachweis gelang erst mit der neuen Analyse.
Die neue Untersuchungsmethode ist zudem nicht nur schneller und sicherer als die herkömmliche, sie ist zudem auch noch viel preiswerter. Die Kosten pro untersuchter Person: 500 bis 700 DM. Im Vergleich: die Blutanalyse kostet pro Familie zwischen 5000 und 7000 DM.
Frei zur Veröffentlichung bei Quellenangabe Akte 99 / SAT.1 - Mehr dazu am Dienstag, 12. Oktober 1999, 22.15 Uhr live in SAT.1 in AKTE 99/41 - REPORTER DECKEN AUF ots Originaltext: SAT.1
Rückfragen: Eva Bons, Tel.: (02227) 90 50 20 Rocco Thiede, SAT.1 Presse & PR Tel.: (030) 2090-2386 Fax: (030) 2090-2337 + http://www.express.de/ddorf/ddorf04.html 18. Mai 1999, Rechtsmediziner: 5 Prozent aller Vaterschafts-Tests falsch / Alimente für fremdes Kind
exp Düsseldorf -
Für Martin K. steht fest: Er kann nicht der Vater der kleinen Lea
sein. Seine Ex-Freundin hingegen ist von seiner Vaterschaft überzeugt.
Das Jugendamt schaltet ein privates Institut für medizinische und
biolgische Analysen ein. Das Ergebnis der schnell durchgeführten DNA-Analyse
belegt: Martin ist mit 99,9 prozentiger Sicherheit der Vater. So die Aussage
eines - vor Gericht anerkannten - Privatinstituts. Martin K. wollte die
Sache allerdings nicht auf sich beruhen lassen, schaltete die Rechtsmediziner
der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf ein.
Und die stellten fest: Martin kann nicht der Vater sein. Dr. Wolfgang Huckenbeck
(44): "Fünf Prozent der Väter sind 'untergeschoben', kommen
für eine Vaterschaft überhaupt nicht in Frage." Im Klartext:
von den 2400 Vaterschaftsfeststellungsverfahren pro Jahr zahlen 120 Männer
für ein fremdes Kind Alimente. "Hallo, Papa" - in diesen
Fällen eine glatte Lüge.
Der Rechtsmediziner weiter: "Viele Privatinstitute überprüfen
gerade einmal fünf bis sechs Systeme auf Übereinstimmung. Wir
testen 26 Systeme, sind daher wesentlich genauer. Da kann es natürlich
schon einmal vorkommen, daß erst beim 17. System eine Vaterschaft
ausgeschlossen werden muß. Soweit gehen die privaten Institute leider
nicht." Dafür kosten sie auch weniger, nehmen pro Person 700
Mark, macht inklusive Mehrwertsteuer 2436 Mark. Bei der Untersuchungsreihe
der Rechtsmediziner muß tiefer in die Tasche gegriffen werden. Dr.
Wolfgang Huckenbeck: "Die DNA kostet bei uns pro Person 1250 Mark."
An Genauigkeit allerdings nicht mehr zu übertreffen.
An dieser Genauigkeit scheiterte ein Politiker vom linken Niederrhein.
Eine Prostituierte gab an, daß nur er der Vater ihres Kindes sein
könnte. Der Politiker stritt ab, zog vor Gericht. Begründung:
Er sei schließlich nicht der einzige Freier, der in Frage komme.
Die DNA belegte dann aber eindeutig: Aufgrund der Übereinstimmung
konnte nur er der Vater sein. Dr. Huckenbeck: "Eine höhere Übereinstimmung
war nicht mehr möglich. Es sei denn, die Frau hätte täglich
3000 Freier. Und das konnte sich selbst das Gericht nicht vorstellen."
Abstammungsgutachten für Gericht + private Auftraggeber: TIP von Cet - Vaterschaftstest: Trick 17 ist billiger!!
Mehr zum Thema Vaterschaftstest: Bundestagsdebatte-Vaterschaftstests.htm am 11.3.05 + PRO Test.net - Netzwerk pro Vaterschaftstests
Anbieterverzeichnis und weitere Informationen unter http://www.vaterschaftstest-unkommerziell.de/
Stand dieser Seite: Mai 2005 - eingestellt 30.10.1999 - Fundstelle: http://www.paPPa.com/vatervaterschaftstest.htm
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