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Diverse Veranstaltungstermine
Männer haben's schwer - nimm's leicht! Es geht mal wieder um's Ganze, Männer! "
"... nicht nur darum, daß der Papa mehr Zeit hat, Halma zu spielen, ..., nicht nur um ein kleines bißchen solidarische Gesellschaft und einen schönen Feierabend. Es geht um globale Probleme, um die Zukunft, um den Zustand unserer Gesellschaft."
Alle erwarten von den Männern, daß sie ihre traditionellen Rollen hinterfragen und sich verändern. Und auch die Männer selber bedrückt nicht selten die Ahnung, daß es sinnvoll und befriedigend sein könnte, sich von den alten Orientierungen zu lösen ... - wären da nicht die Verhältnisse, die das kaum zulassen.
Setzen wir uns doch einfach mal über diese Verhältnisse hinweg und lassen uns von einem erfahrenen Moderator dazu verführen, herumzuspinnen und losgelöst vom Alltag in den Blick zu bekommen, was _wir_ eigentlich wollen. Und wir werden fündig werden - garantiert.
Termin: Sa/So, 17.-18.10.98 - Kosten: DM 55
Moderator: Stephan Geffers, Moderator für Zukunftswerkstätten
Veranstalter: Eltern werden - Eltern sein e.V.
Familienbildungswerk, z.H. Reiner Krafft,
Gießerstr. 17, 45473 Mülheim/Ruhr Tel./Fax: 0208-756633
Podiumsdiskussion beim Hessischen Rundfunk (HR) in Frankfurt, 8.4.99
"Stadtgespräch: Scheiden tut weh - von kaputten Ehen und leeren Konten".
Voraussichtlich auf dem Podium: Prof. Willutzki, Dr. Karin Jäckel und CDU-Frau M. Mosiek-Urbahn.
Da diese Podiumsdiskussion als offener Dialog zwischen Betroffenen usw. plus Experten abläuft, wäre es stark, wenn möglichst viele Väter und Mütter kämen, um sich mit ihren Beiträgen einzubringen.
Ort: Behördenzentrum Frankfurt, Gutleutstr. 130
Anmeldung: Es gibt ca. 250 kostenlose Eintrittskarten für Publikum.
Anfrage an HR "hessen fernsehen" Tel. 069-155 2019.
Kartenausgabe an der Hauptpforte des Veranstaltungsortes.
Die Livesendung wird aus einer Caféteria übertragen. Bisher befürchtet man im Sender, es werde eher wenig Publikum "bei so einem Thema" erscheinen. So kann ich bloß hoffen, daß die Väter/Mütter scharenweise eintreffen und ihre Chance nutzen, auf die Fakten aufmerksam zu machen. Zusätzlich zur persönlichen Teilnahme gibt's eine Call-Schaltung für Anrufer, deren Fragen dem Moderator aufs "Kärtchen" geschrieben werden.
An eine Mailing-Call-Aktion unter stadtgespraech@hr-online.de ist gedacht; diese steht aber noch nicht.
Der offizielle Text des HR:
Stadtgespräch 8.4.99: Scheiden tut weh - Von kaputten Ehen und leeren Konten - Live aus dem Behördenzentrum Gutleut in Frankfurt
In den Hochzeitsanzeigen ist noch vom "Bund fürs Leben" die Rede - doch bei einem Drittel der Ehepaare endet das, was so hoffnungsfroh begann, vor dem Scheidungsrichter. Die Auflösung der Ehe ist juristisch meist schnell vollzogen, doch damit sind die Probleme nicht aus der Welt - im Gegenteil: die finanziellen Scheidungsfolgen in Form von Unterhaltszahlungen und Versorgungsausgleich lassen nicht wenige Männer in die Sozialhilfe abgleiten. Und an den psychischen Folgen haben die Kinder aus geschiedenen Ehen oft jahrelang zu tragen, vor allem wenn zwischen den Eltern nach der Scheidung ein gnadenloser Kampf weitergeführt wird.
Wie könnten die Scheidungsfolgen abgemildert werden? Wäre eine verstärkte psychologische Betreuung hilfreich? Wie "gerecht" sind das derzeitige Steuer- und Familienrecht?
Zur Diskussion über Scheidung und Scheidungsfolgen sind eingeladen die hessische Familienministerin Marlies Mosiek-Urbahn, CDU, Prof.Siegfried Willutzki, Präsident des Deutschen Familiengerichtstags und Dr. Karin Jäckel, Autorin von "Der gebrauchte Mann".
Die Sendung, die live aus dem Behördenzentrum Frankfurt, Gutleutstr. 130 ausgestrahlt wird, moderiert - wie immer - Uwe Günzler. Kostenlose Eintrittskarten sind ab dem 22.3. an der Hauptpforte des Behördenzentrums Frankfurt, Gutleutstr. 130, erhältlich. Telefonische Kartenreservierung unter 069-155 2018 oder email stadtgespraech@hr-online.de Einlaß: 19.00 Uhr, Beginn: 20.15 Uhr
Die Männerstudie "Männer im Aufbruch - Wie Deutschlands Männer sich selbst und wie Frauen sie sehen" wird am 2. März 1999 in Haus Ortlohn, Iserlohn, vorgestellt und diskutiert.
Unter http://www.maenner-online.de/maennerstudie.htm sind bereits einige Ergebnisse der Studie veröffentlicht. Weitere Essentials hat Rainer Volz vom Sozialwissenschaftlichen Institut der EKD, einer der Autoren der Studie, in einem kurzen Pressetext zusammengefasst (siehe unten). Beim Abendforum in Iserlohn zum Thema der Studie wird Rainer Volz erstmals in Westfalen in einem multimedialen Vortrag weitere Ergebnisse präsentieren und zur Diskussion stellen.
Die Teilnahmegebühr beträgt 10,00 DM (incl. Imbiss).
Das Abendforum wird am 2. März 1999 in der Zeit von 18.00 bis 21.00 Uhr in der Tagungsstätte Haus Ortlohn in Iserlohn stattfinden. (Berliner Platz 12, 58638 Iserlohn).
Kontaktadresse für Rückfragen und A N M E L D U N G:
Institut für Kirche und Gesellschaft - Männerarbeit - Jürgen
Haas 02304/755-273 - Dirk Heckmann 02304/755-280 - maennerarbeit@gmx.de
Mehr Info zur Studie "Männer im Aufbruch" -> Statement von Bischof Karl Lehmann am 11.11.98 - http://www.kath.de/bistum/mainz/bischof/Lehmann/leh-maestu.htm
Pressetext zur Männerstudie "Männer im Aufbruch"
1. Der "neue" Mann existiert nicht nur in der Vorstellung von Männergruppen; er ist demoskopisch nachweisbar. 19% der deutschen Männer müssen dieser Gruppe zugerechnet werden. Dies ist das Hauptergebnis der Ende 1998 erschienenen Repräsentativuntersuchung "Männer im Aufbruch", die die Sozialforscher Paul M. Zulehner (Wien) und Rainer Volz (Bochum) auf der Grundlage von 2014 Interviews erstellt haben.
Die neuen Männer haben sich vom traditionellen Männerbild verabschiedet: Sie sind partnerschaftlicher eingestellt, akzeptieren Frauen als Kolleginnen und Vorgesetzte und sind auch in Zeiten von Arbeitsplatzknappheit ihnen gegenüber solidarisch eingestellt. Mann muß nicht mehr unbedingt "den ersten Schritt" zum anderen Geschlecht machen, sieht sich auch nicht mehr als (alleiniger) Geldverdiener und "Familienerhalter". Die neuen Männer sind als Väter aktiver als die traditionellen Männer und helfen auch etwas mehr im Haushalt. An der üblichen Schieflage zwischen Männer- und Frauenengagement im Haus und in der Kindererziehung jedoch ändern auch sie nur wenig. Frauen bleiben, selbst wenn sie berufstätig sind, "Familiengestalterinnen". Wenn es um die tiefergehende Frage geht, was ein Mann, was eine Frau ist, gehen die Unterschiede zwischen den Männertypen noch stärker zurück. Die Grundzüge der männlichen Bilder vom Mann und von der Frau ändern sich nicht.
2. Daß Frauen die Frauenemanzipation wesentlich höher schätzen als Männer (53% der Frauen im Vergleich zu 31% der Männer), verwundert nicht. Auch nicht, daß Frauen sich mehr als Männer bereits auf den Weg der Veränderung gemacht haben: 30% von ihnen haben ein erneuertes Selbstbild; das sind 11% mehr als bei den Männern. Was aber auffällt: In den Bildern vom typisch Männlichen und typisch Weiblichen unterscheiden sich Frauen nicht sehr gravierend von Männern. Nach wie vor sind in den Vorstellungen beider Geschlechter Männer "stark", "rational" und eher "gewalttätig" und Frauen "gefühlvoll", "kommunikativ" und eher "zurückhaltend". Unterschiede zwischen neuen und traditionellen Rollentypen sind zwar wie bei den Männern nachweisbar, wirken sich aber nicht auf die Grundlagen des Fühlens und Denkens aus.
3. Neue Männer haben einen intensiveren Zugang zu ihren Gefühlen, reden häufiger über sich, suchen auch verstärkt den Austausch darüber mit Partnerinnen und Partnern, Freundinnen und Freunden. Gleichzeitig sind sie wesentlich gewaltärmer als traditionelle Männer, sind deutlich seltener bereit, gegen Frauen, Kinder oder Angehörige anderer Ethnien gerichtete Gewalt gutzuheißen.
4. Neue Männer sind nicht nur gefühlsstärker, sondern erleben ihre Sexualität auch intensiver und befriedigender. Sie sind mit ihrer Partnerschaft bzw. Ehe und insgesamt mit ihrem Leben zufriedener. Sie akzeptieren in diesem Zusammenhang viel stärker als traditionellere Männer Homosexualität als Lebensform, bis hin zur Auffassung, Homosexualität solle in der Gesellschaft offen gezeigt werden dürfen. Zwei Drittel der neuen Männer denken so (64%), doch nur ein Siebtel (16%) der traditionellen.
5. Allerdings steckt der neue Mann zurück, was die Bewältigung von Schmerzen, Leid und Tod angeht. Er hat weniger religiöse und vom Glauben herkommende Ressourcen zur Verfügung als traditionelle(re) Männer. Er weicht diesen Themen stärker aus. An die Stelle religiöser, christlicher oder kirchlicher Werthaltungen ist bei ihm weitgehend eine Leerstelle getreten.
Paul M. Zulehner, Rainer Volz, Männer im Aufbruch - Wie Deutschlands Männer sich selbst und wie Frauen sie sehen - Ein Forschungsbericht, Schwabenverlag Ostfildern 1998, 2. Auflage 1999 336 Seiten mit 127 Tabellen und 162 Abbildungen, 48,00 DM. ISBN: 3-7966-0938-4
Text von Rainer Volz, Sozialwissenschaftliches Institut der EKD