Einladung zum Dritten Offenen Forum:
5 Jahre Ratifizierung der UN-Konvention über die Rechte des Kindes - (k)ein Grund zu feiern?
6.3.1997, Bonn, Haus der Evangelischen Kirche
Am 6.3.1992 hat die Bundesregierung die UN-Kinderrechtskonvention ratifiziert. Am 5.4. desselben Jahres ist sie für Deutschland in Kraft getreten. Nach fünf Jahren ist es an der Zeit, eine Zwischenbiland zu ziehen. Eine wesentliche Verantwortung für die Umsetzung der Konvention tragen Bund, Länder und Gemeinden. Sie können sich dieser Verantwortung nur stellen, wenn die Zukunft junger Menschen nicht nur eine politische Willenserklärung bleibt, sondern den Worten Taten folgen.
Im ersten Teil der Veranstaltung sollen die kinderpolitischen Herausforderungen gebündelt werden: Die UN-Kinderrechtskonvention liefert die Vision, doch wie weit ist es mit der Verwirklichung? Müssen die Vorbehalten nicht aufgehoben werden? Muß die Sicherung des Kindeswohls nicht zu einer Pflichtaufgabe des Staates werden? Nach welchen Maßstäben werden gesellschaftliche Ressourcen zu Gunsten bzw. zu Lasten von jungen Menschen verteilt?
Der zweite Teil der Veranstaltung dient der Überprüfung des bisher Erreichten und der Entwicklung von Zukunftsperspektiven. In den neuen Bundesländern wurden Verwaltungsstrukturen für den Kinder- und Jugendbereich aufgebaut, aber reicht das aus, um für junge Menschen einen Mindeststandard zu sichern? Erfordert die volle Umsetzung der Konvention nicht eher ein Querschnittsdenken anstelle einer Ressortverwaltung? Und wo bleibt die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an diesem Prozeß?
Die Veranstaltung richtet sich an RepräsentantInnen aus Politik, Verwaltung und Gesellschaft, die die Rechte der Kinder verwirklichen wollen.
Zur Feier des fünften Jahrestages der Existenz der UN-Kinderrechskonvention in Deutschland laden wir Sie herzlich ein!
Sven Borsche, Sprecher der National Coalition
Tagungsablauf 6.3.1997
Erster Teil
| 11:00 | Begrüßung, Sven Borsche, Sprecher der National Coalition |
| 11:05 | Erste Gesprächsrunde Vom der Vision zur Verwirklichung - kinderpolitische Herausforderungen Stellenwert der Konvention - sind die Vorbehalte noch zeitgemäß? Vorrang des Kindeswohls - eine Pflichtaufgabe für den Staat? Verteilung von Ressourchen - was darf ein Kind noch Kosten? Moderation: Dr. Christian Salazar-Volkmann, UNICEF |
| 11:35 | Plenumsdiskussion |
| 12:45 | Mittagessen |
Zweiter Teil
| 13:30 | Podiumsgespräch Von der Ressortverwaltung zur Querschnittsaufgabe - wie sichern wir den Lebensstandard von Kindern in den neuen und alten Bundesländern? Eingangsstatement |
| 13:50 | Gesprächsrunde mit Dr. Reinhard Wabnitz, Abteilungsleiter, Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Dorle Marx, Kinderkommission des Deutschen Bundestages Wolgang Hötzel, Arbeitsgemeinschaft der Obersten Landesjugendbehörden Anke Riefers, Bürgermeisterin der Stadt St. Augustin Anita Wojanar-Goronzi / Tim Kinkelmann, Kinderparlament St. Augustin Sven Borsche, National Coalition Walter Wilken, Deutscher Kinderschutzbund, Mitglied der Koordinierungsgruppe der National Coalition Moderation: Birgit Fesenfeld, WDR |
| 16:00 | Die Konvention bekannt machen Der "Geist der Kinderrechte" trtitt leibhafig auf ... - in der ZDF-Verfilmung der UN-Kinderrechtskonvention Präsentation durch Bärbel Lutz-Saal, Redakteurin der ZDF-Sendereihe "Die Rechte des Kindes" |
| 17:15 | Ende des Dritten Offenen Forums |
| 18:00 | Beginn der Mitgliederversammlung der National Coalition |
Ort: Haus der Evangelischen Kirche, Adenauerallee 37
Anmeldung:
National Coaltion für die Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention
- Koordinierungsstelle -
Beate Schmidt-Behlau
Arbeitsgemeinschaft für Jugendhilfe (AGJ)
Haager Weg 44
53127 Bonn
Anmeldeschluß: Ihre Anmeldung schicken Sie bitte bis zum 25. Februar an die National Coalition.
Anreise: Mit der Bundesbahn bis Bonn-Hauptbahnhof , dann mit der U-Bahn-Linie 16, 63 oder 66 Richtung Bad Godesberg bzw. Bad Honnef bis zur Haltestelle Juridicum. Den U-Bahnhof auf der (in Fahrtrichtung gesehen) linken Seite verlassen und entgegen der Fahrtrichtung stadteinwärts gehen. Das Haus der Evangelischen Kirche befindet sich direkt neben der Uni-Bibliothek.
Die Veranstaltung wird gefördert durch die Stiftung Deutsche Jugendmarke.
Fachtagung 24. bis 25. März 1999 Hotel Inter-Continental Leipzig
Politik für Kinder
- Politik mit Kindern
Gesellschaftliche Herausforderungen und Konsequenzen aus dem
Zehnten Kinder- und Jugendbericht
Fachtagung der Arbeitsgemeinschaft für Jugendhilfe und der National Coalition für die Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland
Der Zehnte Kinder- und Jugendbericht resümiert:
"Wenn in einer menschlichen Gemeinschaft tragender Sinn und angebotene
Handlungsmöglichkeiten, soziale Beziehungen und Ausdrucksformen in
einem stimmigen Verhältnis stehen, sprechen wir von einer Kultur."
(Zehnter Kinder- und Jugendbericht, Seite 297) Die Kommissionsmitglieder
sprechen sich dafür aus, eine neue "Kultur des Aufwachsens"
zu schaffen. Ihrer Ansicht nach ist dieses jedoch nicht mit einigen Nachbesserungen
an bestehenden Regelungen und zusätzlichen finanziellen Mitteln in
Ordnung zu bringen, sondern erfordert, daß Kinder und die Bedingungen
ihres Aufwachsens als zentrale Lebensbereiche einer Gesellschaft
anerkannt werden: "von dem aus Entwürfe des persönlichen
Lebens, Berufslaufbahnen, Institutionen und Zuteilungssysteme so strukturiert
werden, daß es leicht ist, sein Leben mit Kindern zu teilen"(a.a.O.
Seite 296).
Die Arbeitsgemeinschaft für Jugendhilfe und die National Coalition möchten mit der Fachtagung "Politik für Kinder - Politik mit Kindern" die wesentlichen Ergebnisse und Aussagen des Zehnten Kinder- und Jugendberichtes aufgreifen und laden deshalb verschiedene gesellschaftspolitische EntscheidungsträgerInnen zu einem offenen Dialog ein. Ziel der Fachtagung ist es vor dem Hintergrund veränderter Bedingungen des Aufwachsens von Kindern und Jugendlichen, Erkenntnisse des Zehnten Kinder- und Jugendberichtes zu diskutieren und daraus abzuleitende Konsequenzen einer zukunftsorientierten Politik im Interesse von Kindern und Jugendlichen zu ziehen. Ausgehend von Positionen, Erfahrungen und Forderungen aus der Praxis der Kinder- und Jugendhilfe werden insbesondere die Themenbereiche Subjektstellung des Kindes, Existenzsicherung für Kinder, Partizipation in der Informations- und Mediengesellschaft, Kind-er-le-ben und Migration in Deutschland, die auch wesentliche Diskussionsthemen des Zehnten Kinder- und Jugendberichtes darstellen, erörtert, um daraus rechtliche, politische sowie fachliche Handlungsperspektiven zu entwickeln.
Die Fachtagung richtet sich an Verantwortliche aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft und insbesondere an die Träger der öffentlichen und freien Jugendhilfe.
Mittwoch, 24. März 1999
14.00-14.15 Uhr
Begrüßung
Dr. Gisela Ulrich
Stellvertretende Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft für Jugendhilfe
Grundsatzreferate:
14.15-14.45 Uhr
• Kinder in der Informations- und Mediengesellschaft
Gesellschaftliche Rahmenbedingungen des Aufwachsens von Kindern Prof. Dr. Wilfhed Ferchhoff Universität Bielefeld
14.45-15.30 Uhr
• Politik für Kinder - Politik mit Kindern
Gesetzliche und politische Rahmenbedingungen einer Kinder- und Jugendhilfe sowie Familienpolitik an der Schwelle ins neue Jahrtausend Sven Borsche, Sprecher der National Coalition, Mitglied der Sachverständigenkommission Zehnter Kinder- und Jugendbericht
15.30-16.00 Uhr
Pause
16.00-17.15 Uhr
Plenumsdiskussion mit den Referenten
Moderation: Heribert Mörsberger, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft für Jugendhilfe
17.30-20.00 Uhr
Expertinnenhearings
Die Hearings haben das Ziel, einen Informations- und Erfahrungsaustausch zu einzelnen Themenbereichen zu ermöglichen, um aus fachlicher Sicht Handlungsperspektiven für verschiedene Ebenen zu entwickeln
Thema 1: Subjektstellung des Kindes - Kinderrechte in die Verfassung!
Einführungsstatement:
Dr. Lore Maria Peschel-Gutzeit, Senatorin Justizbehörde der Freien und Hansestadt Hamburg Moderation: Dr. Reinald Eichholz, Mitglied der Koordinierungsgruppe der National Coalition
Thema 2: Existenzsicherung für Kinder - finanzielle, ökologische und soziale Aspekte
Einführungsstatement: I/sa Diller-Murschall, Leiterin des Geschäftsbereichs Fachpolitik der Arbeiterwohlfahrt, Bundesverband
Moderation: Andrea Lummert, Mitglied der Koordinierungsgruppe der National Coalition
Thema 3: Partizipation von Kindern in der örtlichen Jugendhilfepraxis
Einführungsstatement: Dr. Hans Rudolf Leu, Kommissarischer Abteilungsleiter des Deutschen Jugendinstituts
Moderation: Birgit Schmitz, Mitglied der Koordinierungsgruppe National Coalition
Thema 4: Kind-er-leben und Migration in Deutschland
Einführungsstatement: Prof. Dr. Ursula Boos-Nünning, Universität-Gesamthochschule Essen, Mitglied der Sachverständigenkommission Zehnter Kinder- und Jugendbericht
Moderation: Prof. Friedhelm Vahsen, Fachhochschule Hildesheim-Holzminden
21.00 Uhr
Die Rechte der Kinder Videovorführung aus der Fernsehserie von ZDF und terre des hommes
Donnerstag, 25. März 1999
9.00-10.15 Uhr
Plenum: Präsentation der Ergebnisse aus den Hearings
10.15-10.30 Uhr
Pause
10.30-13.00 Uhr
Podiumsdiskussion: "Kultur des Aufwachsens"
Konsequenzen einer zukunftsorientierten Politik für Kinder - einer Politik mit Kindern am Beispiel von Tageseinrichtungen und Schule
Dr. Christine Bergmann Bundesministerin für
Familie, Senioren, Frauen und Jugend
Sven Borsche Sprecher der National Coalition, Mitglied der Sachverständigenkommission
Zehnter Kinder- und Jugendbericht
Monika Hohlmeier Bayerische Staatsministerin für Unterricht
und Kultus
Markus Schnapka Leiter des Landesjugendamtes im Landschaftsverband
Rheinland
Gretel Wildt Vorsitzende des AGJ-Fachausschusses "Kindheit
und Familie"
Moderation: Carla Kniestedt Journalistin
Schlußwort Heribert Mörsberger, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft für Jugendhilfe
Organisatorischer Hinweis: Das Hotel Inter-Continental Leipzig (Gerberstr. 15, 04105 Leipzig) hält unter dem Stichwort "Fachtagung Kinderpolitik" bis zum 12. März 1999 ein Zimmerkontingent bereit. Unter Telefon 0341 / 988-1075 oder Telefax 0341/988-1229 können Sie ein Zimmer reservieren.
Anmeldung
Übermitteln Sie Ihre Anmeldung bitte bis 12. März 1999 an die AGJ.
Arbeitsgemeinschaft für Jugendhilfe
Haager Weg 44
53127 Bonn
Hiermit melde ich mich zur Fachtagung "Politik für Kinder - Politik mit Kindern" an. Ich werde an folgendem ExpertInnenhearing teilnehmen:
Bevorzugtes Hearing
D 1) Subjektstellung ...
D 2) Existenzsicherung
D 3) Partizipation ...
D 4) Kind-er-leben ...
Alternativ
D 1) Subjektstellung ...
D 2) Existenzsicherung
D 3) Partizipation ...
D 4) Kind-er-leben ...
Absender:
Bitte per Post an die o.g. Anschrift oder per Fax (0228/9102466) oder Anmeldung per E-Mail (AGJBonn@aol.com)